GPA-Botschaft der Woche:

Grafik: Annika Trautner
Bei sexualbezogener Gewalt nicht wegsehen! Ombudsstellen einrichten! Taten zur Anzeige bringen!
Laut Marburger Bund haben 11% von Anfang 2026 in Niedersachsen befragten 1.100 Ärztinnen und Ärzten von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz berichtet. Auch der 130. Deutsche Ärztetag Mitte Mai hat publik gemacht: Auch das Gesundheitswesen ist kein geschützter Raum vor Machtmissbrauch und Grenzverletzungen. Wo Menschen auf Hilfe und Vertrauen angewiesen sind, braucht es aber besondere Sensibilität und eine Kultur des Hinsehens. Von sexualbezogener Gewalt Betroffene brauchen Schutz und verlässliche Ansprechpartner. Daher ist es gut, dass es seit Juli 2023 in Rheinland-Pfalz und seit Oktober 2024 in Westfalen-Lippe Ombudsstellen für Fälle von sexualisierter Gewalt im Rahmen ärztlicher Tätigkeit gibt. In allen Bundesländern sollte es solche Stellen geben, die Betroffene ernst nehmen, sie begleiten und ihnen Wege zur Hilfe aufzeigen. Straftaten müssen zur Anzeige, Täter zur Verantwortung gezogen werden. Wegsehen schützt nie die Opfer, sondern immer die Täter. Daher gilt die Devise: Hinschauen. Zuhören. Handeln.

