Newsletter Gesundheit & Pflege

newsletter Newslet­ter — 20.12.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Coro­­na-Pan­demie ist längst nicht zu Ende. Wir befind­en uns mit­ten in ein­er vierten Welle mit Neuin­fek­tio­nen in bish­er nicht gekan­nter Größenord­nung. Die Belas­tung der Kranken­häuser, ins­beson­dere der Inten­sivs­ta­tio­nen ist immer noch immens. Über­men­schlich ist es, was hier von den Ärztin­nen und Ärzten sowie den Pflegekräften geleis­tet wird. Und trotz­dem gibt es immer noch Men­schen, die sich nicht impfen lassen wollen, obwohl sie es kön­nten. Immer­hin — und das stimmt mich pos­i­tiv — hat die Zahl der Imp­fun­gen wieder zugenom­men und die Inzi­denz­zahlen gehen zurück. Im gemein­samen Kampf gegen das Virus dür­fen wir aber keines­falls nachlassen!

Mit Karl Lauter­bach haben wir nun einen neuen Bun­des­ge­sund­heitsmin­is­ter, dessen Arbeit wir auch aus Bay­ern her­aus kri­tisch-kon­struk­­tiv begleit­en wer­den. Eine Legal­isierung von Cannabis lehnen wir entsch­ieden ab, genau­so erteilen wir Plä­nen eine Absage, die die Län­derkom­pe­ten­zen beschnei­den sollen, etwa im Bere­ich der Kranken­haus­pla­nung. Die neue Bun­desregierung hat viele Auf­gaben vor sich, ger­ade im Gesund­heits- und Pflegebereich.

Im Namen aller Mit­glieder des Arbeit­skreis­es Gesund­heit und Pflege – Dr. Beate Merk, Bar­bara Beck­er, Dr. Mar­cel Huber, Alfons Bran­dl, Land­­tags-Vizepräsi­­dent Karl Freller, Mar­tin Mit­tag und Hel­mut Radlmeier — wün­sche ich Ihnen eine geseg­nete Wei­h­nacht­szeit und ein vor allem gesun­des neues Jahr 2022! Arthur Schopen­hauers Weisheit “Gesund­heit ist nicht alles, aber ohne Gesund­heit ist alles nichts.” ist berechtigter denn je!

Es grüßt Sie herzlich

Aus dem Plenum
Foto: CSU-Fraktion

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Kranken­haus­pla­nung muss bay­erisch bleiben
Per Dringlichkeit­santrag haben wir uns dafür einge­set­zt, dass die Kranken­haus­pla­nung ver­lässlich Län­der­sache bleibt und nicht sukzes­sive vom Bund über­nom­men wird. Dies kön­nte nach Ansicht der Frak­tion auf­grund des von der Ampel präsen­tierten Koali­tionsver­trages bevorste­hen. Ins­beson­dere die Investi­tion­skosten­förderung der Kranken­häuser müsse Län­der­sache bleiben, denn nur so könne die wohnort­na­he und bedarf­s­gerechte Kranken­hausver­sorgung sichergestellt wer­den. Dazu unser gesund­heit­spoli­tis­ch­er Sprech­er Bern­hard Sei­de­nath: „Föderale Kom­pe­ten­zen sind nicht käu­flich. Berlin ist ein­fach zu weit weg, um die Ver­sorgung der Men­schen in Bay­ern mit Kranken­hausleis­tun­gen best­möglich zu regeln. Im Gegen­teil: Die Kranken­haus­bau­fi­nanzierung in Bay­ern funk­tion­iert. Kranken­haus­pla­nung muss Län­der­sache bleiben“.

