Regionalisierung und Manipulationsbremse im Morbi-RSA



Landrat Stefan Löwl war es anzumerken: Engagiert und mit viel Detailwissen diskutierte er mit Manfred Weber, dem Vorsitzenden der EVP-Fraktion im Europaparlament, mit dem Ziel, die Position der Kommunen auf europäischer Ebene zu stärken: „Europa muss man leben und das geht am Besten auf kommunaler Ebene im persönlichen Kontakt“, sagte Löwl gleich zu Beginn.
Einleitend hatte CSU-Kreisvorsitzender Bernhard Seidenath die Brücke von den Kommunalwahlen am 15. März 2020 zur letzten Europawahl am 26. Mai 2019 geschlagen: „Viele sagen mir, dass sie sich nach den Europawahlen hinter die Fichte geführt fühlen und nicht mehr wählen wollten, weil Du, lieber Manfred, nicht Kommissionspräsident geworden bist. Nicht nur den Wählerinnen und Wählern und der CSU, sondern auch Dir ganz persönlich ist dabei übel mitgespielt worden!“, erklärte Seidenath unter dem Beifall der mehr als 200 Gäste an und fügte hinzu: „Diese Entwicklung sollte allen Ansporn sein, erst recht wieder zur Wahl zu gehen. Die CSU ist dabei die einzige Partei, die auf allen Ebenen Einfluss hat und vernetzt ist: in Europa, in Bund und Land, im Bezirk, im Landkreis und in den Kommunen.“
Manfred Weber warb dabei für Europa als Friedensprojekt. Zudem kündigte er an, dass sich das Europaparlament nachhaltig mit dem Klimawandel auseinander setzen werde. Die Wirtschaftskraft Europas sei die größte. Man müsse das nutzen und dürfe bei Innovationen und deren Markteinführung nicht das Feld den USA und China überlassen. „Wenn die Energiewende gelingen soll, müsse Europa diese Innovationen selbst voranbringen, sonst mache man sich abhängig“, so Weber. Vor allem müsse das schneller gehen, weswegen das Einstimmigkeitsprinzip unter allen EU-Mitgliedsstaaten, so wie es heute ausgestaltet ist, zu hinterfragen sei.
Auf dem Podium mit Weber, Löwl und Dachaus OB-Kandidat Peter Strauch ging es aber auch um mehr Einfluss der Kommunen. Zwar gibt es einen Rat der Regionen, aber der ist auf Länderebene organisiert, so dass viele Anliegen von Städten und Gemeinden in den entscheidenden Gremien auf EU-Ebene nicht immer präsent sind. Stefanie Burgmair, Vorsitzende der CSU-Kreistagsfraktion, welche die Veranstaltung im Wörmann-Anhängerzentrum in Hebertshausen moderierte, hakte hier nach und forderte mehr Rechte für die kommunale Selbstverwaltung ein. Aber auch die positiven Seiten Europas kamen zur Sprache. So erfuhren die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, dass das Jugendzentrum in Hebertshausen mit 160.000 Euro EU-Geldern gefördert wurde. Was dem Landrat nach wie vor nicht gefällt: „Es dauert mind. 26 Monate bis eine Buslinie in Betrieb gehen kann, wenn sie europaweit ausgeschrieben werden muss“. Manfred Weber brachte dazu ins Gespräch, die sogenannten EU-Schwellenwerte, ab denen europaweit auszuschreiben ist, deutlich anzuheben wenn es um lokale Daseinsvorsorge geht.
Heute ist ein wichtiger Tag für die Stadt Dachau, den gesamten Landkreis Dachau und die KZ-Gedenkstätte Dachau: letztere wird zu einem europäischen Mahn‑, Gedenk- und Erinnerungsort aufgewertet, von dem aus klar und deutlich die Botschaft des „Nie wieder!“ in die gesamte Welt getragen wird. Der Bayerische Ministerrat hat sich heute mit der Gedenk- und Erinnerungsarbeit befasst und wichtige Entscheidungen getroffen. In dem Beschluss heißt es wörtlich: „Von besonderem Interesse für die Weltöffentlichkeit ist die KZ-Gedenkstätte Dachau als zentraler Opferort. Mit der Neugestaltung der Ausstellungen, Maßnahmen der Sanierung und unter Einbezug bislang nicht berücksichtigter Teile des historischen Areals soll ein europäischer Gedenk- und Erinnerungsort entstehen, an dem die Gesamtgeschichte der Konzentrationslager in einzigartiger Weise aufgearbeitet und ihrer Opfer gedacht wird.“ Den Wortlaut des Berichts aus dem Ministerrats habe ich dieser Mail beigelegt.
