Virtueller Workshop des Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreises der CSU

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Öffentlicher Gesundheitsdienst im Zentrum der Veranstaltung
Der Öffentliche Gesundheitsdienst stand am 13. November im Zentrum eines virtuellen Workshops des Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreises der CSU (GPA). Auf meine Einladung als GPA-Landesvorsitzender hin waren als Experten Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek und der neue Präsident des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Walter Jonas, mit dabei. Die Belastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern ist enorm. Ebenso hoch aber ist die öffentliche Wertschätzung, auch monetär: durch den vom Freistaat angekündigten Corona-Pflegebonus für die Bediensteten. Ihr Wirken ist von unschätzbarem Wert für die Unterbrechung von Infektionsketten und so für die Eindämmung der Pandemie!











Nicht, wie ursprünglich geplant, in Nürnberg, sondern per Videokonferenz konnte ich mich am vergangenen Montag auf Einladung von Präsident Michael Bammessel mit der Referentenrunde des Diakonischen Werks Bayern austauschen.
Beim Europäischen Gesundheitskongress, der in diesem Jahr coronabedingt auch nur virtuell stattfand, konnte ich am 26. Oktober bei der Session „Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland und Europa — wichtige Lehren aus der Coronakrise“ referieren. Die Gesundheits- und Pflegewirtschaft hat das Zeug zur Leitökonomie des 21. Jahrhunderts. Bayern stärkt mit der Hightech-Agenda und der Hightech-Agenda Plus die Forschung in staatlichen und staatlich geförderten Einrichtungen massiv. Uns ist aber auch die private/industrielle Forschung durch die forschenden Arzneimittelhersteller sehr wichtig. Mit dem Pharma-Dialog hat Bayern hier bundesweit eine Benchmark für das Zusammenspiel von Staat und Industrie gesetzt. Wie bedeutend deren Leistungen sind, zeigt sich aktuell bei der Suche nach einem Impfstoff oder nach einem potenten Medikament gegen Corona sehr deutlich. Die Produktion von Generika müssen wir – aus Gründen der Arzneimittelsicherheit — zu wesentlichen Teilen wieder aus Asien ins (europäische) Inland zurückholen.
In meinem letzten Newsletter hatte ich von meiner Rücktrittsforderung an den Präsidenten der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, berichtet. In der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ vom 21. Oktober hatte er die Menschen in Deutschland verunsichert, was die Sinnhaftigkeit des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung anbelangte. Insgesamt war sein Auftritt des obersten Vertreters der Ärzte in Deutschland nicht würdig. Unser bayerischer Ärztekammerpräsident Dr. Gerald Quitterer hätte hier mit ganz anderem Format agiert – er wäre deshalb die bessere Wahl an der Spitze der Bundesärztekammer. Denn im Kampf gegen das Corona-Virus müssen wir alle zusammenhalten, sonst hat Corona leichtes Spiel. Es geht um Leben und Gesundheit der Menschen in Deutschland! Dies hat zwischenzeitlich auch Dr. Reinhardt eingesehen und sich von seinen kritischen Äußerungen über den Nutzen von Schutzmasken distanziert. „In der Sendung ‚Markus Lanz‘ hatte ich den wissenschaftlichen Evidenznachweis der Schutzwirkung von Mund-Nasen-Masken in Zweifel gezogen. Dies hat zu erheblichen Irritationen geführt, die ich sehr bedauere. Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes“, erklärte Dr. Reinhardt vor einigen Tagen. Diese Klarstellung und Entschuldigung gebe ich gerne an die Leser meines Newsletters weiter.