Newsletter Gesundheit & Pflege

newsletter Newslet­ter vom 07.03.2022

‌Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserin­nen und Leser,

seit zwei Jahren war die Coro­­na-Pan­demie das The­ma, das alles andere in den Schat­ten gestellt hat. Die Infek­tion­szahlen sind zwar weit­er­hin enorm hoch – die nun vorherrschende Omikron-Var­i­ante hat sich aber in der Tat als weniger gefährlich erwiesen. Jet­zt ist es aber der Angriff­skrieg Rus­s­lands gegen die Ukraine, der alles über­schat­tet. Dies ist ein inakzept­abler Bruch des Völk­er­rechts; Krieg kann und darf niemals eine Lösung sein! Die Völk­erge­mein­schaft muss nun gegen diese Bedro­hung des Welt­friedens durch Rus­s­land eng zusammenstehen.

Auch der Krieg in der Ukraine rückt – dort wie hierzu­lande — die medi­zinis­che Ver­sorgung der Men­schen – im somatischen/körperlichen wie im psy­chis­chen Bere­ich – in den Mit­telpunkt. Aus Bay­ern sind aktuell 30 Ret­tungswa­gen an die Gren­ze zur Ukraine unter­wegs. Etwa das Münch­n­er Rotkreuz-Kranken­haus wird Ver­let­zte aus der Ukraine behan­deln. Erneut wird so der Fokus auf den Fachkräfte­man­gel in den medi­zinis­chen oder pflegerischen Berufen gelenkt, die Medika­menten­ver­sorgung spielt auch im Kriegs­ge­bi­et eine zen­trale Rolle. Dabei müssen wir gar nicht so weit gehen. Auch ohne Krise, auch bei uns sind immer häu­figer Lief­er­eng­pässe zu bekla­gen wie derzeit bei Tamox­ifen-halti­­gen Arzneimit­teln zur Behand­lung bei Kreb­serkrankun­gen. Dazu hat der Arbeit­skreis einen Antrag for­muliert, den Sie hier abrufen können.

Der AK Gesund­heit und Pflege mit meinen Kol­legin­nen und Kol­le­gen Dr. Beate Merk, Alfons Bran­dl, Bar­bara Beck­er, Andreas Lorenz, Hel­mut Radlmeier, Mar­tin Mit­tag und Land­tagsvizepräsi­dent Karl Freller ist sich der beson­deren Bedeu­tung der Ver­sorgungssicher­heit für die Men­schen in unserem Land sehr bewusst. Dieser Ver­ant­wor­tung stellen wir uns. Denn weit­er­hin gilt die Sen­tenz von Arthur Schopen­hauer: “Gesund­heit ist nicht alles, aber ohne Gesund­heit ist alles nichts.”

Wir alle wün­schen Ihnen eine angenehme Lek­türe und grüßen Sie – mit allen guten Wün­schen ins­beson­dere für Frieden und Gesund­heit – herzlich

Ihr

Ukraine-Kon­flikt

Flagge für Frieden, Frei­heit und Demokratie
Die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine machen fas­sungs­los. Es herrscht Krieg in Europa. Wir verurteilen die Aggres­sion Rus­s­lands aufs Schärf­ste und ste­hen an der Seite der Ukraine für Frei­heit und Demokratie. Unsere Gedanken sind bei den Men­schen in den umkämpften Gebi­eten. In ganz Bay­ern zeigen unsere Abge­ord­nete Flagge für Frieden, Frei­heit und Demokratie in Europa! #WeS­tand­WithUkraine

 

 

 

 

 

Neue Offen­sive

Mehr Schutz in Pflegeheimen
Sofort­plan für beson­ders Schutzbedürftige — die Vorkomm­nisse im Augs­burg­er Pflege­heim waren The­ma im Gesund­heit­sauss­chuss und im Plenum. Mit unser­er Offen­sive für Bay­erns Pflege­heime wollen wir gemein­sam mit Gesund­heitsmin­is­ter Klaus Holetschek gegen­s­teuern. Konkret sieht unser Plan unter anderem vor: eine „Pflege-SOS-Hot­­line“ unter der kosten­freien Rufnum­mer 09621 966 966 0 bei Missstän­den und schnelle Sofort­maß­nah­men bei Män­geln. „Diese Sofort­maß­nah­men sind sehr wichtig, um Vor­fälle wie in Augs­burg kün­ftig zu ver­hin­dern“, sagt unser gesund­heit­spolitsch­er Sprech­er Bern­hard Sei­de­nath. „Vor allem aber müssen wir den Fachkräfte­man­gel weit­er entsch­ieden bekämpfen. Nur so kön­nen wir die dro­hende human­itäre Katas­tro­phe in der Pflege noch abwenden.“