Mit diesem angekündigten großen Wurf für die KZ-Gedenkstätte Dachau greift der Ministerrat die Forderungen auf, die lokale Mandatsträger – MdB Katrin Staffler, Landrat Stefan Löwl, Stadtrat Peter Strauch, CSU-Ortsvorsitzender Tobias Stephan und ich – am Ende des vergangenen Jahres erhoben haben. Auch diese Pressemitteilung lege ich dieser Mail noch einmal bei.
In ihr hatte ich formuliert: „Um dem Anspruch, laut für das „Nie wieder!“ zu stehen, gerecht zu bleiben und diese Botschaft weiterhin und verstärkt zu senden, bedarf es hoher Investitionen. Wenn die Zeitzeugen aus Fleisch und Blut einmal nicht mehr sein werden, werden die Zeitzeugen aus Stein umso wichtiger. Rund eine Million Menschen besuchen Jahr für Jahr die KZ-Gedenkstätte Dachau. Nur Schloss Neuschwanstein und das Deutsche Museum in München haben in Bayern mehr Besucher. Dies ist Anspruch und Verpflichtung zugleich, in pädagogisch wertvoller Weise eingängliche Informationen über den beispiellosen Tabubruch zu liefern, der sich hier ereignet hat. Um allen Ansprüchen gerecht zu werden, braucht die Gedenkstätte zusätzliche Seminarräume. Hierzu sollten Gebäude, die bisher von der Bayerischen Bereitschaftspolizei genutzt werden und an die Gedenkstätte angrenzen, in diese einbezogen werden. Die nachgebauten Baracken sind schon deutlich in die Jahre gekommen. Auch das Areal des so genannten Kräutergartens muss mittel- bis langfristig für die pädagogische Arbeit nutzbar gemacht werden. Wir brauchen ein tragfähiges Zukunftskonzept und müssen dieses dann Schritt für Schritt umsetzen. Alles in allem sprechen wir hier von einem Investitionsbedarf in dreistelliger Millionenhöhe. Dazu gehört auch die Verstärkung der wissenschaftlichen Seite. In Dachau sollte sich eine Dependance der Ludwig-Maximilians-Universität München ansiedeln – zur weiteren Intensivierung von Forschung und pädagogischer Arbeit. Weil es im Landkreis Dachau bisher keinerlei universitäre Einrichtungen gibt, wäre dies ein deutliches Signal.“
Nach dem heutigen Beschluss des Ministerrats sind wir diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen. Die Maßnahmen müssen nun mit Geld unterlegt werden. Dazu kommt es auch darauf an, die Holländerhalle in einer denkmalschützerisch tragbaren Weise zu erhalten und in die künftige Nutzung einzubeziehen. Auch bedarf das Gebäude der wichtigen Dachauer Prozesse verstärkter Aufmerksamkeit. Im 75. Jahr nach dem Ende der nationalsozialistischen Gewalt- und Schreckensherrschaft ist dies von höchster pädagogischer und staatstheoretischer Bedeutung. Das Konzentrationslager Dachau als Paradigma für das Schinden von Menschen muss im Mittelpunkt dieser Anstrengungen stehen. Dafür werde ich weiter streiten – nun mit dem heutigen Ministerratsbeschluss im Rücken.
Seidenath wendet sich an Deutsche Bahn — Attraktivität der Bahn weiter steigern
„Wenn ich mir die Entsorgungskosten für ein Schrottauto sparen wollte, ohne belangt zu werden, würde ich es am Dachauer Bahnhof auf dem Grund der Deutschen Bahn abstellen. Dort passiert dann monatelang gar nichts.“ Mit diesen Worten bittet der Dachauer Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath die Verantwortlichen der Deutschen Bahn eindringlich, nicht zugelassene Fahrzeuge vom Park-and-Ride-Parkplatz am Dachauer Bahnhof zu entfernen. Seit August bemüht sich Seidenath, einen dort abgestellten BMW, der nicht mehr zugelassen ist, weg zu bekommen. Dabei komme er sich vor wie „Karl Valentins legendärer Buchbinder Wanninger“. „Diese Zustände sind untragbar! Und eine große Belastung für die Pendler, die jeden Werktag-Morgen ab etwa 8 Uhr am Dachauer Bahnhof erfolglos einen Parkplatz suchen“, erklärte Seidenath.
