Kategorie: Pressemeldungen
HERZSICHER AED-Register für Bayern: Testphase offiziell gestartet
Das neue Register für Defibrillatoren in Bayern wurde heute in Kloster Banz offiziell gestartet. Die Standorte werden nun alle erfasst, die Daten validiert. Ab 1. März 2027 soll so im Falle eines Herzstillstands der nächst gelegene, einsatzbereite Defibrillator ohne Zeitverzögerung zuverlässig aufgefunden werden können. Nach meinem Dafürhalten ist dies ein Quantensprung und Meilenstein für die Rettung von Menschenleben in Bayern. Auch die Dachauer Ärzte Dr. Frederic William und Dr. Christian Günzel haben sich hierfür seit Jahren eingesetzt und entsprechend beraten. Näheres lesen Sie in nachfolgender Pressemitteilung. Überdies stehe ich Ihnen – am besten unter 0162/8059392 — gerne für Fragen zur Verfügung.
Pressemitteilung
23.9.2026
HERZSICHER AED-Register für Bayern: Testphase offiziell gestartet
Neues Register soll verlässlichen Überblick über Defibrillatoren schaffen und als Modell für ganz Deutschland dienen
Vertreterinnen und Vertreter der CSU-Landtagsfraktion, der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung haben heute im Kloster Banz die Testphase des HERZSICHER AED-Registers für Bayern gestartet. Ziel ist ein landesweites, einheitliches und leistungsfähiges Register, das Standorte und wichtige Informationen zu automatisierten externen Defibrillatoren (AED) zentral erfasst und für Nutzerinnen und Nutzer zugänglich macht. Das Register könnte damit perspektivisch als Modell für eine bundesweite Lösung dienen.
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Eine sofortige Herzdruckmassage und der frühzeitige Einsatz eines AEDs können die Überlebenschancen deutlich verbessern. Dennoch werden AEDs bei außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillständen in Deutschland bislang vergleichsweise selten eingesetzt. Das Problem: Informationen über vorhandene Geräte und deren Zugänglichkeit sind häufig nicht zuverlässig und einheitlich verfügbar.
„Ein AED kann nur helfen, wenn er im entscheidenden Moment gefunden und genutzt werden kann. Dafür brauchen wir verlässliche Informationen: Wo steht das Gerät, wann ist es zugänglich und ist es einsatzbereit? Genau hier setzt das HERZSICHER AED-Register an“, sagt Katerina Malliou, Geschäftsführerin HERZSICHER bei der Björn Steiger Stiftung.
Klaus Holetschek, CSU-Fraktionsvorsitzender:
„Gerade die mögliche Verknüpfung mit Kartendiensten wie GoogleMaps für die Standorte von Defibrillatoren ist für Ersthelfer von hohem Nutzen und kann Leben retten, wenn es um Leben und Tod geht. Die CSU-Fraktion hat dieses Projekt bereits seit vielen Jahren begleitet und unterstützt. Der Freistaat stellt für den Aufbau der zentralen Datenbank 340 000 Euro bereit. Mit der flächendeckenden Datenbank und einheitlichen Standards für unsere Blaulichtfamilie und Leitstellen sind wir damit bundesweiter Vorreiter.“
Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion, der bereits seit dem Jahr 2013 für ein Defikataster für Bayern kämpft, unterstreicht:
„In Deutschland erleiden jährlich rund 65.000 Menschen einen außerklinischen Herz-Kreislaufstillstand — mehr als 10.000 Menschenleben könnten gerettet werden, wenn sofort mit der Wiederbelebung begonnen würde. Entscheidend ist deshalb, dass Ersthelfer schnell handeln können und ebenso schnell wissen, wo der nächste Defibrillator zu finden ist. Deshalb brauchen wir ein flächendeckendes Defikataster in Bayern. Mit dem HERZSICHER AED-Register kommen wir diesem Ziel jetzt einen entscheidenden Schritt näher. Das Projekt der Initiative HERZSICHER der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung unterstützen wir deswegen sehr gerne — auch mit Mitteln, die wir zu diesem Zweck in den Bayerischen Staatshaushalt eingestellt haben: zum Wohle der Menschen in Bayern. Denn im Ernstfall gilt: Drücken hilft – und ein schnell verfügbarer Defibrillator kann Leben retten! Für jedes gerettete Menschenleben hat sich die Mühe dann schon gelohnt!“
Sascha Schnürer, Abgeordneter der CSU-Fraktion:
„Entscheidend bei diesem Projekt sind die technischen Schnittstellen und die effiziente Verknüpfung von vielen zur Verfügung stehenden Daten. Das alles verbinden wir mit einer gebündelten Abbildung auf digitale Karten und Navigationsgeräte – für Bürgerinnen und Bürger als Ersthelfer genauso wie für Leitstellen, die Einsätze koordinieren.“
Verlässliche Daten für den Ernstfall
Im Mittelpunkt des Registers stehen aktuelle und möglichst vollständige Informationen zu den vorhandenen AEDs. Dazu gehören unter anderem Standort, Zugänglichkeit und Betriebszeiten. Auch Informationen wie Zugangscodes oder der aktuelle Betriebsstatus können hinterlegt werden.
Neben den Bürgerinnen und Bürgern können Ersthelfersysteme, Rettungsleitstellen und weitere Initiativen im Bereich der Herzsicherheit von dem neuen Register profitieren. Je nach Berechtigung können Nutzerinnen und Nutzer festlegen, welche Mindestinformationen ein AED erfüllen muss, um bei einer Abfrage berücksichtigt zu werden.
Ein weiterer Vorteil: Neben öffentlich zugänglichen Standortinformationen können im Register auch geschützte Daten hinterlegt werden. Dazu gehören beispielsweise Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für einzelne AEDs einschließlich ihrer Kontaktdaten. Diese Informationen stehen ausschließlich autorisierten Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung. So können bei einem Einsatz, einem Diebstahl oder anderen Vorkommnissen schnell die zuständigen Personen informiert werden.