Hier geht es zur Rede von Bern­hard Sei­de­nath im Plenum und zum Dringlichkeit­santrag.
Link zu PM StMGP

Frak­tion­sin­terne Anhörung
Moderierten gemeinsam die fraktionsinterne Anhörung (von links): die AK Vorsitzenden Prof. Gerhard Waschler (Bildung), Bernhard Seidenath (Gesundheit) und Thomas Huber (Soziales). Foto: CSU-Fraktion

Mod­erierten gemein­sam die frak­tion­sin­terne Anhörung (von links): die AK Vor­sitzen­den Prof. Ger­hard Waschler (Bil­dung), Bern­hard Sei­de­nath (Gesund­heit) und Thomas Huber (Soziales). Foto: CSU-Fraktion

Starke Kindern und Jugendliche — psy­chis­che Gesund­heit stärken
Die Coro­­na-Pan­demie hat Kinder und Jugendliche seel­isch stark belastet. Ist die Ver­sorgung für Her­anwach­sende mit psy­chis­chen Prob­le­men in Bay­ern auf dem besten Stand? Wo kann sie weit­er verbessert wer­den? Darüber hat die CSU-Frak­­tion – unter der Fed­er­führung der drei AK-Vor­sitzen­­den Bern­hard Sei­de­nath (Gesund­heit und Pflege), Thomas Huber (Soziales) und Pro­fes­sor Ger­hard Waschler (Bil­dung und Kul­tus) — mit Exper­tin­nen und Experten inten­siv disku­tiert. Faz­it: Ger­ade bei Kindern und Jugendlichen ist es beson­ders wichtig, seel­is­che Prob­leme früh zu erken­nen und zu behandeln.

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Krisen­di­enst

 

Bay­erisch­er Lan­despflegerat zu Gast
Auf dem Bild sind zu sehen von links: Rainer Ammende, Generaloberin Dürr, Claudia Hauck, Bernhard Seidenath, Alfons Brandl und Dr. Beate Merk. Foto: CSU-Fraktion

Auf dem Bild sind zu sehen von links: Rain­er Ammende, Gen­er­aloberin Dürr, Clau­dia Hauck, Bern­hard Sei­de­nath, Alfons Bran­dl und Dr. Beate Merk. Foto: CSU-Fraktion

Inter­essen­vertre­tung für die Pflege
Einen offe­nen Dia­log haben der Arbeit­skreis Gesund­heit und Pflege der CSU-Land­­tags­frak­­tion und der Bay­erische Lan­despflegerat in Per­son von Vor­sitzen­der Gen­er­aloberin Edith Dürr, ihrem Stel­lvertreter Rain­er Ammende sowie Schatzmeis­terin Clau­dia Hauck geführt. „Uns eint das Ziel: Wir wollen die Pflege stärken. Wir wollen eine starke Inter­essen­vertre­tung für die Pfle­gen­den in Bay­ern“, so der AK-Vor­sitzende Bern­hard Sei­de­nath. Wichtig sei die Pflichtreg­istrierung der Pflegekräfte in der Vere­ini­gung der Pfle­gen­den in Bay­ern, damit diese ein echt­es Sprachrohr der Pfle­gen­den wer­den könne. „Mit der Vere­ini­gung der Pfle­gen­den haben wir in Bay­ern sehr weise einen Mit­tel­weg beschrit­ten: eine Inter­essen­vertre­tung durch eine Kör­per­schaft des Öffentlichen Rechts, aber ohne Pflicht­mit­glied­schaft, wie sie eine Kam­mer mit sich gebracht hätte. Die nun abgeschlossene Eval­u­a­tion der Vere­ini­gung wird weit­ere wichtige Hin­weise geben, die auch für die weit­ere Pro­fes­sion­sen­twick­lung zen­tral sind“, so Sei­de­nath weit­er. Der Dia­log zwis­chen dem Bay­erischen Lan­despflegerat und dem Arbeit­skreis Gesund­heit und Pflege wird weit­er fortgesetzt.