Zum Dringlichkeit­santrag “Kranken­haus­pla­nung muss bay­erisch bleiben, medi­zinis­che Kranken­hausver­sorgung auch von Kindern sich­er­stellen, Konzept für Kinder­imp­fun­gen auflegen”
Zur Pressemit­teilung

Par­la­men­tarische Arbeit
Foto: CSU-Fraktion

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Coro­na bes­tim­mendes The­ma im AK
Der Arbeit­skreis Gesund­heit und Pflege war in den ver­gan­genen Wochen beson­ders gefordert. In wöchentlichen Run­den tauscht­en sich die Mit­glieder mit Staatsmin­is­ter Klaus Holetschek aus — mit dabei auch immer der par­la­men­tarische Geschäfts­führer Tobias Reiß, stel­lvertre­tende Frak­tionsvor­sitzende Tan­ja Schor­er-Dremel und Dr. Ute Eiling-Hütig.

Aktuelles aus dem Arbeit­skreis ist auf unser­er Web­seite gebün­delt. Aktuelle Videos von den Ple­narde­bat­ten find­en Sie hier:

Dr. Beate Merk
Tan­ja Schorer-Dremel
Mar­tin Mittag
Bar­bara Becker

Aus­tausch mit Frauenärztin und STIKO-Mit­glied Dr. Mar­i­anne Röbl-Mathieu
Foto: CSU-Fraktion

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Schutz­imp­fun­gen gegen Coro­na und HPV waren Thema
Dr. Röbl-Math­­ieu berichtete im Arbeit­skreis Gesund­heit und Pflege über das Ver­fahren der STIKO zur Erar­beitung ein­er Empfehlung in Sachen Kinder-Coro­­na-Imp­­fun­­gen, in das viele Stu­di­en auch aus dem Aus­land mite­in­fließen. “Es ist wichtig, dass zunächst Kinder mit Vor­erkrankun­gen geimpft wer­den und Kinder, in deren Umfeld sich Per­so­n­en mit einem hohen Risiko für einen schw­eren COVID 19-Ver­lauf befind­en, die selb­st nicht wirk­sam geimpft wer­den kön­nen“, so Dr. Röbl-Math­­ieu. Sie plädierte auch dafür, die Imp­fung gegen bes­timmte Typen der sex­uell über­trag­baren Huma­nen Papil­lo­maviren (HPV) weit­er zu forcieren, etwa durch zusät­zliche Vor­sorge­un­ter­suchun­gen im Teenager­al­ter, bei denen auch The­men rund um Sex­u­al­ität und Zyk­lus­geschehen ange­sprochen wer­den könnten.
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Pflege in der vierten Welle der Corona-Pandemie
Foto: CSU-Fraktion

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AK Gesund­heit und Pflege im Aus­tausch mit Experten
The­men beim Aus­tausch mit den Experten waren unter anderem eine mögliche all­ge­meine Impf­pflicht sowie die aktuelle Sit­u­a­tion in der Kranken- und der Langzeit-Pflege. AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath beze­ich­nete die Lage in den Häusern als „Schick­sals­frage der Nation“. Neben der Bewäl­ti­gung der Akut­si­t­u­a­tion bedürfe es Maß­nah­men für mehr Nach­wuchs in der Pflege: „Wir müssen neue Wege gehen, um die Prax­isan­leitung in der gen­er­al­is­tis­chen Aus­bil­dung sicherzustellen. Zudem brauchen wir auch mehr Pflegelehrerin­nen und ‑lehrer“, so Seidenath.
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Hos­pi­zliche und pal­lia­tivmedi­zinis­che Ver­sorgung deut­lich ausbauen
Foto: CSU-Fraktion

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Inno­v­a­tive Ange­bote für ganz Bayern
Eine pal­lia­tivmedi­zinis­che Tagesklinik – wie die am Klinikum Aschaf­fen­burg-Alzenau – ist ein inno­v­a­tives Ange­bot, mit dem schw­erkranke Pati­entin­nen und Patien­ten sowie deren Fam­i­lien ent­lastet wer­den. Der Freis­taat Bay­ern möchte die hos­pi­zliche und pal­lia­tivmedi­zinis­che Ver­sorgung in Bay­ern deut­lich aus­bauen, das ist das erk­lärte Ziel der Staat­sregierung. Dies geht etwa durch Hos­pizin­seln in Alten- und Pflege­heimen, wie sie auch der AK Gesund­heit und Pflege der Frak­tion deut­lich unter­stützt, aber auch durch solche pal­lia­tivmedi­zinis­che Tageskliniken. In einem Gespräch mit den Klinikver­ant­wortlichen haben unsere Gesund­heits- und Pflege­ex­perten aus der Frak­tion diese Woche nach­drück­lich den Plan unter­stützt, das bish­erige Aschaf­fen­burg­er Mod­ell­pro­jekt in eine Regelförderung zu über­führen sowie dieses Mod­ell weit­er in die Fläche auszurollen.
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Pflege­ex­perten zu Gast im AK Gesund­heit und Pflege
Foto: CSU-Fraktion