Damit unterscheidet sich das Register von offenen Kartensystemen wie OpenStreetMap, in denen meist nur öffentlich zugängliche Standortinformationen wie Adresse oder Koordinaten angegeben sind.
Unterschiedliche Datenquellen zusammenführen
Das HERZSICHER AED-Register ist dabei offen für die Anbindung bestehender Register, lokaler Initiativen und weiterer Systeme. Der Datenaustausch kann in beide Richtungen erfolgen.
AED-Standorte können auf unterschiedlichen Wegen in das Register aufgenommen werden: über den Upload strukturierter Daten, über technische Schnittstellen zwischen verschiedenen Softwaresystemen oder direkt vor Ort über eine Smartphone-Anwendung.
Dabei muss ein neuer Eintrag nicht von Beginn an vollständig sein. Auch ein AED-Standort, zu dem zunächst beispielsweise nur die Adresse bekannt ist, kann erfasst werden. Weitere Informationen wie Hersteller, Modell, Seriennummer oder Öffnungszeiten können anschließend ergänzt und verifiziert werden. Ziel ist es, die Datenqualität Schritt für Schritt zu verbessern.
Perspektivisch sollen die verlässlichen Standortdaten auch automatisiert in Kartenanwendungen wie OpenStreetMap sichtbar gemacht werden können. So soll aus unterschiedlichen Datenquellen Schritt für Schritt ein möglichst vollständiges und aktuelles Bild der AED-Versorgung in Bayern entstehen.
„Ein Register ist nur so gut wie seine Daten. Deshalb geht es mit dem Start der Testphase nicht nur darum, möglichst viele AEDs zu erfassen. Entscheidend ist, die Informationen dauerhaft aktuell und verlässlich zu halten“, betont Dr. Sinann Al Najem von der Deutschen Herzstiftung.
Testphase startet – Go-Live für März 2027 geplant
Mit dem Start der Testphase wird das Register zunächst unter realen Bedingungen erprobt und weiterentwickelt. Dabei geht es unter anderem darum, Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, Prozesse zur Qualitätssicherung zu etablieren und die technische Anbindung weiterer Systeme vorzubereiten.
Der reguläre Go-Live von HERZSICHER – das AED-Register für Bayern ist für den 1. März 2027 vorgesehen.
Über HERZSICHER
HERZSICHER ist eine gemeinsame Initiative der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung. Ziel ist, die Laienreanimationsquote in Deutschland signifikant zu erhöhen. Denn mit jeder Minute ohne Wiederbelebung sinkt die Überlebenschance bei einem plötzlichen Herzstillstand um rund zehn Prozent. In 45-minütigen kostenfreien Schulungen wird niederschwellig und praxisnah vermittelt, wie Herzdruckmassage und der Einsatz eines Defibrillators funktionieren. Zertifizierte Trainer besuchen Unternehmen, Vereine und Privathaushalte, um die Trainings am gewünschten Ort durchzuführen.
2001 setzte sich die Björn Steiger Stiftung mit „Kampf dem plötzlichen Herztod” erstmals für die systematische Verbreitung von Wiederbelebungswissen ein. 2015 etablierte die Deutsche Herzstiftung ihr Programm „Lebensretter werden”. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, bündelten beide Stiftungen ihre Aktivitäten und treten seit Mai 2025 gemeinsam unter der Marke HERZSICHER auf.
Weitere Informationen unter www.herzsicher.de.
Seidenath erläutert bei Pressekonferenz im Landtag, wie die ambulant-ärztliche Versorgung weiter gestärkt werden kann

Das Foto zeigt mich beim Interview mit SAT 1 Bayern.
Sehr geehrte Damen und Herren,
bei einer Pressekonferenz habe ich als gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion am Freitag im Bayerischen Landtag – gemeinsam mit dem Koalitionspartner von den Freien Wählern — dargestellt, wie die Regierungskoalition aus CSU und Freien Wählern die ambulante medizinische Versorgung in Bayern stärken und zukunftsfit sichern will. Im Mittelpunkt stehen dabei fünf Ziele: wir wollen mehr Ärztinnen und Ärzte gerade für ländliche und schlechter versorgte Regionen gewinnen, wir wollen vorhandenes Personal – ja, es gibt auch arbeitslose Ärztinnen und Ärzte in Bayern — besser in die Versorgung bringen, wir wollen Ärzte durch starke Praxisteams entlasten, wir wollen Ärzte von Bürokratie entlasten und konkrete Versorgungslücken schließen. Hintergrund ist, dass der ambulanten Versorgung durch niedergelassene Haus- und Fachärzte — dem Rückgrat unseres Gesundheitssystems — künftig in dem Maße noch mehr Bedeutung zukommen wird, in dem Krankenhaus-Kapazitäten abgebaut werden. In der Tat ist heute vieles ambulant behandelbar, das früher einen stationären Aufenthalt erfordert hätte.
Das neue Antragspaket, das als Anlage beiliegt, betrifft ganz Bayern, aber eben auch und gerade unseren Landkreis Dachau. Die Anträge werden am 29. September im – ebenfalls von mir geleiteten – Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags diskutiert und abgestimmt werden.
Zur ausführlicheren Information übersende ich Ihnen nachfolgend zudem die gemeinsame Pressemitteilung von CSU und Freien Wählern. Pressemitteilung als PDF.
Nach Austausch mit Streeck: Holetschek und Seidenath fordern Präventionsoffensive gegen Drogen und klare Korrekturen bei Cannabis
Nach einem Austausch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck, im Bayerischen Landtag drängt die CSU-Fraktion auf eine präventive Ausrichtung der deutschen Drogenpolitik. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die zunehmenden Gefahren durch Kokain, Crack und neue synthetische Substanzen, die hohe Belastung für junge Menschen sowie die Frage, ob die aktuelle Cannabis-Politik den Ansprüchen von Gesundheits- und Jugendschutz tatsächlich gerecht wird.
Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion:
„Die bayerische Drogen- und Suchtpolitik stützt sich auf den bewährten Dreiklang aus Prävention, Repression und Hilfe. Unser Maßstab muss sein: Risiken nicht kleinreden, sondern ernst nehmen. Gerade bei Cannabis erleben wir aber gesellschaftliche Verharmlosung. Drogenpolitik darf sich nicht an Wunschbildern orientieren, sondern muss die Lebensrealität junger Menschen, medizinische Evidenz und die Belastungen für Familien, Schulen und Hilfesysteme in den Blick nehmen. Gerade deshalb müssen wir auch bei Alkohol, Tabak und Nikotin konsequent sein: Höhere Preise schützen besonders junge Menschen vor dem Einstieg in die Abhängigkeit. Eine höhere Tabaksteuer ist sinnvoll, die zusätzlichen Einnahmen müssen aber der Gesundheitsvorsorge zugute kommen. Ziel ist, Gesundheit viel stärker vom Anfang her zu denken: mit mehr Gesundheitsbildung, mehr Früherkennung und mehr Unterstützung im Alltag der Menschen. Bayern geht diesen Weg mit dem Masterplan Prävention bereits konsequent. Jetzt braucht es auch auf Bundesebene einen solchen Vorrang für Prävention.“
Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Pflege:
„Wir müssen Kinder und Jugendliche besser erreichen und niedrigschwellige Hilfen bieten. Ganz gleich ob Crack, Cannabis oder das Suchtpotenzial sozialer Medien: Entscheidend ist, ob Jugendschutz und Suchtprävention in der Praxis tatsächlich funktionieren. Deshalb brauchen wir einen verbindlichen Präventionspakt von Bund, Ländern, Kommunen und Gesundheitswesen mit klaren Zuständigkeiten, verlässlicher Finanzierung und messbaren Zielen. Prävention darf nicht länger nur ergänzt werden, wenn Probleme bereits eskaliert sind. Sie muss ansetzen, bevor Krankheit, Sucht und dauerhafte gesundheitliche Schäden entstanden sind. Beim Thema Cannabis müssen wir zurück zum Status vor der Legalisierung.“
Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen:
„Die Drogenmärkte verändern sich rasant. Kokain, Crack und neue synthetische Substanzen werden leichter verfügbar, Mischkonsum wird gefährlicher, und unsere Hilfesysteme reagieren vielerorts noch zu spät. Hinter 2.150 Drogentoten stehen Menschen, Familien und Freunde. Wir brauchen deshalb verlässliche Prävention, ein leistungsfähiges Frühwarnsystem, spezialisierte Hilfen für Kokain- und Crackabhängige und einen breiten Zugang zu Naloxon. Auch beim Cannabis müssen wir ehrlicher werden. Die Legalisierung darf nicht zur gesellschaftlichen Normalisierung des Konsums führen – schon gar nicht bei Kindern und Jugendlichen. Wir werden uns als Union jetzt dafür einsetzen, dass im Parlament frühere Fehler korrigiert werden und uns für einen wirksamen Jugend- und Gesundheitsschutz einsetzen. Wenn Frühinterventionen wegbrechen, Regeln im öffentlichen Raum kaum kontrolliert werden und mehr junge Menschen mit akuten Problemen in Kliniken behandelt werden, besteht konkreter Korrekturbedarf. Wir brauchen klare Schutzräume für Kinder und Jugendliche, verbindliche Wege in Beratung und Frühintervention und Regeln, die nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch durchgesetzt werden.“
Keine Wettbewerbsvorteile für den Versandhandel: CSU-Fraktion will Vor-Ort-Apotheken schützen
Die CSU-Landtagsfraktion setzt sich klar für den Erhalt der Vor-Ort-Apothekenversorgung in Bayern ein. Die Apothekenreform ist dabei ein wichtiger Schritt. Darüber hinaus fordert die Fraktion ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten sowie faire und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Apotheken. Konkret betrifft das die Einhaltung von Kühlketten und Nachweispflichten – vor allem aber die Zuzahlungen, die im Rahmen der GKV-Reform steigen sollen. Während Vor-Ort-Apotheken gesetzlich verpflichtet sind, Zuzahlungen im Auftrag der Krankenkassen einzuziehen und weiterzuleiten, können ausländische Versandapotheken über Rabatte diese faktisch erlassen. Das wäre ein gravierender Wettbewerbsnachteil, der durch die geplante Anhebung der Zuzahlungen noch weiter verschärft würde.
Der gesundheitspolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, Bernhard Seidenath, betont: „Apotheken vor Ort sind unser niedrigschwelligstes Angebot im Gesundheitswesen. Jeder kann sie ohne Termin aufsuchen und sich durch Fachleute beraten lassen. Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD hat die Frage, ob es weiterhin Vor-Ort-Apotheken geben soll, deshalb klar und zu Recht mit „Ja” beantwortet. Ein elementarer Baustein hierfür sind gleiche Wettbewerbsbedingungen für Versand- und Vor-Ort-Apotheken. Die Einhaltung von Kühlketten ist im Koalitionsvertrag ausdrücklich genannt. Erst recht muss dies nun für die mit der GKV Reform steigenden Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente gelten. Denn dies wäre ein massives Lockmittel für die Versandapotheken, das Vor-Ort-Apotheken nicht anwenden können. Denn diese sind gesetzlich verpflichtet, die Zuzahlungen im Auftrag der Krankenkassen einzuziehen und weiterzuleiten – ohne eigenen Vorteil.”