Ambu­lante medi­zinis­che Ver­sorgung sicherstellen
Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­­tion

AK Gesund­heit und Pflege im Gespräch mit Dr. Wolf­gang Krombholz
Der Vor­sitzende des Vor­stands der Kassenärztlichen Vere­ini­gung Bay­ern (KVB), Dr. Wolf­gang Kromb­holz (3.v.r.), hat sich mit dem Arbeit­skreis über wichtige Fra­gen der ambu­lanten medi­zinis­chen Ver­sorgung aus­ge­tauscht. Ein Schw­er­punkt des Gesprächs: die medi­zinis­chen Ver­sorgungszen­tren ins­beson­dere in Hän­den von Inve­storen. Hierzu hat die CSU-Frak­­tion bere­its ein Antragspaket einge­bracht. Auch das The­ma Dig­i­tal­isierung nahm bre­it­en Raum im Aus­tausch ein, eben­so die Frage der durch die KVB betriebe­nen Prax­en zur Sich­er­stel­lung der medi­zinis­chen Ver­sorgung in unter­ver­sorgten Gebieten.
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Forschun­gen zu Ther­a­piean­sätzen in Hallbergmoos
Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­­tion

Bay­erische Therapiestrategie
Mit ein­er Bay­erischen Ther­a­pies­trate­gie wer­den erfol­gver­sprechende bay­erische Ther­a­piean­sätze gegen COVID-19 mit 58 Mil­lio­nen Euro vom Freis­taat unter­stützt und möglichst zur Zulas­sungsreife gebracht. Dies war und ist ein großes Anliegen der CSU-Land­­tags­frak­­tion. Gemein­sam mit Land­tagspräsi­dentin Ilse Aign­er macht­en sich Bern­hard Sei­de­nath, Vor­sitzen­der des Gesund­heit­sauss­chuss­es, und Tobias Reiß, par­la­men­tarisch­er Geschäfts­führer der CSU-Frak­­tion, auf Ein­ladung von Tan­ja Kniel­er in deren Heimat­ge­meinde Hall­bergmoos ein Bild vom Fortschritt der Forschun­gen beim Biotech-Unternehmen Pieris Phar­ma­ceu­ti­cals, welch­es vor eini­gen Monat­en einen Förderbescheid von 14,2 Mil­lio­nen Euro erhal­ten hatte.
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Pal­lia­tiv­ex­per­tise in Bayern
Im Dialog: Professor Dr. Wolfgang Schreml (im Bild rechts) aus Günzburg, Dr. Peter Müller, Chefarzt an der Klinik Günzburg und Vorsitzender des Hospizvereins (im Bild links) und stellv. AK-Vorsitzende Dr. Beate Merk. Foto: CSU-Fraktion

Im Dia­log: Pro­fes­sor Dr. Wolf­gang Schreml (im Bild rechts) aus Günzburg, Dr. Peter Müller, Che­farzt an der Klinik Günzburg und Vor­sitzen­der des Hos­pizvere­ins (im Bild links) und stel­lv. AK-Vor­sitzende Dr. Beate Merk. Foto: CSU-Fraktion

Altern und Ster­ben in Würde
Altern und Ster­ben in Würde ist das Schlüs­selthe­ma für die stel­lvertre­tende Vor­sitzende des Arbeit­skreis­es für Gesund­heit und Pflege, MdL Dr. Beate Merk. Sie hat nicht nur die Anhörung des Auss­chuss­es für Gesund­heit und Pflege zu diesem The­ma mitini­ti­iert, son­dern sucht dazu regelmäßig den direk­ten Aus­tausch mit führen­den Medi­zin­ern in ihrer Region.