Elf Minuten aus Dachau nach München von Zentrum zu Zentrum: Das schaffe, so Seidenath, kein anderes Verkehrsmittel. Schon gar nicht in den Hauptverkehrszeiten. Der limitierende Faktor, auf die Bahn umzusteigen, seien werktags an Vormittagen aber nicht die vollen Züge: „Nein. Wer mit dem Auto zum Bahnhof fährt, findet dort ab 8 Uhr schlicht keinen Parkplatz mehr. Und wer einmal fünf Minuten oder länger erfolglos nach einem Parkplatz gesucht hat, fährt dann regelmäßig gleich mit dem Auto weiter nach München. Die Parkplätze sind also der Hebel, um mehr Menschen zum Umsteigen auf die Bahn zu bewegen. Eine kleine und kostengünstige Maßnahme ist es hier, abgemeldete Autos zu entfernen, die diese kostbaren Parkplätze dauerhaft blockieren“, schreibt Seidenath und fügt hinzu: „Sie sind dafür verantwortlich, denn auf Ihrem Privatgrund sind allen anderen die Hände gebunden.“
Stein des Anstoßes ist ein 3er BMW Kombi, der Seidenath erstmals im August auffiel. Seither geschah, trotz allen Bemühens: nichts. Zwei Fotos – vom 21.8. und vom 22.12. – legte Seidenath deshalb seinem Schreiben an die Bahn bei. Der schnelle Betrachter erkennt keinen Unterschied. Seidenath fordert die Bahn deshalb auf, „weiteren solchen Fällen – bereits aktuellen und künftigen – dadurch vorzubeugen, dass bitte innerhalb des DB-Konzerns endlich ein Problembewusstsein und in der Folge Strukturen geschaffen werden, die eine zweckwidrige Verwendung der kostbaren P&R‑Parkplätze ausschließen.“
Seidenath, Löwl, Staffler und Obesser danken den Pflegekräften in den Kliniken Dachau und Indersdorf und im Pro Seniore-Wohnpark Ebersbach, dem Personal der Indersdorfer Rettungswache sowie der Polizei für ihren Dienst für die Gemeinschaft
„Für ihren so wichtigen Dienst für die Gemeinschaft“ haben Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath, Landrat Stefan Löwl und Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler am heutigen Heiligabend all denen gedankt, die sich Tag und Nacht, werktags wie sonn- oder feiertags für das soziale Miteinander und die Sicherheit in unserem Landkreis einsetzen. Zum insgesamt zwölften Mal seit 2008 überbrachte Seidenath am Nachmittag des 24. Dezember im Namen aller 150.000 Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Dachau denjenigen, die auch am Heiligabend nicht bei ihren Familien feiern, sondern statt dessen für alle da sind, weihnachtliche Präsente – in diesem Jahr den Pflegerinnen und Pflegern in den Kliniken Dachau und Indersdorf sowie im Pro Seniore-Wohnpark Ebersbach, dem Personal der Indersdorfer Rettungswache sowie den Polizistinnen und Polizisten in der Polizeiinspektion (PI) Dachau. Neben Stefan Löwl und Katrin Staffler hatten sich Seidenath in diesem Jahr bei den Besuchen in Markt Indersdorf auch wieder Bürgermeister Franz Obesser und Indersdorfs CSU-Ortsvorsitzender Jörg Westermair angeschlossen. In den Kliniken wurden die Mandatsträger auch 2019 von Klinik-Geschäftsführer Gerd Koslowski (übrigens an seinem eigenen Geburtstag), vom Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Hjalmar Hagedorn sowie von der neuen Pflegedirektorin Gesa Breckweg begleitet.
„Wir alle können froh sein, dass es Menschen gibt, die rund um die Uhr für alle anderen da sind. An Heiligabend wird dies besonders sichtbar. Deshalb ist dies auch ein sehr guter Tag, um ‚Vergelt´s Gott“ zu sagen“, betonte Seidenath im Namen aller Mitbesucher. Höhepunkt war die kleine Natascha, die eine Stunde vor dem Besuch im Klinikum Dachau via Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickt hatte. In der Polizeiinspektion (PI) konnte Stadtrat Peter Strauch die gute Nachricht verkünden, dass der Bebauungsplan für den Neubau der PI auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei voraussichtlich im I. Quartal 2020 bestandskräftig wird – und es in der Folge losgehen kann.

