Diese Woche im Plenum

Abschluss­bericht der Enquete-Kom­mis­sion Bürokratieabbau
Die Enquete-Kom­mis­sion Bürokratieab­bau des Bay­erischen Land­tags hat in dieser Woche ihren Abschluss­bericht vorgelegt und 193 Hand­lungsempfehlun­gen dem Bay­erischen Land­tag übergegeben.
Stef­fen Vogel, Vor­sitzen­der der Enquete-Kom­mis­sion, zitierte im Plenum aus dem Ver­fas­sungskon­vent: „Der Staat ist um des Men­schen willen da, nicht der Men­sch um des Staates willen.” Der Satz ent­stand als Antwort aus den Erfahrun­gen ein­er men­schen­ver­ach­t­en­den Dik­tatur. Er beschreibt zugle­ich einen Maßstab, an dem sich staatlich­es Han­deln bis heute messen lassen muss: wie der Staat seinen Bürg­ern begeg­net, ob er ihnen ver­ständlich und ver­lässlich hil­ft, ob er Eigenini­tia­tive ermöglicht, ob seine Regeln und sein Han­deln den Men­schen dienen.” Frak­tionsvor­sitzen­der Klaus Holetschek habe die Frage in den Raum gestellt: Ist es nur Auf­gabe der Exeku­tive, sich um die Mod­ernisierung des Lan­des zu küm­mern? Ist es nicht auch Auf­gabe und sin­nvoll, das Par­la­ment zu beteili­gen? So kam die Idee ein­er Enquete-Kom­mis­sion zus­tande. Vogel skizzierte im Anschluss die zen­tralen Ergeb­nisse der Kom­mis­sion. Sein Faz­it: „Bei der Umset­zung der Hand­lungsempfehlun­gen sollte der Satz aus dem Ver­fas­sungskon­vent unser Leit­bild und das von jedem Mitar­beit­er und jed­er Mitar­bei­t­erin in der staatlichen Ver­wal­tung sein.”

Zum Rede­beitrag von Stef­fen Vogel

Zum Rede­beitrag von Tan­ja Schorer-Dremel

Zum Rede­beitrag von Sebas­t­ian Friesinger

Zum Rede­beitrag von Peter Tomaschko

Zum Rede­beitrag von Staatsmin­is­ter Dr. Flo­ri­an Herrmann
Zur Pressemit­teilung

Dringlichkeit­santrag: Smarter Direk­tauszahlungsmech­a­nis­mus für alle
Staatliche Unter­stützung muss schnell, ziel­ge­nau und ohne bürokratis­che Umwege ankom­men. Per Dringlichkeit­santrag forderte die CSU-Frak­tion die Staat­sregierung deshalb auf, sich auf Bun­de­sebene dafür einzuset­zen, den beste­hen­den Direk­tauszahlungsmech­a­nis­mus des Bun­des kon­se­quent weit­erzuen­twick­eln und flächen­deck­end nutzbar zu machen.

Andreas Kauf­mann, Mit­glied des Wirtschaft­sauss­chuss­es machte deutlich:
„Wenn der Staat große Hil­f­s­pakete beschließt, dann sollen sie auch direkt ankom­men. Zwis­chen einem Beschluss und dem Geld auf dem Kon­to liegt aber oft ein kom­pliziert­er Ver­fahrensweg, oder es dro­ht – wie beim Tankra­batt – eine abschwächende Wirkung. Für einen pri­vat­en Haushalt macht es einen erhe­blichen Unter­schied, ob Hil­fe zeit­nah oder erst nach einem lang­wieri­gen Ver­fahren an kommt. Genau hier set­zt unser Antrag an. Wir wollen den vorhan­de­nen direk­ten Auszahlungsweg weit­er­en­twick­eln und flächen­deck­end nutzbar machen. Hierzu bedarf es ein­er Verknüp­fung der Steuer-ID mit ein­er gülti­gen IBAN. Es kommt jet­zt darauf an, dass daraus ein bre­it nutzbares Instru­ment wird, das auch unter­schiedliche Einkom­men und unter­schiedliche Belas­tun­gen berück­sichti­gen kann. Wir brauchen einen Auszahlungsweg, der vor der näch­sten Krise funktioniert.”

Zum Rede­beitrag von Andreas Kaufmann
Zur Pressemit­teilung