Das Mitglied des Gesundheitsausschusses für die CSU-Landtagsfraktion und die Apothekerin Carolina Trautner ergänzt: „Gerade für ältere Menschen und chronisch Kranke, die regelmäßig auf verschreibungspflichtige Arzneimittel angewiesen sind, ist die Vor-Ort-Apotheke oft die einzige verlässliche und persönlich erreichbare Anlaufstelle – umso wichtiger ist es, dass diese Infrastruktur erhalten bleibt und nicht durch Versandapotheken weiter verdrängt wird. Der strukturelle Wettbewerbsnachteil der Vor-Ort-Apotheke gegenüber dem EU-regulierten Versandhandel ist das zentrale ordnungspolitische Problem: Solange ausländische Versandapotheken Zuzahlungen faktisch erlassen können, während inländische Apotheken streng ans Preisrecht gebunden sind, gibt es keinen fairen Wettbewerb auf Augenhöhe. Dieses Ungleichgewicht wird durch die geplante Anhebung der gesetzlichen Zuzahlungen noch weiter verschärft.”
Pharmastandort Bayern schützen: CSU-Fraktion kämpft gegen innovationsfeindliche Markteingriffe
Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag setzt sich dafür ein, dass die im geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) vorgesehenen innovationsfeindlichen Markteingriffe, insbesondere der dynamisierte Herstellerabschlag, gestrichen oder zumindest deutlich abgemildert werden. Ziel ist der Erhalt der Planungssicherheit und der Investitionsanreize für die pharmazeutische Industrie in Deutschland.
Klaus Holetschek, CSU-Fraktionsvorsitzender: „Die Pharmaindustrie ist kein bloßer Kostenfaktor der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie ist ein Stabilitätsanker unserer Wirtschaft, Leitökonomie und Garant für eine sichere Gesundheitsversorgung. Mit dem dynamisierten Herstellerabschlag, der sich nach Branchenprognosen bis 2030 verfünffachen könnte, entzieht die Bundesregierung der forschenden Industrie jede Grundlage für langfristige Investitionsentscheidungen. Das trifft Bayern dreifach: bei der Wirtschaft, im Arbeitsmarkt und am Ende bei unserer Gesundheit. Wir werden weiter Druck machen, damit diese innovationsfeindlichen Eingriffe gestoppt werden.”
Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion: „Im Koalitionsvertrag und in der Nationalen Pharmastrategie 2023 hat die Bundesregierung der Branche ausdrücklich die Stabilisierung der Herstellerabschläge zugesichert. Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf wird dieses Versprechen gebrochen. Wer international agierende Unternehmen mit unberechenbaren Zwangsrabatten überzieht, der riskiert, dass neue Medikamente in Deutschland gar nicht erst eingeführt werden, mit unmittelbaren Nachteilen für Patientinnen und Patienten. Auch der Produktionsstandort Deutschland droht so weiter an Attraktivität zu verlieren. Gerade weil wir ein resilienteres Gesundheitssystem dringend brauchen, ist diese Entscheidung ein schwerer politischer Fehler. Die CSU-Fraktion hat das Thema frühzeitig auf die politische Agenda gesetzt und wird weiter für einen starken Pharmastandort Bayern kämpfen.”
Landesstiftung bewilligt Zuschüsse für zwei Projekte im Landkreis Dachau
„In seiner heutigen Sitzung hat der Stiftungsrat der Bayerischen Landesstiftung 7.000 Euro für zwei Projekte im Landkreis Dachau bewilligt“, gab der Dachauer Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath heute in Dachau bekannt.
Bedacht wurde ein privater Anbieter, der für die Dachsanierung des Anwesens „Auf der Puit“ in Ebersbach in der Gemeinde Weichs einen Zuschuss in Höhe von 5.500 Euro erhält. Dies entspricht 8,2% der zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von 67.000 Euro. Weitere Gelder kommen vom Landkreis Dachau (6.500 Euro) und vom Bezirk Oberbayern (6.500 Euro). Der Rest von 87.309 Euro wird aus Eigenmitteln finanziert. Dem ortsbildprägenden Baudenkmal wird eine regionale Bedeutung beigemessen.
Weiter bedacht wurde die Katholische Pfarrkirchenstiftung St. Michael in Pfaffenhofen an der Glonn, welche für die Außensanierung ihres Pfarrhauses einen Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro erhält. Dies entspricht 8,4% der zuwendungsfähigen Kosten. Weitere Gelder kommen vom Landkreis Dachau (750 Euro) und vom Bezirk Oberbayern (1.500 Euro). Der Rest wird aus Eigenmitteln finanziert. Auch hier wird die regionale Bedeutung des Baudenkmals anerkannt.
„Für den Finanzierungsbeitrag seitens der Bayerischen Landesstiftung bin ich außerordentlich dankbar. Die Zuschüsse der Landesstiftung leisten einen wichtigen Beitrag dazu, unser bauliches Erbe für die nachfolgenden Generationen zu erhalten“, erklärte Seidenath.
Bayerisches Städtebauförderungsprogramm 2026: 108.000 Euro für die Große Kreisstadt Dachau
Mit dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm 2026 setzt der Freistaat Bayern ein starkes Zeichen für lebendige Ortskerne, nachhaltige Entwicklung und echten Klimaschutz. In ganz Bayern profitieren 245 Städte, Märkte und Gemeinden von rund 58 Millionen Euro an Fördermitteln – darunter auch die Große Kreisstadt Dachau.
„Mit dieser Förderung stärken wir gezielt unsere Heimatorte. Es geht darum, unsere Stadt- und Ortskerne zu erhalten, Leerstände zu beseitigen und nachhaltige Perspektiven zu schaffen – auch für kommende Generationen“, erklärte der Dachauer Stimmkreisabgeordnete im Bayerischen Landtag, Bernhard Seidenath, heute in Dachau.
Dazu wird auch im Landkreis Dachau investiert: So erhält die Große Kreisstadt Dachau eine Förderung für die Flächenentsiegelung Stadtgrün (30.000 Euro) und für das Stadtgebiet Südost (78.000 Euro). Dieses Projekt ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie gezielte Investitionen das Leben vor Ort verbessern und die Zukunft aktiv gestalten.