Zulet­zt mit Pro­fes­sor Dr. Wolf­gang Schreml (im Bild rechts) aus Günzburg, der zu den Pio­nieren der Pal­lia­tivmedi­zin in Deutsch­land zählt, und der sowohl vor 25 Jahren einen Hos­pizvere­in gegrün­det als auch ein ambu­lantes Pal­lia­tivteam für die Region Neu-Ulm/Günzburg ins Leben gerufen hat. Jet­zt soll ein neuer Meilen­stein fol­gen: ein eigenes Hos­piz für den Raum Günzburg/Dillingen, wie Dr. Peter Müller, Che­farzt an der Klinik Günzburg und Vor­sitzen­der des Hos­pizvere­ins (im Bild links), vorstellte. MdL Dr. Beate Merk begrüßt dieses Vorhaben aus­drück­lich und unter­stützt es, genau wie sie es bere­its für das Hos­piz im Land­kreis Neu-Ulm in Iller­tis­sen getan hat. „Nur wer im Alter eine Wahl hat, kann für sich eine wirk­lich freie Entschei­dung treffen.

Deshalb ist es enorm wichtig aus­re­ichend Hos­piz­plätze anzu­bi­eten. Nur dann gibt es eine uneingeschränk­te Selb­st­bes­tim­mung“, sagt die Gesund­heit­spoli­tik­erin im Hin­blick auf das BGH-Urteil zum selb­st­bes­timmten Sterben.

Diskus­sion mit dem Ver­band für Podolo­gie (ZFD)
Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­­tion

Expertenge­spräch im Arbeitskreis
Die Vor­sitzende des Lan­desver­bands Bay­ern, Patri­cia Bogen­rieder, und ihr Stel­lvertreter Bas­t­ian Priegelmeir berichteten über die Her­aus­forderun­gen, genü­gend Nach­wuch­skräfte zu find­en. Dr. Beate Merk, stel­lvertre­tende AK-Vor­sitzende, sagte auch die par­la­men­tarische Unter­stützung zu: „Die Podolo­gen und Podologin­nen sind ger­ade für ältere Men­schen ins­beson­dere mit Dia­betes unverzicht­bar, um die Zahl der Ampu­ta­tio­nen in Gren­zen zu hal­ten. Deshalb müssen wir auch diesen Bere­ich sich­ern und zukun­fts­fest machen.“ AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath stellte fest: „Unser Ziel ist es, den Fachkräfte­man­gel, den es in sämtlichen Bere­ichen des Gesund­heitssys­tems gibt, mit allem Nach­druck zu bekämpfen: auch bei den Heilmit­teler­bringern wie den Podologen!“

Forderung Rich­tung Bund
Martin Mittag Foto: CSU-Fraktion

Mar­tin Mit­tag Foto: CSU-Fraktion

Gene­se­nen­sta­tus verlängern
Sechs Monate statt nur noch drei Monate: so lange soll nach dem Willen der CSU-Frak­­tion der Gene­se­nen­sta­tus gel­ten. Per Dringlichkeit­santrag haben wir die Staat­sregierung dazu aufge­fordert, sich auf Bun­de­sebene dafür einzuset­zen, dass die Verkürzung des Gene­se­nen­sta­tus wieder zurückgenom­men wird. Zwis­chen­zeitlich hat das das Robert-Koch-Insti­­tut (RKI) klargestellt, dass die Verkürzung des Gene­se­nen­sta­tus auf 90 Tage nur für Ungeimpfte gilt. Wer dem­nach vor oder nach der Infek­tion bere­its geimpft war, erhält weit­er­hin 180 Tage einen Genesenenstatus.

Hier geht’s direkt zum Rede­beitrag von Mar­tin Mittag.