Klinikum Dachau- zeigt (von links) Bernhard Seidenath, die Pflegekräfte Liliana, Milos, Gizela und Conny (leider verdeckt), Stefan Löwl, Gesa Breckweg, Benno und Gerd Koslowski, Prof. Dr. Hagedorn und Oberarzt Dr. Armin Parzhofer auf Station C 1–01 im 1. Stock des Klinikums Dachau.

Rettungswache Indersdorf — zeigt (von links) Gesa Breckweg, Elias und Jörg Westermair, Katrin Staffler, Stefan Löwl, Notärztin Sabine Enders, Kai Neumayer, Agnes Dittmann, Philipp Schmied, Conny Dawid, Markus Schober, Frank Laumann (HvO Hilgertshausen), Bernhard Seidenath, Gerd Koslowski, Prof. Dr. Hjalmar Hagedorn, Benno Koslowski, Dr. Björn Johnson und Franz Obesser.

Klinikum Indersdorf EG — zeigt (von links) Franz Obesser, Prof. Dr. Hjalmar Hagedorn, Jörg Westermair, Birgitta Huber, Gesa Breckweg, Elias Westermair, Gerd Koslowski, Funktionsleitung Daniela Aps, Katrin Staffler, Stefan Löwl, Benno Koslowski, Bernhard Seidenath und Familie Johnson in der Nothilfe des Indersdorfer Krankenhauses.

Klinikum Indersdorf OG – zeigt die Besucherinnen und Besucher mit dem Reha-Team – den Gesundheits- und Krankenpflegern – vom 1. Stock des Krankenhauses Indersdorf.

Pro Seniore Ebersbach – zeigt (von links) Bernhard Seidenath, Selime Jeneli, Fadila Banjic, Rusmin Mehmedovic, Katrin Staffler und Sophia Antl.

Polizei Dachau — zeigt (von links) den Vertreter des PI-Leiters Björn Scheid, Tobias Stephan und Peter Strauch mit den diensthabenden Beamtinnen und Beamten im Innenhof der PI Dachau.
Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag setzt sich dafür ein, dass die Versorgung mit Arzneimitteln und Medikamenten in Deutschland künftig besser gewährleistet ist. In einem Antrag, der im kommenden Jahr im Gesundheitsausschuss behandelt und heute in den Landtag eingebracht wurde, wird die Staatsregierung aufgefordert, sich für Maßnahmen zur Versorgungssicherheit einzusetzen. Ziel ist es hierbei auch, die Produktion von Arzneimitteln und wesentlichen Wirkstoffen wieder nach Deutschland und in die EU-Nachbarländer zurückzuholen. Auch eine Expertenanhörung zu den Ursachen der aktuellen Lieferengpässe soll durchgeführt werden.
Dazu sagt Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses und gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion:
„Gerade in einem Land wie Deutschland ist es nicht nachvollziehbar, dass es nun immer häufiger zu Lieferengpässen kommt. Das ist ein Alarmsignal. Das darf nicht sein. Denn hier geht es um die Sicherheit für die Patienten.“
Aktuell hat sich laut Bundesverband Deutscher Apothekerverbände (ABDA) die Zahl der nicht verfügbaren Medikamente, für die es Verträge zwischen Herstellern und Krankenkassen gibt, drastisch erhöht. 2017 waren dies 4,7 Millionen Packungen, 2018 9,3 Millionen und im ersten Halbjahr 2019 bereits 7,2 Millionen Packungen. Darunter sind auch häufig eingesetzte Arzneimittel wie Ibuprofen, Antibiotika oder Krebsmedikamente. Dazu Seidenath:
„Mir ist wichtig, dass wir das Thema Versorgungssicherheit auch in den aktuell angestoßenen Pharmadialog zwischen Gesundheits- und Wirtschaftsministerium auf Landesebene einbringen. Dabei darf es keine Denkverbote geben. So könnte in den Verträgen zwischen Krankenkassen und Arzneimittelherstellern künftig auch eine Lieferverpflichtung für Pharmaunternehmen enthalten sein.“
Die CSU-Kreistagsfraktion möchte dem plötzlichen Herztod auch im Landkreis Dachau wirksam vorbeugen und so Leben retten. Deshalb fordert die CSU, dass der Landkreis seine eigenen öffentlich zugänglichen Einrichtungen – das Landratsamt und die Wertstoffhöfe im Landkreis – jeweils mit einem Defibrillator ausstattet.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bernhard Seidenath, der im Landtag auch Vorsitzender des Gesundheitsausschusses ist, erläutert hierzu: „Pro Jahr sterben in Deutschland rund 150.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Auf den Landkreis Dachau heruntergebrochen sind dies jährlich knapp 300 Menschen. Bei 85 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt anfangs ein Kammerflimmern vor. Ein Defibrillator kann diese elektrisch kreisende Erregung im Herzen durch gleichzeitige Stimulation von mindestens 70 Prozent aller Herzmuskelzellen unterbrechen. Deshalb ist es wünschenswert, weitere Defibrillatoren im Landkreis Dachau zu installieren.“
Die Herzdruckmassage sei zwar das erste und wichtigste Mittel der Wahl. Ergänzend leiste ein Defibrillator hier aber gute und wichtige Dienste. Vor allem müsse schnell gehandelt werden: im Falle eines Herzstillstands sinke die Überlebenswahrscheinlichkeit nämlich pro Minute um zehn Prozent.