Besonders Gemeinden, die sich in einer Phase der Neuausrichtung oder in besonderen Herausforderungen befinden, profitieren von den gezielten Unterstützungsmaßnahmen des Bayerischen Städtebauförderungsprogramms. „Mir ist wichtig, dass auch Kommunen mit einem engeren finanziellen Spielraum ihre Ideen verwirklichen können – sei es ein neuer Bürgertreff, ein saniertes Rathaus oder mehr Grünflächen zur Klimaanpassung“, betonte Seidenath.
Das Programm zielt auch auf eine langfristige, vorausschauende Stadtentwicklung. Dazu gehören Maßnahmen wie die barrierefreie Gestaltung öffentlicher Räume oder die Pflanzung von Bäumen gegen sommerliche Hitze. Seidenath: „Diese Städtebauförderung ist ein echter Gewinn für unser Bayern – unbürokratisch, nachhaltig und zukunftsgerichtet. Damit investieren wir direkt vor Ort in Lebensqualität und Gemeinschaft.“
Knapp 23 Millionen Euro Förderung für die Stadt und den Landkreis Dachau
“Es freut mich, dass wir heuer 22.872.000 Euro für kommunale Hochbaumaßnahmen im Landkreis Dachau erhalten“, erklärte der Dachauer Stimmkreisabgeordnete Bernhard Seidenath heute in Dachau. „Der Freistaat Bayern unterstützt die Gemeinden und Landkreise gerade beim Bau und Erhalt der Bildungs- und Betreuungseinrichtungen.“ Seidenath: „Es ist sehr erfreulich, dass sich unser Einsatz für die Projekte im Landkreis Dachau und in den einzelnen Gemeinden des Landkreises gelohnt hat.“ Folgende Projekte werden gefördert:
- Schulverband Altomünster, Erweiterung und Umbau der Grund- und Mittelschule mit 785.000 Eure
- Große Kreisstadt Dachau, Umbau und Erweiterung der Grundschule Ost mit Ersatzneubau der Sporthalle mit 1.824.000 Euro
- Große Kreisstadt Dachau, Erweiterung der Kinderkrippe, Otto-Kohlhofer-Weg mit 150.000 Euro
- Große Kreisstadt Dachau, Neubau einer Kindertageseinrichtung, Pollnstraße mit 730.000 Euro
- Große Kreisstadt Dachau, Neubau einer Kindertageseinrichtung, Konrad-Adenauer-Straße mit 149.000 Euro
- Landkreis Dachau, Erweiterung, Sanierung und Umbau der Berufsschule Dachau, Nikolaus-Lehner-Schule mit Sporthalle und Mensa mit 1.452.000 Euro
- Landkreis Dachau, Erweiterung, Sanierung und Umbau der Dr.-Josef-Schwalber-Realschule mit 448.000 Euro
- Landkreis Dachau, Neubau des Gymnasiums Karlsfeld mit Sporthalle und Freisportanlagen mit 3.729.000 Euro
- Landkreis Dachau, Baukostenzuschuss zum Neubau einer Sporthalle für die Realschule Odelzhausen mit 390.000 Euro
- Landkreis Dachau, Neubau des Gymnasiums Röhrmoos mit Freisportanlagen mit 9.734.000 Euro
- Gemeinde Erdweg, Baukostenzuschuss zur Sanierung und Erweiterung der Kindertageseinrichtung St. Paul mit 604.000 Euro
- Gemeinde Erdweg, Neubau einer Kindertageseinrichtung in Walkertshofen mit 30.000 Euro
- Gemeinde Haimhausen, Baukostenzuschuss zur Erweiterung und Generalsanierung der Kindertageseinrichtung St. Nikolaus mit 139.000 Euro
- Gemeinde Haimhausen, Neubau einer Kindertageseinrichtung, Valleystraße mit 546.000 Euro
- Gemeinde Hilgertshausen-Tandern, Ersatzneubau einer Kindertageseinrichtung mit 706.000 Euro
- Gemeinde Karlsfeld, Neubau einer Kindertageseinrichtung mit 344.000 Euro
- Schulverband Markt Indersdorf, Generalsanierung der Sporthalle für Zwecke des Schulsports mit 45.000 Euro
- Gemeinde Petershausen, Ersatzneubau der Kindertageseinrichtung mit 446.000 Eur
- Gemeinde Röhrmoos, Neubau einer Kindertageseinrichtung in Biberbach mit 525.000 Euro
- Gemeinde Weichs, Umbau der Grundschule mit 96.000 Euro
Für den Kommunalen Hochbau stehen in diesem Jahr insgesamt 1,37 Milliarden Euro zur Verfügung, davon 300 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur. „Mit diesen Zuschüssen wird der Freistaat seiner Verantwortung gerecht, eine ausgewogene Infrastruktur in allen Landesteilen Bayerns zu erhalten. Bildung bleibt die wichtigste Investition in die Zukunft unserer Kinder“, erklärte Seidenath. Gefördert werden vor allem der Bau und die Sanierung von Schulen, schulischen Sportanlagen und Kindertageseinrichtungen. Mit den verfügbaren Mitteln kann der für dieses Jahr gemeldete Bedarf zum Großteil gedeckt werden. Die Auszahlung erfolgt in jährlichen Teilbeträgen. Die Zuweisungen hat das Bayerische Finanzministerium heute bekanntgegeben.
„Die erheblichen Mittel für den kommunalen Hochbau sind ein fester Bestandteil des bayerischen Haushalts“, so Seidenath. Die Bezirke, Landkreise, Städte und Gemeinden erhalten in diesem Jahr 12,83 Milliarden Euro aus dem kommunalen Finanzausgleich. Das sind 7,1 % mehr als im Vorjahr.