Im Gespräch mit Prof. Dr. Ulrike Protzer
Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­­tion

Forschung, Maskenpflicht und Post-Covid
Die Mit­glieder der Arbeits­gruppe Frauen der CSU-Land­­tags­frak­­tion haben sich zu einem virtuellen Aus­tausch mit Frau Pro­fes­sor Dr. Ulrike Protzer, Lei­t­erin des Insti­tuts für Virolo­gie der Tech­nis­chen Uni­ver­sität München und bei Helmholtz Munich. Im Zen­trum stand die Coro­­na-Pan­demie mit Fra­gen rund um Imp­fun­gen, Aus­blicke auf die kom­menden Monate, die Muta­tions­freudigkeit im Ver­gle­ich zu den tierischen Coro­n­aviren oder die Auswirkun­gen auf Kinder und Jugendliche. Die Vor­sitzende der AG Frauen, Dr. Ute Eil­ing-Hütig, dank­te für den Aus­tausch und kündigte eine Wieder­hol­ung an, vor allem im Hin­blick von Post- bzw. Long Covid und der Betrof­fen­heit von Frauen. Mit dabei waren auch die für das The­ma Gesund­heit zuständi­ge stel­lvertre­tende Frak­tionsvor­sitzende Tan­ja Schor­er-Dremel und die bei­den AK-Mit­glieder Dr. Beate Merk und Bar­bara Becker.
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Kinderkom­mis­sion
Foto: CSU-Frakion

Foto: CSU-Frakion

Die Gesund­heit unser­er Kinder im Blick: Wichtiger Aus­tausch zwis­chen Gesund­heitsmin­is­ter Klaus Holetschek und der Kinderkom­mis­sion des Bay­erischen Land­tags. Im Fokus standen Fol­geerkrankun­gen aus der Pan­demie. Damit diese bess­er erforscht wer­den kön­nen, unter­stützt die CSU-Frak­­tion das Forschung­spro­jekt “Post-COVID Kids Bavaria” mit 1,7 Mil­lio­nen Euro. Das ist auch der stel­lvertre­tenden Frak­tionsvor­sitzen­den und Kom­mis­sionsvor­sitzen­den Tan­ja Schor­er-Dremel beson­ders wichtig: „Wir müssen die kör­per­lichen und seel­is­chen Auswirkun­gen auf unsere Kinder beson­ders beobacht­en und wach­sam sein.“ Der Bay­erische Land­tag ist übri­gens eines der weni­gen Län­der­par­la­mente, das eine Kinderkom­mis­sion als ständi­ges Gremi­um ein­gerichtet hat.
Pressemit­teilung des Bay­erischen Gesundheitsministeriums

newsletter Newslet­ter vom 17.02.2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den kom­menden Wochen wird der Haushalt 2022 der Staat­sregierung im Bay­erischen Land­tag berat­en. Nicht erst die Coro­­na-Pan­demie hat Bay­ern zum Gesund­heit­s­land wer­den lassen. Auch der Haushalt zeigt: Die medi­zinis­che und pflegerische Ver­sorgung im ländlichen Raum wird weit­er gestärkt — und das tun wir durch die Lan­darzt­prämie, das Pro­gramm PflegeS­oN­ah, die Investi­tio­nen in die Dig­i­tal­isierung und Telemedi­z­inan­wen­dun­gen, die Investi­tio­nen in den sta­tionären Bere­ich durch die Kranken­haus­bauin­vesti­tio­nen oder das Förder­pro­gramm Geburten­hil­fe. Auch die Unter­stützung der Hebam­men und von Kur- und Heil­bädern beste­ht weiter.

Als Frak­tion haben wir eigene The­men­schw­er­punk­te geset­zt, die wir, die Mit­glieder des Arbeit­skreis­es Gesund­heit und Pflege der CSU-Land­­tags­frak­­tion, Ihnen hier vorstellen möcht­en. Wir wün­schen Ihnen eine angenehmen Lek­türe und verbleiben

mit fre­undlichen Grüßen
Ihr

Maß­nah­men gegen Chro­nis­che Fatigue – Hil­fe für ME/CFS-Erkrank­te
Foto: Pixabay

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1,6 Mil­lio­nen Euro für Forschung und ein neues Medikament
Kaum eine Erkrankung schränkt die Leben­squal­ität der­art ein wie das Erschöp­fungssys­ndrom ME/CFS (Myal­gis­che Enzephalomyelitis / Chro­nis­ches Fatigue-Syn­­drom), an dem rund 240.000 Men­schen in Deutsch­land und rund 35.000 in Bay­ern lei­den. Mit 1,6 Mil­lio­nen Euro soll die Erforschung und die Ver­net­zung der Forscherin­nen und Forsch­er in Bay­ern weit­er vor­angetrieben wer­den. Auch soll das Medika­ment BC007 ger­ade im Hin­blick auf Long bzw. Post Covid weit­er unter­sucht wer­den. Erste Ther­a­piean­sätze scheinen auch für ME/CFS vielver­sprechend zu sein. Daher wer­den wir eine entsprechende Studie fördern.