„Die Defibrillatoren sollten auch außerhalb der Öffnungszeiten der Einrichtungen zugänglich sein“, betonten die beiden Fraktionsvorsitzenden Stephanie Burgmaier und Wolfgang Offenbeck. Die Kosten für geschätzte 20 zusätzliche Defibrillatoren im Landkreis beliefen sich auf rund 25.000 Euro. Hinzu kämen – nicht näher bezifferbare, aber deutlich geringere — Kosten für die Wartung der Geräte.
Auf Antrag der CSU-Landtagsfraktion hat der Bayerische Landtag im Staatshaushalt für das Jahr 2019 für die Verbesserung der Defibrillatoren-Ausstattung in Bayern, insbesondere durch die Beschaffung von Defibrillatoren sowie die Machbarkeitsprüfung eines Defibrillatoren-Katasters, eine Summe von 500.000 Euro ausgewiesen. Geplant ist, dass die Gesundheitsregionen Plus die Anzahl, die Standorte und den Betriebszustand von Defibrillatoren in ihrem Bereich erheben und dabei auch Stellen identifizieren, die sich am besten für die Installation weiterer Defibrillatoren eignen. Die Gesundheitsregion Plus Dachau wurde dabei vom Bayerischen Innenministerium als Pilot- und Testregion ausgewählt.
Bei ihrem Antrittsbesuch bei der CSU-Fraktion hat die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, Bayerns Vorreiterrolle bei der Suchtbekämpfung herausgestellt. Besonderes Augenmerk bekam dabei das sogenannte Naloxon-Projekt. Dabei können sich zum Beispiel Angehörige schulen lassen, wie sie mit dem Einsatz von Naloxon-Nasenspray Drogensüchtige vor dem Tod durch eine Überdosis retten können. Bislang durfte das Medikament aber nur von Ärzten angewandt werden.
Dazu erklärt der Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Pflege, Bernhard Seidenath:
„Jeder Drogentote ist einer zu viel. Hilfe für Suchtkranke wird in Bayern groß geschrieben. Unser Ziel ist die Betreuung und Aufklärung von Süchtigen. In Bayern sind wir mit vielen Maßnahmen, besonders im Bereich der Naloxon-Behandlung, bereits auf einem guten Weg.“
„Die beste Prävention ist nachweislich eine wohnortnahe ärztliche Substitutionsbehandlung. Wir haben uns bereits erfolgreich dafür eingesetzt, die Rechtssicherheit für Ärzte zu stärken. Jetzt geht es auch darum , noch mehr Ärzte, besonders in der Fläche dafür zu gewinnen. Nur so gelingt eine wirksame Behandlung der Süchtigen“.
„Die Suchtprävention ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Bayern ist mit seinem Modellprojekt Vorreiter in ganz Deutschland. Wir wollen prüfen ob aus dieser Testphase ein bundesweit ständiges Angebot werden kann“, sagt die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig.
„In seiner heutigen Sitzung hat der Stiftungsrat der Bayerischen Landesstiftung insgesamt 25.000 Euro für die Sanierung zweier Baudenkmäler im Landkreis Dachau bewilligt.“ Dies gab der Dachauer Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath heute bekannt.
In beiden Fällen hatten private Eigentümer den Zuschuss seitens der Bayerischen Landesstiftung beantragt. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat sich den Stellungnahmen des Landesamts für Denkmalpflege angeschlossen und misst den beiden Baudenkmälern jeweils eine ortsbildprägende Eigenschaft sowie regionale Bedeutung bei.