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Früh­warn­sys­tem für die Pflege gefordert
Der Arbeit­skreis Gesund­heit und Pflege hat sich mit dem bay­erischen Pflege­ex­perten Claus Fussek und der Pflege­fachkraft Andrea Würtz über die Her­aus­forderun­gen in der Pflege aus­ge­tauscht – ins­beson­dere über Män­gel in der Pflege, den gravieren­den Fachkräfte­man­gel und die Auswirkun­gen der Coro­­na-Pan­demie. „Wir brauchen in der Pflege ein funk­tion­ieren­des Früh­warn­sys­tem, zu dem auch die Ange­höri­gen, die Betreuerin­nen und Betreuer sowie behan­del­nde Ärzte gehören. Wir müssen die Eigen­ver­ant­wor­tung der Pflege­di­en­stleitun­gen, der Heim­leitun­gen und der Fam­i­lien stärken“, mah­nte Fussek. Bern­hard Sei­de­nath, gesund­heit­spoli­tis­ch­er Sprech­er, unter­strich dies und betonte die große Ver­ant­wor­tung, die die Gesellschaft gegenüber den Schwäch­sten habe. „Es muss unser aller Ziel sein, eine men­schen­würdi­ge Pflege auf allen Ebe­nen sta­tionär und ambu­lant sicherzustellen. Hierzu bedarf es eines gemein­samen Kraftak­ts – das gilt in der Pan­demie umso mehr. Eine der größten Her­aus­forderun­gen ist es, den Fachkräfte­man­gel rasch, kreativ und effek­tiv anzuge­hen. Hier wer­den wir nicht nachlassen.“

CSU Frak­tion will Arzt-Patien­ten-Part­ner­schaft stärken
Foto: CSU-Fraktion

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Aus­tausch im AK Gesund­heit und Pflege
Shared Deci­sion Mak­ing (SDM) als eine enge Part­ner­schaft mit einem aufgek­lärten Patien­ten, bei der die Entschei­dung über weit­ere Behand­lun­gen gemein­sam zwis­chen Arzt und Patient getrof­fen wird, führt zu deut­lich besseren Behand­lungser­fol­gen. In der Sitzung haben die Onkolo­gen Priv-Doz. Dr. Jens Ulrich Rüf­fer, Pro­fes­sor Dr. Claus Bel­ka und — aus Kiel zugeschal­tet — Pro­fes­sor Friede­mann Geiger dem Arbeit­skreis Rede und Antwort ges­tanden. Im Som­mer 2022 soll ein Pilot­pro­jekt in München und Augs­burg mit Patien­ten mit Prosta­­ta-Karz­i­nom und mit Pati­entin­nen mit Mam­­ma-Karz­i­nom starten. „Eigentlich sollte dies Stan­dard sein. Gut, dass dies nun an den genan­nten Stan­dorten mod­ell­haft und beson­ders inten­siv eingeübt wer­den kann!“, so Bern­hard Sei­de­nath in seinem Fazit.

