GPA-Botschaft der Woche

Grafik: Annika Trautner

Grafik: Anni­ka Trautner

Bei der Pflegestruk­tur­reform muss ger­ade das Wort der Prak­tik­er Gewicht haben!
Das Bun­desk­abi­nett hat am 30.9. den Entwurf des Pfle­geneuord­nungs­ge­set­zes (PNOG) beschlossen. Die Auf­gabe ist gewaltig: In Deutsch­land sind bere­its mehr als 6 Mio. Men­schen pflegebedürftig. Für 2027 wird für die Soziale Pflegev­er­sicherung (SPV) ein Defiz­it von 7,6 Mrd. Euro erwartet, für 2028 mehr als 15 Mrd. Euro. Gut ist, dass das PNOG auf Präven­tion und Reha set­zt und bei der Rente von pfle­gen­den Ange­höri­gen keine Abstriche mehr macht. Gut ist auch, dass die Leis­tungszuschläge für Pflege­he­im­be­wohn­er nicht gestreckt wer­den, was auch unsere Kom­munen belastet hätte. Eine Pflegestruk­turkom­mis­sion — sie soll bis Ende Jan­u­ar 2027 Vorschläge für eine langfristig tragfähige Pflegev­er­sorgung und ‑finanzierung erar­beit­en, die zum Juli 2027 in Kraft treten sollen -, ist eben­falls sin­nvoll. In diese Kom­mis­sion aber müssen unbe­d­ingt Experten aus der Prax­is ein­be­zo­gen wer­den, die Pflege tagtäglich erleben! Zudem muss der Bund der SPV endlich die 5,5 Mrd. Euro aus Coro­na-Zeit­en zurück­geben. Alles andere wäre ungerecht!