So fördert die Landesstiftung die Sanierung eines Anwesens in der Ludwig-Dill-Straße in Dachau mit einem Zuschuss in Höhe von 24.000 Euro. Dies entspricht 8,5 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von 281.000 Euro. Weiterer Zuschussgeber ist der Bezirk Oberbayern — in Höhe von 40.000 Euro. Der Rest der alles in allem knapp zweieinhalb Millionen Euro teuren Baumaßnahme – 2.237.000 Euro – finanziert der private Eigentümer aus Eigenmitteln.
Darüber hinaus fördert die Landesstiftung mit einem Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro die Außensanierung eines Anwesens in Westerndorf in der Gemeinde Haimhausen. Auch diesem – ebenfalls in privatem Eigentum stehenden — Gebäude hat das Landesamt für Denkmalpflege eine regionale Bedeutung bescheinigt. Die Gesamtsanierungskosten betragen in diesem Fall 22.700 Euro.
„Für den Finanzierungsbeitrag seitens der Bayerischen Landesstiftung bin ich außerordentlich dankbar. Die Zuschüsse der Landesstiftung leisten einen wichtigen Beitrag dazu, unser bauliches Erbe für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Sie sind auch Motivation für die Eigentümer, ihre Denkmäler zu pflegen“, erklärte Seidenath.

OB Kandidat Peter Strauch mit Dr. Markus Söder, Ilse Aigner und Bernhard Seidenath
Der CSU-Kreisverband Dachau hat auf dem CSU-Parteitag Zeichen für mehr und besseren Radverkehr gesetzt. Am Freitag stimmte der Parteitag mit großer Mehrheit dem Antrag von Stefan Löwl, Bernhard Seidenath und der übrigen Dachauer Delegierten zu, dass künftig in einem Bayerischen Radwege- oder Radverkehrsgesetz die Zuständigkeiten für die Planung sowie den Bau und Unterhalt von überörtlich relevanten Radwegen sowie Radschnellwegen neu festgelegt und darin auch die notwendigen Planungs- und Finanzierungsinstrumente festgeschrieben werden sollen. Die glatte Zustimmung kam überraschend, da das Votum der CSU-Antragskommission lediglich auf „Überweisung an die CSU-Landtagsfraktion“ gelautet hatte. Durch einen engagierten Wortbeitrag überzeugte Landrat Stefan Löwl aber die Delegierten von der Idee aus Dachau.
„Die Zuständigkeit für überörtlich relevante Radwege soll künftig bei den Landkreisen bzw. kreisfreien Städten liegen, die für Radschnellwege beim Freistaat“, erläuterte CSU-Kreisvorsitzender Bernhard Seidenath. Beide Radverkehrsinfrastrukturmaßnahmen sollen gegebenenfalls im Wege der Planfeststellung realisiert werden können.
Die Dachauer Parteitagsdelegierten, zu denen neben Seidenath und Löwl unter anderem auch Claudia Kops, Michael Putterer, Christian Blatt, Florian Schiller, Günter Fuchs und Tobias Stephan gehörten (siehe von links auf dem beiliegenden Foto mit dem EVP-Fraktionsvorsitzenden im Europaparlament, Manfred Weber), sind davon überzeugt, dass der Radverkehr zur Lösung der Klima- und Verkehrsprobleme zukünftig ein stärkeres Gewicht im Verkehrsmix erhalten muss: „Der Ausbau der Radinfrastruktur ist eine wichtige Voraussetzung für einen neuen Modal Split der verschiedenen Verkehrsarten. Ich freue mich daher auch sehr über die Unterstützung zahlreicher Landratskollegen aus ganz Bayern für unser wichtiges Anliegen“, erklärte Stefan Löwl nach der Abstimmung. Nach Seidenaths Worten hat der Dachauer Vorschlag nicht nur in den Großstädten, sondern auch in den Verdichtungsräumen sowie im ländlichen Raum Bedeutung. „Berücksichtigt werden muss zudem, dass sich aufgrund technischer Entwicklungen wie eBike oder eScooter nicht nur die Reichweite, sondern auch die Geschwindigkeit der Radverkehre deutlich steigern wird. Um diesen (technischen) Möglichkeiten sowie der grundsätzlichen Bereitschaft bei vielen Bürgerinnen und Bürgern zum Umstieg auf den Radverkehr Rechnung zu tragen, bedarf es einer passenden Radverkehrsinfrastruktur“, erläuterte der Landtagsabgeordnete.
Ein zweiter Dachauer Antrag zum Radverkehr wurde vom Parteitag zur weiteren Behandlung an die CSU-Landtagsfraktion überwiesen: Nach dem Willen des CSU-Kreisverbands Dachau soll diese eine gesetzliche Grundlage zum erleichterten Grunderwerb für den Bau von Geh- und Radwegen außerhalb geschlossener Ortschaften schaffen.