Umgang mit Ster­ben­den und Schwerstkranken
Foto: CSU-Fraktion

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Frakion­sin­terne Anhörung
Das Bun­desver­fas­sungs­gericht hat­te im ver­gan­genen Jahr ein Grund­satzurteil in Sachen Ster­be­hil­fe gesprochen: Es gebe ein Recht auf selb­st­bes­timmtes Ster­ben. Auf Anre­gung von Dr. Beate Merk hat sich der Arbeit­skreis Gesund­heit und Pflege mit den Fol­gen dieses Urteils zusam­men mit ein­er hochrangig beset­zten Experten­gruppe beschäftigt.
Eben­so mit der Sit­u­a­tion in der Ver­sorgung durch das Hos­pizwe­sen und der Pal­lia­tivmedi­zin und die damit ver­bun­de­nen Her­aus­forderun­gen, etwa der weit­ere Aus­bau ger­ade in den Pflege­heimen und der damit ver­bun­de­nen weit­eren Aus­bil­dung der Pflegekräfte.

 

Foto: CSU-Fraktion

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Die Men­schen müssen, so die Forderung von Seit­en der beteiligten Ärztin­nen und Ärzte, über Alter­na­tiv­en dazu umfasssend berat­en und auch psy­chosozial begleit­et wer­den. Wichtig sei auch die Suizid­präven­tion und die Ver­sorgungsin­for­ma­tion für die Betrof­fe­nen weit­er zu stärken.

Einig war man sich, dass es ein­er Regelung bedarf, die die Geschäftsmäßigkeit der Ster­be­hil­fe auss­chließt. Dr. Beate Merk kündigte nach der Anhörung an, dass sich der AK weit­er inten­siv mit diesen fun­da­men­tal­en Fra­gen befassen werde.

 

 

Pal­lia­tiv- und Hospizversorgung
CSU-Fraktion

CSU-Frak­­tion

Schw­er­stkranke Kinder versorgen
Unheil­bar kranke und ster­bende Kinder und deren Fam­i­lien best­möglich betreuen und begleit­en – dafür set­zt sich die Kinderkom­mis­sion des Bay­erischen Land­tags ins­beson­dere mit unser­er stel­lvertre­tenden Frak­tionsvor­sitzen­den Tan­ja Schor­er-Dremel ein. Konkrete Forderun­gen sind ins­beson­dere die Finanzierung ambu­lanter und sta­tionär­er Hos­pi­zleis­tun­gen als Regelleis­tung der Krankenkassen, ein genereller und ver­lässlich­er Zugriff auf Betreu­ungsleis­tun­gen unmit­tel­bar nach Diag­noses­tel­lung sowie die Verbesserung der Sit­u­a­tion aller haupt- und ehre­namtlich Täti­gen im Hos­piz- und Palliativbereich.
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Medi­zinis­che Versorgungszentren
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CSU-Frak­­tion für mehr Patientensicherheit
Mit geziel­ten Maß­nah­men will die CSU-Frak­­tion die Patien­ten­sicher­heit in inve­storenge­führten medi­zinis­chen Ver­sorgungszen­tren (MVZ) verbessern. Konkret soll die Unab­hängigkeit ärztlich­er Entschei­dun­gen gegenüber wirtschaftlichen Inter­essen gestärkt, die Dachge­sellschaften der inve­storenge­führten medi­zinis­chen Ver­sorgungszen­tren trans­par­enter gemacht und eine Ober­gren­ze für die Zahl der dort angestell­ten Ärzte einge­führt werden.
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newsletter Newslet­ter — 06.10.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Coro­­na-Pan­demie ist längst nicht zu Ende. Aber die Zahlen aus den bay­erischen Kranken­häusern bestäti­gen, dass die Imp­fung wirkt. Mehr als 90 Prozent der Kranken­haus­pa­ti­entin­nen und ‑patien­ten sind ungeimpft. Auch unser Gespräch mit Ärztin­nen und Ärzten bestätigt die gute Schutzwirkung der Imp­fung vor schw­eren Ver­läufen. Deshalb wer­ben auch die Mit­glieder des Arbeit­skreis­es für Gesund­heit und Pflege für die Impfung.

Gle­ichzeit­ig hat die par­la­men­tarische Arbeit wieder Fahrt aufgenom­men. So haben wir uns in unser­er jüns­gten Auss­chuss­sitzung mit einem Antragspaket zu den medi­zinis­chen Ver­sorgungszen­tren beschäftigt. Die Pan­demie wird uns aber in den kom­menden Wochen dabei weit­er begleiten.