Keine Umwege bei seelischen Krisen: CSU-Fraktion kämpft für freien Zugang zu Psychotherapeuten und Psychiatern
Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag setzt sich dafür ein, dass es im geplanten Primärarztsystem des Bundes eine klare Ausnahmeregelung für Psychiatrie und Psychotherapie gibt – analog zu bereits vorgesehenen Ausnahmen für Augenärzte, Gynäkologen und chronisch Kranke. Ziel ist ein direkter, niedrigschwelliger Zugang zu Hilfe, ohne Pflichtumweg über den Hausarzt. Einen entsprechenden Antrag hat der Bayerische Landtag auf Initiative von CSU und FREIEN WÄHLERN beschlossen.
CSU-Fraktionsvorsitzender Klaus Holetschek:
„Wer in einer psychischen Krise steckt, braucht schnelle Hilfe. Deshalb muss der direkte Zugang zu Psychiatern und Psychotherapeuten erhalten bleiben. Das Bayerische Gesundheitsministerium hat die Bundesgesundheitsministerin auf unseren Vorstoß hin bereits kontaktiert und auch die Gesundheitsminister der Länder haben auf Initiative Bayerns eine entsprechende Ausnahmeregelung gefordert. Es darf nicht passieren, dass Menschen notwendige Behandlung aufschieben oder ganz darauf verzichten, nur weil erst ein weiterer Arztkontakt vorgeschrieben ist. Außerdem muss der Beschluss des Bewertungsausschusses zur Absenkung der Honorare für ambulante psychotherapeutische Leistungen dringend überprüft und von der Selbstverwaltung nachverhandelt werden. Die Kürzung der Honorare gefährdet die wirtschaftliche Führung ambulanter Praxen – mit unmittelbaren Nachteilen für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten.“
Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion:
„Die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen ist leider noch immer real. Wer in der Krise auch noch eine Überweisung vom Hausarzt beantragen muss, bricht den Weg zur Behandlung womöglich ganz ab. Genau das wollen wir verhindern. Das Primärversorgungssystem ist richtig, muss aber dort flexible Ausnahmen vorsehen, wo besondere Versorgungsbedarfe bestehen. Die CSU-Fraktion hat das Thema frühzeitig auf die politische Agenda gesetzt. Wir werden weiter Druck machen, damit psychische Erkrankungen angemessen berücksichtigt werden und die ambulante psychotherapeutische Versorgung verbessert wird.“
Start der Haushaltswoche im Landtag: CSU-Fraktion beschließt Digital-Turbo für Verwaltung und Gesundheitsversorgung
Zum Beginn der Haushaltswoche im Bayerischen Landtag stimmt die CSU-Fraktion den Etats für Gesundheit und Pflege sowie Digitales zu. Im Mittelpunkt stehen eine sichere Gesundheitsversorgung in Stadt und Land, verlässliche, bezahlbare Pflege und ein Schub für die Digitalisierung.
Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion:
„Der bayerische Etat für Gesundheit und Pflege wächst 2026 auf 929 Millionen Euro. Damit trotzen wir auch in Zeiten klammer Kassen dem demografischen Wandel mit dem Ziel einer verlässlichen, wohnortnahen Versorgung. Wir stärken gezielt die ambulante und die stationäre Versorgung, fördern das Studium und die Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten gerade in ländlichen Regionen und unterstützen unsere Hebammen wie kein anderes Bundesland. Gleichzeitig treiben wir die Digitalisierung im Gesundheitswesen kräftig voran: von telemedizinischen Angeboten über digitale Vernetzung bis hin zur besseren Zusammenarbeit von Ärzten, Pflege und Kliniken. Wer in Bayern medizinische Hilfe braucht, soll sie auch künftig schnell und auf dem neuesten Stand der Technik bekommen!“
Dr. Stefan Ebner, digitalpolitischer Sprecher:
„Mit unserem Digitalisierungs-Etat von 238 Millionen Euro im Doppelhaushalt 2026/2027 bauen wir Bayerns Führungsrolle bei der Verwaltungsdigitalisierung aus. Davon gehen pro Jahr rund 26 Millionen in gemeinsame Bund-Länder-Projekte, denn wir brauchen einheitliche, einfache Lösungen statt Wildwuchs und Klein-Klein. Ziel ist eine Verwaltung, die nicht bremst, sondern unterstützt: kürzere Wege, keine Wartezeiten, Nutzung vorhandener Daten, alles aus einer Hand. Wir wollen einen modernen, digitalen Staat, der effizient arbeitet, dessen Daten sicher sind und der den Menschen Zeit spart.“
Manuel Knoll, Mitglied des Haushaltsausschusses:
„Digitalisierung ist keine One-Man-Show. Es braucht Unterstützung für die Digitalisierung der Behörden vor Ort. Deshalb bezuschussen wir zum Beispiel die Bayerische Digitalagentur mit rund 10 Millionen Euro jährlich und investieren in den Innovationsfonds für digitale Leuchtturmprojekte. Außerdem stellen wir in den Jahren 2026 und 2027 über die Computerspieleförderung mehr als 9 Millionen Euro für innovative digitale Inhalte zur Verfügung. Mit unserem Haushalt schaffen wir die Grundlage dafür, dass unsere Heimat auch in Zukunft ein starker, innovativer und digitaler Wirtschaftsstandort bleibt.“
Harald Kühn, Mitglied des Haushaltsausschusses:
„Mit dem Haushalt für die Jahre 2026/2027, der ein Gesamtvolumen von rund 1,8 Milliarden Euro umfasst, wird ein wichtiger Beitrag dafür geleistet, dass den Menschen in Bayern auch weiterhin die bestmögliche medizinische sowie pflegerische Versorgung zur Verfügung gestellt werden kann. Investiert wird u.a. in die erfolgreichen GesundheitsregionenPlus, in zusätzliche Pflegeplätze, in verlässliche Tagespflege und in Einrichtungen, die Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen den Alltag erleichtern. Unsere Ziele sind klar: Die Würde der Pflegebedürftigen bewahren, pflegende Angehörige und Fachkräfte unterstützen und Bayerns Sozialstaat langfristig erhalten.“
CSU-Fraktion zur GKV-Reformkommission – Holetschek: Gesamtpaket entscheidend / Pflegereform muss rasch folgen
Die GKV-Reformkommission hat heute ihre Vorschläge zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung vorgelegt. Aus Sicht der CSU-Landtagsfraktion ist klar: Es braucht jetzt ein schlüssiges Gesamtpaket mit echten Strukturreformen, um die GKV-Finanzen langfristig in den Griff zu bekommen.