 

Durch­bruch im Kampf gegen den Organ­man­gel: Xeno-Transplantation
 Prof. Dr. Dr. h.c. Bruno Reichart (4.v.l.) stellte bei einem Besuchs des AK im vergangenen Jahr seine Vision in Sachen Organspende vor.

Prof. Dr. Dr. h.c. Bruno Reichart (4.v.l.) stellte bei einem Besuchs des AK im ver­gan­genen Jahr seine Vision in Sachen Organspende vor.

Weg frei für Studie im Jahr 2024
Prof. Dr. Dr. h.c. Bruno Reichart, der Anfang der 80er Jahre die allerersten Herz­trans­plan­ta­tio­nen in Deutsch­land aus­ge­führt hat, arbeit­et mit seinem Forsch­er-Team seit Jahren daran, Schweine­herzen gen­tech­nol­o­gisch so verän­dern, dass sie vom men­schlichen Kör­p­er angenom­men wer­den. Eine wis­senschaftliche Studie mit acht ter­mi­nal herz­erkrank­ten Patien­ten, die mit 400.000 Euro gefördert wer­den soll, kön­nte durch diese Xeno-Tran­s­­plan­­ta­­tion den Durch­bruch in der Trans­plan­ta­tion­s­medi­zin bedeuten. “Wir müssen alle Reg­is­ter in Betra­cht ziehen, um Men­schen, die auf ein Spenderor­gan warten, zu helfen. Der “Tod auf der Warteliste” ist heute lei­der trau­rige Real­ität”, so der Vor­sitzende des Arbeit­skreis­es Gesund­heit und Pflege, Bern­hard Seidenath.

Kreb­s­forschung
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Über 1 Mil­lion Euro
Im Kindes- und Jugen­dal­ter sind Kreb­serkrankun­gen zwar sehr sel­ten, für die betrof­fe­nen Fam­i­lien aber schwere Schick­salss­chläge. Umso wichtiger war es der CSU-Frak­­tion, die Forschung in diesem Bere­ich weit­er zu fördern — über die Stiftung inno­v­a­tive Medi­zin oder im Rah­men des Bay­erischen Kreb­s­forschungszen­trums im Bere­ich der Tumore des zen­tralen Ner­ven­sys­tem (ZNS) oder der “Ther­a­nos­tik”. Diese Meth­ode ist im Ver­gle­ich mit ein­er Chemother­a­pie neben­wirkungsarm und verträglich für die Pati­entin­nen und Patienten.

 

 

 

 

Auswirkun­gen des Kli­mawan­dels auf die Gesundheit
Foto: Pixabay

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Pilot­pro­jekt zum Hitzeschutz
Hitzebe­d­ingte Gesund­heits­ge­fahren stellen eine der größten gesund­heit­spoli­tis­chen Her­aus­forderun­gen im Zusam­men­hang mit dem Kli­mawan­del dar. Das Pilot-Pro­­jekt „Hitzeschutz in ein­er Gesund­heit­sre­gion Plus“ zielt darauf ab, in ein­er aus­gewählten Gesund­heit­sre­gion Plus ein Hitzeschutzkonzept mit Maß­nah­men zum Schutz der Bevölkerung vor hitzebe­d­ingten Gesund­heitss­chä­den zu erar­beit­en und umzuset­zen. Hier­für sollen 120.000 Euro zur Ver­fü­gung stehen.

Mit der Umset­zung des Pro­jek­tes HitziG soll das Lan­desamt für Gesund­heit und Lebens­mit­tel­sicher­heit (LGL) auf­grund der dort vorhan­de­nen her­vor­ra­gen­den umweltmedi­zinis­chen Exper­tise u. a. in Bezug auf die gesund­heitlichen Auswirkun­gen des Kli­mawan­dels sowie der am LGL ange­siedel­ten „Fach­lichen Leit­stelle Gesund­heit­sre­gio­nen Plus“ beauf­tragt wer­den. Zudem wird derzeit am LGL das Vorhaben „Kli­maan­pas­sungs­maß­nah­men in der Pflege“ (KlapP) durchgeführt.