Ich wün­sche Ihnen eine inter­es­sante Lek­türe, freue mich auf ein Feed­back und grüße Sie herzlich

Medi­zinis­che Versorgungszentren

Ärztliche Entschei­dungs­frei­heit schützen
Mit geziel­ten Maß­nah­men will die CSU-Frak­­tion die Patien­ten­sicher­heit in inve­storenge­führten medi­zinis­chen Ver­sorgungszen­tren (MVZ) verbessern. Dazu wurde ein Antragspaket in den Land­tag einge­bracht und in der ver­gan­genen Sitzung des Auss­chuss­es für Gesund­heit und Pflege, ein­er Son­der­sitzung, beschlossen.

Konkret soll die Unab­hängigkeit ärztlich­er Entschei­dun­gen gegenüber wirtschaftlichen Inter­essen gestärkt, die Dachge­sellschaften der inve­storenge­führten medi­zinis­chen Ver­sorgungszen­tren trans­par­enter gemacht und eine Ober­gren­ze für die Zahl der dort angestell­ten Ärzte einge­führt werden.

Pressemit­teilung zum Thema

 

 

Präzi­sion­s­medi­zin im uni­ver­sitären Umfeld
Der Arbeitskreis Gesundheit und Pflege im Gespräch mit Universitätsmedizinern - von links:  Dr. Marcel Huber, Barbara Becker, Dr. Alexander Beck, Prof. Dr. Christian Stief, Prof. Dr. Jörg Tonn,   Prof. Dr. Markus M. Lerch, Bernhard Seidenath, Dr. Beate Merk, Landtagsvizepräsident Karl Freller, Tanja Schorer-Dremel und Martin Mittag. Foto: CSU-Fraktion

Der Arbeit­skreis Gesund­heit und Pflege im Gespräch mit Uni­ver­sitätsmedi­zin­ern — von links: Dr. Mar­cel Huber, Bar­bara Beck­er, Dr. Alexan­der Beck, Prof. Dr. Chris­t­ian Stief, Prof. Dr. Jörg Tonn, Prof. Dr. Markus M. Lerch, Bern­hard Sei­de­nath, Dr. Beate Merk, Land­tagsvizepräsi­dent Karl Freller, Tan­ja Schor­er-Dremel und Mar­tin Mit­tag. Foto: CSU-Fraktion

Neu­roonkolo­gie
Im Gespräch mit Pro­fes­sor Dr. med. Markus M. Lerch, Ärztlich­er Direk­tor des Klinikums Großhadern der Lud­wigs-Max­i­m­il­ian-Uni­ver­sität, wur­den die finanziellen Her­aus­forderun­gen ger­ade im Bere­ich der Uni­ver­sitätsmedi­zin deut­lich. Er erneuerte die Forderung der Uniklini­ka nach „Sys­temzuschlä­gen im Finanzierungssys­tem der Kranken­häuser“ für die uni­ver­sitären Max­i­malver­sorg­er, um die Leis­tun­gen der Uniklini­ka im Bere­ich der Patien­ten­ver­sorgung – hier wer­den ja ins­beson­dere die schw­er­wiegen­deren und damit in der Ver­sorgung und Behand­lung aufwändi­geren Fälle ver­sorgt — sachgerecht abzubilden.

Die neuen Möglichkeit­en in der Kreb­smedi­zin wur­den mit Prof. Dr. Jörg-Chris­t­ian Tonn, Direk­tor der Klinik für Neu­rochirurgie am Klinikum der LMU Cam­pus Großhadern, sowie mit Dr. Alexan­der Beck disku­tiert, der sich den bösar­ti­gen Gehirn­tu­moren im Kinde­salter ver­schrieben hat. Das dif­fuse intrin­sis­che Pon­s­gliom (DIPG) ist ein bösar­tiger Gehirn­tu­mor, der beson­ders im Kinde­salter auftritt. Die meis­ten Kinder ster­ben bere­its wenige Monate nach der Diag­nose. Das Ziel der Großhadern­er Arbeits­gruppe ist die Iden­ti­fizierung neuer Ther­a­pieop­tio­nen für Patien­ten mit bish­er unheil­baren Gehirntumoren.