Fraktionsvorsitzender Klaus Holetschek:
„Gesundheit, Pflege, soziale Sicherung: All das hängt miteinander zusammen und muss ein stimmiges Ganzes ergeben. Statt jetzt jedes einzelne Detail zu zerpflücken, sollten wir uns auf das große Ganze konzentrieren: Eine dauerhafte Lösung mit dem Grundsatz, dass sich die Ausgaben an den Einnahmen orientieren müssen. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben darf nicht weiter auseinandergehen. Es ist gut, dass die Kommission beides in den Blick genommen hat. Gleichzeitig gilt unverrückbar: Die gute Versorgung des Patienten muss stets im Mittelpunkt stehen.
Wir müssen das System wieder geraderücken und zukunftsfest machen. Eine bessere Patientensteuerung durch das Primärarztsystem ist der richtige Weg. Zusätzlich könnte ich mir ein befristetes Ausgabenmoratorium vorstellen, um die Finanzen der GKV in den Griff zu bekommen. Die Erwartungshaltung ist klar: Auch die Kassen sollten sich jetzt freiwillig auf den Weg machen und weitere Synergien suchen. Wenn alle ihren Beitrag leisten, muss auch der Staat sich beteiligen. Der Ausgleich der versicherungsfremden Leistungen für Bürgergeldempfänger aus Steuermitteln ist längst überfällig. Hier können die Einnahmen der Tabaksteuer sinnvoll eingesetzt werden. Zusätzliche Entlastungspotentiale bieten auch Entbürokratisierung und Vereinfachung. Verfahren müssen schlanker, schneller und einfacher werden.
Jetzt gilt es, auch die Praktiker einzubinden. Deutschland braucht wieder eine Konzertierte Aktion für das Gesundheits- und Pflegewesen, wie es sie schon einmal 1977 gab. Wir brauchen keine täglichen Einzelforderungen, sondern gemeinsames Handeln. Es ist jetzt Aufgabe der Politik, die Vorschläge der Kommission zu prüfen. Klar ist aber auch: Viel Zeit bleibt nicht. Was kurzfristig folgen muss, ist eine starke Pflegereform mit verlässlicher Hilfe für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige gleichermaßen. Mittelfristig müssen wir die Prävention massiv stärken. Unsere Gesellschaft braucht mehr Eigeninitiative, um selbst länger gesund zu bleiben.“
Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion:
„Was wir brauchen, ist ein umfassendes Reformpaket, das niemanden einseitig benachteiligt, die Kassen aus der Logik des dauernden Defizits befreit und die gute Versorgung der Menschen sichert. Jetzt müssen neben der Wissenschaft auch Praktiker, Patientenvertreter, Kassen und Parteien eingebunden werden. Alle Betroffenen müssen an einen Tisch. Nur wenn alle ihren fairen Beitrag leisten, schaffen wir ein Gesundheitssystem, das auch in zehn und zwanzig Jahren noch leistungsfähig, solidarisch und finanzierbar ist.“
Psychotherapie-Honorare: CSU-Fraktion fordert Stopp der Kürzungen und bessere Weiterbildung
Die CSU-Landtagsfraktion kritisiert die gesundheitspolitisch höchst bedenkliche Entscheidung des Bewertungsausschusses auf Bundesebene, die Honorare für ambulante psychotherapeutische Leistungen zum 1. April 2026 um 4,5 Prozent abzusenken. Gleichzeitig fordert die Fraktion eine nachhaltige Sicherung der Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung im ambulanten und stationären Bereich – in Bayern und in ganz Deutschland.
Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, erklärt: „Psychische Gesundheit ist keine Randnotiz – sie ist ein zentrales Fundament unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaftskraft. Wer jetzt die Honorare für ambulante Psychotherapie kürzt, spart am falschen Ende. Jeder Euro, der in psychotherapeutische Behandlung investiert wird, spart nachweislich mehr als drei Euro an Folgekosten – durch weniger Krankenhausaufenthalte, geringere Krankengeldzahlungen und eine höhere Erwerbsbeteiligung. Wir fordern vom Bund, sich unmissverständlich gegen diese Honorarabsenkung einzusetzen und die Selbstverwaltung zur Nachverhandlung zu bewegen. Dies muss im Interesse der Patientinnen und Patienten rasch geschehen.“
Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, betont: „Die Lage bei der psychotherapeutischen Versorgung — auch und gerade von Kindern und Jugendlichen in Bayern — ist alarmierend. 97 Tage Wartezeit vom Erstkontakt bis zum Beginn einer Therapie sind keine Seltenheit, das ist eine Zumutung für betroffene Familien und ein Versagen des Systems. Wenn wir hier jetzt nicht handeln und zudem die Weiterbildung von Fachpsychotherapeutinnen und Fachpsychotherapeuten nicht strukturell und finanziell absichern, werden wir in einigen Jahren einen gravierenden Fachkräftemangel erleben, dessen Folgen vor allem die Jüngsten tragen müssen. Frühzeitige psychotherapeutische Behandlung ist eine der wirksamsten Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft: sie verhindert Chronifizierung, sichert schulische und berufliche Teilhabe und spart langfristig erhebliche Kosten. Jede Woche unnötiger Wartezeit ist eine verpasste Chance.“
Mehr als 264 Millionen Euro für Bayerns Kommunen – Stadt Dachau profitiert von Städtebauförderung
Das Bund-Länderprogramm zur Städtebauförderung zeigt erneut seine Schlagkraft: Mit über 264 Millionen Euro werden bayernweit 478 Städte und Gemeinden bei der Stärkung der Ortszentren, Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie Wiederbelebung von Brachflächen unterstützt. Im Landkreis Dachau zählt die Große Kreisstadt Dachau zu den Förderempfängern.