Kreb­spräven­tion
Foto: PIxabay

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Imp­fung gegen Krebs
Bei der Entste­hung von Gebär­mut­ter­hal­skrebs spie­len Humane Papil­lomviren (HPV, HP-Viren) eine entschei­dende Rolle. Gegen diese sex­uell über­trag­baren Viren gibt es eine Imp­fung, die im jugendlichen Alter emp­fohlen wird. Die Ärztliche Gesellschaft zur Gesund­heits­förderung (ÄGGF) ist ein gemein­nütziger Vere­in mit einem Team aus ca. 85 Ärztin­nen und Ärzten. „Ziel ist, durch spezielle Unter­richtsstun­den Kinder, Jugendliche und (junge) Erwach­sene zu gesund­heits­be­wusstem Han­deln zu befähi­gen – mit einem Schw­er­punkt auf sex­ueller und repro­duk­tiv­er Gesund­heit, aber auch Präven­tion und Imp­fun­gen“, erk­lärte Dr. Beate Merk, die stel­lvertre­tende AK-Vor­sitzende. Für entsprechende Kam­pag­nen stellen wir nun zusät­zliche 40.000 Euro bereit.

Baustein gegen den Fachkräfte­man­gel in der Pflege
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Inter­na­tionaler Pflege­cam­pus Bad Windsheim
In Bad Wind­sheim soll ein „Inter­na­tionaler Pflege­cam­pus“ entste­hen. Es gilt, inter­na­tion­al Pflege­fachkräfte (evtl. auch Assis­ten­zärzte) zu akquiri­eren, um dem Fachkräfte­man­gel ent­ge­gen­zuwirken und dadurch die Rah­menbe­din­gun­gen in der Pflege sowie deren Qual­ität weit­er zu verbessern. Hier­für wer­den Sem­i­­nar- und Wohn­räume speziell Auszu­bilden­den in der Pflege zur Ver­fü­gung gestellt, die zusam­men leben und ler­nen sollen. Dies geschieht in Zusam­me­nar­beit mit der Pflegeschule im Land­kreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Wind­sheim, die in den kom­menden Jahren von Sche­in­feld nach Bad Wind­sheim ver­legt wer­den soll, sowie mit den Land­kreiskliniken. Das Pro­jekt, das mit 150.000 Euro bezuschusst wird, soll auch wis­senschaftlich begleit­et und evaluiert werden.
„Ein solch­es Vorhaben, das die Pflege ger­ade im ländlichen Raum stärken und den Pflege­beruf attrak­tiv­er machen soll, ist ein Gewinn, nicht nur für den Gesund­heits­stan­dort Bad Wind­sheim, son­dern weit darüber hin­aus“, erläuterte Alfons Bran­dl, der – zusam­men mit Karl Freller – Mit­tel­franken im Auss­chuss für Gesund­heit und Pflege vertritt.

Als Lehre aus Coro­na: Vor­sorge für neue Pandemien
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Nationale Allianz für Pandemietherapeutika
Die Coro­­na-Pan­demie ist nicht zu Ende. Die Nationale Allianz für Pan­demiether­a­peu­ti­ka ist eine gemein­same Ini­tia­tive des Helmholtz-Zen­trums für Infek­tions­forschung (HZI) und des Deutschen Zen­trums für Infek­tions­forschung (DZIF). Ziel ist, Ther­a­peu­ti­ka schnell und pass­ge­nau ver­füg­bar zu haben. “Gesucht wer­den Medika­mente: gegen einen Erreger, den wir nicht ken­nen. Hierzu müssen die entsprechen­den Struk­turen jet­zt geschaf­fen wer­den, um für kün­ftige Pan­demien bess­er gerüstet zu sein”, erläuterte Hel­mut Radlmeier, AK-Mit­glied aus Land­shut. Hier­für sollen 700.000 Euro zur Ver­fü­gung stehen.