Indi­vid­u­al­isierte Behandlung
Zu Gast im Landtag war Staatsministerin a.D., Prof. Dr. Marion Kiechle (vorne Mitte), Direktorin der Frauenklinik und Poliklinik der Technischen Universität München.

Zu Gast im Land­tag war Staatsmin­is­terin a.D., Prof. Dr. Mar­i­on Kiech­le (vorne Mitte), Direk­torin der Frauen­klinik und Polik­linik der Tech­nis­chen Uni­ver­sität München.

Geschlechtersen­si­ble Medizin
Quo vadis Medi­zin? Mit der per­son­al­isierten Medi­zin, im speziellen im Bere­ich der Kreb­smedi­zin, hat sich der Arbeit­skreis für Gesund­heit und Pflege im Rah­men sein­er Klausurta­gung auseinan­derge­set­zt und sich dabei auf Ini­tia­tive von Staatsmin­si­terin a.D. Dr. Beate Merk mit Prof. Dr. Mar­i­on Kiech­le, Direk­torin der Frauen­klinik und Polik­linik der Tech­nis­chen Uni­ver­sität München, aus­ge­tauscht. Zwar habe Bay­ern mit der Grün­dung des Bay­erischen Kreb­s­forschungszen­trums in der Forschung einen wichti­gen Impuls geset­zt, allerd­ings müsse auch ein Ver­sorgungskonzept fol­gen, um die Erken­nt­nisse auch den Pati­entin­nen und Patien­ten zu Gute kom­men zu lassen, so Kiechle.

Wün­schenswert wäre ein Rah­men­ver­trag zwis­chen Krankenkassen und Uni­ver­sität­sklini­ka, der auch die Vergü­tung regelt. Der AK Gesund­heit und Pflege sig­nal­isierte seine Unter­stützung: „Es prof­i­tieren die Men­schen, wenn die maßgeschnei­derte Ther­a­pie von Beginn an zum Ein­satz kommt – und nicht zunächst andere Ver­fahren aus­pro­biert wer­den müssen“, so stel­lvertre­tende Frak­tionsvor­sitzende, Tan­ja Schorer-Dremel.

Disku­tiert wurde auch die Impf­bere­itschaft, ins­beson­dere gegen Humane Papil­lomviren (HPV), die ursäch­lich für u.a. Gebär­mut­ter­hal­skrebs, aber auch an After oder Penis und in Mund und Rachen sind. „Wir brauchen hier mehr Infor­ma­tio­nen für die Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern“, so Kiechle.

Bern­hard Sei­de­nath, Vor­sitzen­der des Arbeit­skreis­es Gesund­heit und Pflege, schlug vor, dies ver­stärkt in der Impf­ber­atung in den U- und J‑Untersuchungen zu ver­ankern und die Infor­ma­tion darüber aber auch über die Schulen zu kom­mu­nizieren. Die Ständi­ge Impfkom­mis­sion (STIKO) emp­fiehlt die Imp­fung gegen HPV seit 2007 für Mäd­chen im Alter von 9 bis 14 Jahren und seit Juni 2018 auch für Jun­gen in diesem Alter.

Xeno-Trans­plan­ta­tion
 Prof. Dr. Dr. h.c. Bruno Reichart (4.v.l.) stellte seine Vision in Sachen Organspende vor.

Prof. Dr. Dr. h.c. Bruno Reichart (4.v.l.) stellte seine Vision in Sachen Organspende vor.

Organspende
Den Abschluss eines hochin­ter­es­san­ten Tags mit viel Ein­blick in die Arbeit der Medi­ziner­in­nen und Medi­zin­er bildete ein Gespräch mit Prof. Dr. Dr. h.c. Bruno Reichart, der Anfang der 80er-Jahre die ersten Herz­trans­plan­ta­tio­nen in Deutsch­land aus­ge­führt hat. Mit den Mit­teln der Xeno-Tran­s­­plan­­ta­­tion arbeit­et ein Forscherteam um ihn daran, Schweine­herzen gen­tech­nol­o­gisch so zu verän­dern, dass sie vom men­schlichen Kör­p­er angenom­men werden.