Insgesamt hatte der CSU-Kreisverband Dachau – nach intensiven Beratungen im Kreisvorstand — neun Anträge zu den unterschiedlichsten Themen in den Parteitag eingebracht. Aus Zeitgründen behandelt wurden nur die zwei Anträge zum Radverkehr sowie ein weltpolitischer: Die CSU-Europagruppe im Europäischen Parlament und die CSU-Landesgruppe im Bundestag wurden in diesem von Claudia Kops und Bernhard Seidenath aufgefordert, im Rahmen der jeweils nächsten Haushaltsberatungen auf Regelungen analog zum US-amerikanischen “Taylor Force Act“ hinzuwirken, um unmittelbare Unterstützungen für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) von der Einstellung der sog. “Märtyrerrenten“ abhängig zu machen. Auch dieser Antrag fand bei den Parteitagsdelegierten Rückhalt und Unterstützung: Die CSU-Europagruppe und die CSU-Landesgruppe wurden „gebeten, zu prüfen, wie den Intentionen der Antragsteller am besten Rechnung getragen werden kann.“
Nach dem Willen der CSU sollen Paare mit unerfülltem Kinderwunsch in Bayern finanzielle Unterstützung für Kinderwunschbehandlungen bekommen. Dazu soll der Freistaat ein eigenes Förderprogramm auflegen und damit auch die Bundesförderung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion für Paare in Bayern zugänglich machen. Den entsprechenden Antrag wird die CSU-Fraktion in den Landtag einbringen.
Aktuell stellt der Bund finanzielle Hilfen für Kinderwunschbehandlungen bereit – allerdings unter dem Vorbehalt, dass das jeweilige Bundesland, in dem ein betroffenes Paar seinen Wohnsitz hat, ein eigenes Landesprogramm zur Förderung von Kinderwunschbehandlungen auflegt. Für den Freistaat ist dabei mit Kosten von rund 5,8 Millionen Euro pro Jahr zu rechnen. Diese Summe soll ab dem Haushaltsjahr 2020 zur Verfügung gestellt werden.
„Die Chance auf ein Wunschkind darf nicht von den finanziellen Möglichkeiten abhängen. Die Kosten für Kinderwunschbehandlungen stellen vor allem Familien mit kleineren Einkommen vor enorme Schwierigkeiten, da die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nur 50 Prozent der Kosten übernehmen. Deshalb wollen wir die Paare bei der Behandlung künftig bezuschussen“, sagt Thomas Huber, der familienpolitische Sprecher der CSU-Fraktion.
„Eine Kinderwunschbehandlung ist für manche Paare die einzige Chance, ein leibliches Kind zu bekommen. Wir werden Paare mit unerfülltem Kinderwunsch daher künftig bei der Diagnostik und Therapie und somit beim Kinderkriegen finanziell unter die Arme greifen“, so Bernhard Seidenath, der gesundheitspolitische Sprecher der CSU-Fraktion. „Das ist eine wichtige Leistung, die bei den Familien ankommt. Nach der Änderung des Rechts der Gesetzlichen Krankenversicherungen im Jahr 2004 ist die Zahl der nach künstlicher Befruchtung geborenen Kinder in Deutschland von 17.000 auf 8.000 zurückgegangen. Wir haben die berechtigte Hoffnung, dass die Zahlen nun wieder steigen werden.“
Nach der Expertenanhörung heute im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags zum Thema: „Erfolgversprechende Wege zur Erhöhung der Impfraten, insbesondere bei Masern“ erklärt Bernhard Seidenath, der gesundheitspolitische Sprecher der CSU-Fraktion und Ausschussvorsitzende:
„Die Anhörung hat gezeigt: Eine Impfpflicht ist nicht der richtige Weg! Die vom Bundesgesetzgeber geplante Impfnachweispflicht hat dagegen durchaus Sympathien erhalten. Alle waren sich dagegen einig: Durch Aufklärung und individualisierte Impfberatung können wir am meisten erreichen.
Wir sind ja bereits jetzt nah dran. Bei der ersten Masernimpfung haben wir mit einer Impfquote von circa 96 Prozent bereits Herdenschutz erreicht. Bei der zweiten Impfung fehlen nur drei Prozent zu den notwendigen 95 Prozent. Mit Aufklärungskampagnen und persönlicher Ansprache etwa durch Ärzte und Hebammen oder auch Apotheker wollen wir diese noch herauskitzeln. Freiwilligkeit ist besser als Zwang. Eine Impfpflicht würde die zweifelnden Menschen nur weiter abschrecken. Ein sehr guter Weg, die Impfraten zu erhöhen: die Impfberatung in Apotheken. Ein solches Modellprojekt wollen wir als CSU-Fraktion auf den Weg bringen.