„Die Städtebauförderung ist ein Erfolgsmodell – sie bringt neue Lebendigkeit in unsere Ortszentren und stärkt den Zusammenhalt vor Ort“, so Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath „Gerade im ländlichen, wie auch im städtischen Raum ermöglicht sie wichtige Investitionen, die unsere Heimat zukunftsfähig machen.“
Gefördert werden in diesem Jahr zahlreiche Maßnahmen im Rahmen der Programme „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Diese Programme leisten einen zentralen Beitrag zur Aufwertung von Ortskernen, zur Integration und zu klimagerechter Stadtentwicklung.
In der Großen Kreisstadt Dachau wird mit Hilfe der Städtebauförderung in Höhe von 108.000 Euro die Altstadt und der Untere Markt bedacht – für Projekte, die das Gesicht der Stadt aufwerten.
„Jeder Euro vom Staat löst weitere öffentliche und private Investitionen aus – das ist Wirtschaftsförderung mit doppeltem Nutzen“, erklärt MdL Seidenath. „Wir geben unseren Kommunen damit Planungssicherheit und stärken zugleich den Klimaschutz.“
Auch Katrin Staffler, CSU-Bundestagsabgeordnete für Fürstenfeldbruck und Dachau, verweist auf den positiven Beitrag des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramms: “Die Städtebauförderung fließt genau dorthin, wo sie gebraucht wird: in die Zukunftsfähigkeit unserer Heimat. Es freut mich sehr, dass die Stadt Dachau mit frischen Mitteln unterstützt wird. Diese Investitionen sind das Fundament dafür, dass unsere Kommunen modern, attraktiv und lebenswert bleiben.”
Jede Kommune entscheidet selbst, für welche Projekte die Fördermittel eingesetzt werden. Die schlanken Förderregeln gewährleisten maximale Freiheit für die Städte und Gemeinden. Damit ist die Städtebauförderung die Speerspitze einer unbürokratischen Kommunalförderung. MdL Seidenath unterstreicht: „Die Städtebauförderung ist seit 55 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Mit ihr ermöglichen wir unseren Kommunen größtmögliche Freiheit und passgenaue Lösungen.“
Gesunde Kinder, starke Zukunft: CSU-Fraktion organisiert zweiten Bayerischen Kindergesundheitsgipfe
Ein einmaliges Bündnis aus Medizin, Politik und Gesundheitswesen hat sich zum zweiten Bayerischen Kindergesundheitsgipfel im Bayerischen Landtag getroffen. Neben Vertreterinnen und Vertretern von Ärzteschaft, Krankenkassen, Hilfsorganisationen, Medizinischem Dienst, Ministerien und der Landesärztekammer waren auch Abgeordnete von CSU und Freien Wählern sowie Expertinnen und Experten aus Bildung, Jugendhilfe und Prävention am Tisch. Ziel ist es, Kindergesundheit in all ihren Facetten zu stärken – von körperlicher Versorgung über psychische Unterstützung bis hin zu sozialen und digitalen Rahmenbedingungen.
Klaus Holetschek, CSU-Fraktionsvorsitzender:
„Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie verletzlich unsere Kinder und Jugendlichen sind – körperlich wie seelisch. Deshalb brauchen wir einen grundlegenden Paradigmenwechsel: verbindliche Gesundheitsbildung an Schulen, mehr Bewegungsangebote, psychologische Unterstützung und einen flächendeckenden Zugang zu medizinischer Versorgung, besonders auf dem Land. Bereits aus dem ersten Bayerischen Kindergesundheitsgipfel im September 2025 sind konkrete politische Maßnahmen entstanden, die zwischenzeitlich im Landtag beschlossen wurden: von Bewegungsförderung über Prävention bei chronischen Erkrankungen bis hin zur besseren Vernetzung von Schule, Jugendhilfe und Gesundheitssystem. Gut, dass wir heute erneut alle relevanten Akteure an einem Tisch haben, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Mit dem bundesweiten Pakt für Kindergesundheit haben wir mit zahlreichen Partnern den Grundstein gelegt. Jetzt setzen wir diese Vereinbarungen konsequent um.“
Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion:
„Dass wir heute schon den zweiten Kindergesundheitsgipfel organisieren, ist ein starkes Signal: Kindergesundheit ist kein Nischenthema, sondern gehört ins Zentrum der politischen Agenda. Maßnahmen wie die Bewegungs-Halbestunde in bayerischen Grundschulen oder die bessere Ausstattung des ländlichen Raums mit Kinder- und Jugendärzten sind nur der Anfang. Wir müssen die Gebührenordnung für Ärzte anpassen, Prävention weiter stärken und die zunehmenden Fälle von chronischen Erkrankungen, psychischen Belastungen und Bewegungsmangel ernst nehmen. Denn Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sondern haben eigene Bedürfnisse und verdienen eine eigenständige medizinische Vorsorge.“
Carolina Trautner, Mitglied im Gesundheitsausschuss:
„Kinder, die gesund aufwachsen, sind widerstandsfähiger, leistungsfähiger und sozial besser integriert. Es geht um Prävention, faire Chancen, Bewegung, gesunde Ernährung, Medienkompetenz und psychische Unterstützung. Wir dürfen nicht einfach zusehen, wie gesundheitliche Probleme bei Kindern und Jugendlichen zunehmen. Durch gemeinsame Anstrengungen von Medizin, Bildung, Politik und Zivilgesellschaft machen wir echte Fortschritte für die Gesundheit von Kindern möglich. Diesen Weg wollen wir fortsetzen. Wenn es um die Zukunft unserer Kinder geht, darf uns kein Euro zu teuer sein.“