Die Deutsche Forschungs­ge­mein­schaft finanziert die Ver­suche ja aktuell sehr großzügig, aber um eine Pilot­studie durchzuführen, brauchen wir weit­ere finanzielle Mit­tel und ein Net­zw­erk, zu dem auch Kranken­häuser gehören“, so sein Wun­sch an die Mit­glieder des Land­tags – unter ihnen auch die stel­lvertre­tende AK-Vor­sitzende Dr. Beate Merk, Bar­bara Beck­er und Land­tagsvizepräsi­dent Karl Freller -, die auch hier ihre Unter­stützung signalisierten.

Eine Studie mit acht ter­mi­nal herz­erkrank­ten Patien­ten, die ab dem Jahr 2024 stat­tfind­en soll, kön­nte den Durch­bruch in der Herz­trans­plan­ta­tion­s­medi­zin bedeuten. Weltweit wür­den jährlich 4.000 Herzen für Organ­verpflanzun­gen benötigt, die auf diese Weise gewon­nen wer­den kön­nten. Im Inter­esse der betrof­fe­nen Pati­entin­nen und Patien­ten sowie deren Fam­i­lien müssen wir diese Option weit­er­ver­fol­gen“, erk­lärte Bern­hard Seidenath.

Am 27. Juli 2021 hat­te sich indes die Gesamt­gruppe des Bünd­niss­es für Organspende getrof­fen: virtuell, zu sein­er ins­ge­samt fün­ften Sitzung. Ziel des Bünd­niss­es ist es, dass sich möglichst alle Men­schen in Bay­ern Gedanken über ihre eigene Bere­itschaft zur Organspende machen, eine Entschei­dung tre­f­fen und diese möglichst — so oder so — in einem Organspendeausweis doku­men­tieren. Denn der “Tod auf der Warteliste” ist lei­der weit­er trau­rige Realität.

 

Psy­chi­a­trische Versorgung
Foto: CSU-Fraktion

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Psy­chisch-Kranken-Hil­fe-Gesetz
Der Bay­erische Lan­desver­band Psy­chi­a­trie-Erfahren­er e.V. hat seine Jahresta­gung in Pfaffenhofen/Ilm abge­hal­ten, eine Fach­ta­gung zu den neuen Krisen­di­en­sten sowie zu den gemein­de­na­hen unab­hängi­gen psy­chi­a­trischen Beschw­erdestellen machte den Auf­takt. Bern­hard Sei­de­nath kon­nte dabei die aktuelle Sit­u­a­tion und die Regelung durch das Bay­erische Psy­chisch-Kranken-Hil­fe-Gesetz (BayPsy­chKHG) darstellen. In ein­er Fish­bowl disku­tierten im Anschluss Andrea Vitzthum aus der Leit­stelle des Krisen­di­en­stes Ober­franken (auf dem Bild Zweite von rechts), Jens Schef­fel, Geschäfts­führer der Krisen­di­enst Oberp­falz gGmbH (links) und Bern­hard Sei­de­nath mit den Teil­nehmerin­nen und Teil­nehmern, unnachahm­lich mod­eriert durch Mar­ti­na Heland-Graef (Zweite von links).

Sei­de­nath zeigte sich dabei sehr froh, dass „wir uns mit dem Psy­chKHG auf den Weg Rich­tung Entstig­ma­tisierung psy­chi­a­trisch­er Erkrankun­gen gemacht und die Hil­fen für die Betrof­fe­nen in den Mit­telpunkt gerückt haben“. Damit sei eine gute und wichtige Entwick­lung ein­geleit­et wor­den. „Gut ist, dass es seit 1. Juli über­all in Bay­ern psy­chi­a­trische Krisen­di­en­ste mit mobilen Aus­rück-Teams gibt. Die Num­mer 0800/655 3000 sollte so selb­stver­ständlich gewählt wer­den wie die 110 oder 112!“

Am 12. Okto­ber 2021 wird von 13:30 bis 15:30 Uhr im Bay­erischen Land­tag eine Anhörung zum Psy­chKHG stat­tfind­en — mit ein­er ersten Bilanz des neuen Geset­zes, das – nach Sei­de­naths Ein­schätzung — das „leg­is­la­torische Filet­stück der let­zten Land­­tags-Wahlpe­ri­ode“ war.