Wichtig ist auch beim Thema Impfen: Es muss uns endlich gelingen, die Chancen der Digitalisierung besser zu nutzen. In diesem Punkt geht der Gesetzentwurf der Bundesregierung den richtigen Weg. Als Ausschussvorsitzender für Gesundheit danke ich den Experten für den umfangreichen Input. Unabhängig von der Frage Impfpflicht: Impfen ist die beste Präventionsmaßnahme. Deshalb muss es uns gelingen, die Menschen davon besser zu überzeugen.“
Anlässlich der Eröffnung der neu gegründeten Augsburger Medizinfakultät macht sich die CSU-Fraktion für einen weiteren Ausbau der Studienplätze für Medizin im gesamten Bundesgebiet stark. Bayern geht hier nach Ansicht des gesundheitspolitischen Sprechers der CSU-Fraktion, Bernhard Seidenath, mit gutem Bespiel voran. So können in Augsburg ab dem 14. Oktober erstmals 84 Studierende im Fach Medizin starten, die Plätze werden dann sukzessive auf 250 pro Jahr aufgestockt. Auch am Standort Erlangen/ Bayreuth wird es im kommenden Wintersemester 100 zusätzliche Studienplätze geben.
„Nachdem Bayern hier seine Hausaufgaben wirklich macht, fordern wir, dass auch die anderen Bundesländer mehr Medizinstudienplätze schaffen“, sagt Bernhard Seidenath.
„Denn aktuell ist der sich immer weiter verschärfende Ärztemangel hausgemacht: es gibt seit Jahren weit mehr Bewerber als Ausbildungsmöglichkeiten.“
Erst kürzlich hatte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Gassen gefordert, die Zahl der Studienplätze bis 2035 deutlich aufzustocken. Nur so ließe sich der künftige Bedarf der medizinischen Versorgung sicherstellen.
Der Gesundheits- und Pflegepolitische Arbeitskreis der CSU (GPA) hat bei der Landesversammlung in Regensburg Bernhard Seidenath, den Vorsitzenden des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Nach zwölf Jahren war der bisherige Vorsitzende Dr. med. Christian Alex nicht mehr angetreten. Bernhard Seidenath setzte sich in der Wahl gegen den stellvertretenden Landesvorsitzenden Christian Bredl durch. „Ich freue mich“, so Seidenath, „dass ich den GPA mit seinen fast 1.800 Mitgliedern in Bayern in die Zukunft führen darf. Die Themen Gesundheit und Pflege bewegen die Menschen massiv. Der GPA ist hier sowohl Qualitätskontrolle für die Politik als auch Seismograph für notwendige Änderungen. Seine Aufgabe sind deshalb auch Handlungsempfehlungen für die Politik.“
Sein Vorgänger im Amt Dr. Alex wurde von der Versammlung – auf Vorschlag von Seidenath und Bredl — einstimmig zum GPA-Ehrenvorsitzenden gewählt. Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml, die ihm erst vor wenigen Tagen das Bundesverdienstkreuz verliehen hatte, würdigte sein umfassendes ehrenamtliches Engagement in der Gesundheitspolitik. Staatsministerin a.D. Christa Stewens dankte Dr. Alex für seinen langjährigen Einsatz im Gesundheitswesen, der stets von sehr hoher Fachkompetenz und großer Menschlichkeit geprägt war. Videobotschaften des CSU-Vorsitzenden, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, und Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel waren ebenfalls von großem Dank gekennzeichnet.
Bei den weiteren Positionen für den engeren Landesvorstand wurden die bisherigen Stellvertreter Christian Bredl, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Joachim Grifka, Georg Schwarzfischer-Engel und Maria Wiedemann sowie die beiden Schriftführer Dr. med. Henrik Spies und Kerstin Tschuck in ihren Ämtern bestätigt. Zum Landesschatzmeister hat die Landesversammlung erneut Horst Killer gewählt, während sein Stellvertreter Wolfgang Nopper aus München dieses Amt zum ersten Mal bekleiden wird.

Auf dem Foto von links nach rechts: Der neue Landesvorsitzende Bernhard Seidenath sowie Dr. Christian Alex und Christian Bredl.