Health Care Bayern
Foto: CSU-Fraktion

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Emmi Zeul­ner gewählt
Her­zlichen Glück­wun­sch an Emmi Zeul­ner (im Bild rechts) zu ihrer Wahl zur neuen Vor­sitzen­den von Health Care Bay­ern! In der Mit­gliederver­samm­lung in München wurde die Bun­destagsab­ge­ord­nete mit großer Mehrheit zur Nach­fol­gerin von Bar­bara Stamm gewählt. Health Care Bay­ern ist ein Vere­in mit inzwis­chen 432 Mit­gliedern, der sich um die Weit­er­en­twick­lung der Gesund­heits- und Pflege­poli­tik in Bay­ern und Deutsch­land küm­mert. Die Exper­tise und die Ideen der Leis­tungser­bringer an der Basis sollen direkt in die Bun­des- und Lan­despoli­tik einfließen.

Covid 19-Gene­sene
Foto: CSU-Fraktion

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CSU-Frak­­tion für Antikör­pertests und indi­vidu­ellere Impfungen
Kosten­freie Antikör­pertests für Coro­­na-Gene­sene – dafür haben wir uns per Dringlichkeit­santrag in der Ple­nar­sitzung am 29.09.2021 einge­set­zt. Ziel ist es, flex­i­blere und ziel­gerichtete Imp­fun­gen für alle zu ermöglichen, die bere­its an Covid-19 erkrankt waren oder einen pos­i­tiv­en PCR-Test hat­ten. Mit dem Dringlichkeit­santrag set­zen wir uns dafür ein, dass die Kosten für diese Tests über­nom­men wer­den und zudem wis­senschaftliche Unter­suchun­gen gemacht wer­den, die Klarheit schaf­fen, bei welchem Antikör­per­w­ert Immun­schutz beste­ht. Antikör­pertests kön­nen auch für die Auf­frischungsimp­fun­gen wichtig wer­den, um den richti­gen Zeit­punkt zu erkennen.

Zur Rede von Dr. Mar­cel Huber, MdL
Zum Dringlichkeit­santrag

Besuch der Münch­n­er Aids-Hilfe
Foto: CSU-Fraktion

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Infor­ma­tion über Unterstützungsangebote
Die Sozial- und Gesund­heit­spoli­tik­er der CSU-Land­­tags­frak­­tion haben sich mit der Münch­n­er Aids-Hil­fe über deren Unter­stützungs- und Sen­si­bil­isierungsange­bote im Zusam­men­hang mit HIV und Aids aus­ge­tauscht. Mehr Aufmerk­samkeit für HIV – das ist Bern­hard Sei­de­nath, unserem gesund­heit­spoli­tis­chen Sprech­er, beson­ders wichtig: „Die Krankheit gerät lei­der immer mehr in Vergessen­heit. Die Fal­lzahlen sind kon­stant, aber keineswegs rück­läu­fig. Die Aid­shil­fe ist hier­für ein wichtiger Partner.“

Die Münch­n­er Aids-Hil­fe ist neben vie­len anderen auch ein ver­lässlich­er Part­ner bei der Fort­bil­dung von Fachkräften im Rah­men der bay­ern­weit­en Ver­net­zungsplat­tform für LSB­­TIQ-Per­­so­n­en. Diese Ver­net­zungsplat­tform geht auch auf einen Antrag der CSU-Frak­­tion zurück. Sie ver­net­zt und fördert Unter­stützungsange­bote für LSB­­TIQ-Per­­so­n­en, ihre Fam­i­lien und das soziale Umfeld sowie für Fachkräfte im sozialen Bereich.
Zum Antrag