Neue Rettungeinsatzsfahrzeuge

Großer Termin: Sechs neue Rettungseinsatzfahrzeuge (REF), die im Rahmen des erweiterten Probebetriebs in den bayerischen Rettungsdienst starten, sind vor einigen Tagen in den Dienst gestellt worden. Foto: Tanja Knieler

Großer Ter­min: Sechs neue Ret­tung­sein­satz­fahrzeuge (REF), die im Rah­men des erweit­erten Probe­be­triebs in den bay­erischen Ret­tungs­di­enst starten, sind vor eini­gen Tagen in den Dienst gestellt wor­den. Foto: Tan­ja Knieler

Probe­be­trieb wird auf weit­ere Land­kreise ausgeweitet
Sechs neue Ret­tung­sein­satz­fahrzeuge (REF), die im Rah­men des erweit­erten Probe­be­triebs in den bay­erischen Ret­tungs­di­enst starten, sind vor eini­gen Tagen in den Dienst gestellt wor­den. Bay­erns Innen­min­is­ter Joachim Her­rmann unter­strich dabei die Bedeu­tung mod­ern­er und leis­tungs­fähiger Struk­turen in der Not­fal­lver­sorgung. Das Pro­jekt geht auf eine Ini­tia­tive des Arbeit­skreis­es Gesund­heit, Pflege und Präven­tion der CSU-Land­tags­frak­tion zurück. Nach einem erfol­gre­ichen Pilot­pro­jekt im Ret­tungs­di­en­st­bere­ich Regens­burg wird das Konzept nun auf die Stan­dorte Ans­bach, Dachau, Rosen­heim und Würzburg aus­geweit­et. Langfristig sollen die REF im gesamten Freis­taat reg­ulär einge­set­zt wer­den. Ziel ist es, Pati­entin­nen und Patien­ten schneller und pass­ge­nauer zu ver­sor­gen und gle­ichzeit­ig den Ret­tungs­di­enst spür­bar zu ent­las­ten. Hel­mut Schnotz, der als Mit­glied des Arbeit­skreis­es Gesund­heit das Pro­jekt forciert hat­te, betonte: “Die Ret­tung­sein­satz­fahrzeuge sind mit jew­eils einem erfahre­nen Not­fall­san­itäter beset­zt und kom­men ins­beson­dere bei Ein­sätzen zum Ein­satz, bei denen häu­fig kein Trans­port in eine Klinik erforder­lich ist. Sie ermöglichen eine pass­ge­naue Ver­sorgung vor Ort und sor­gen dafür, dass Ret­tungswa­gen dort ver­füg­bar bleiben, wo sie drin­gend gebraucht werden.“

Angesichts stetig steigen­der Ein­satz­zahlen im Ret­tungs­di­enst sieht der Arbeit­skreis in den Ret­tung­sein­satz­fahrzeu­gen einen wichti­gen Baustein für eine zukun­fts­feste Notfallversorgung.

Pflege-Übungs-Wohnmobil

Foto: Tanja Knieler

Foto: Tan­ja Knieler

Camp­ing-Urlaub trotz Pflegebdürftigkeit
Auf dem Gelände des Wohn­mo­bil-Händlers „Der Freis­taat“ in Sulze­moos ist das neue Pflege-Übungs-Wohn­mo­bils (PÜWoMo) vorgestellt wor­den. Auf Ini­tia­tive von Bern­hard Sei­de­nath (Vor­sitzen­der des AK Gesund­heit) und im Bei­sein der Pflege­beauf­tragten der Bun­desregierung, Katrin Staffler, nutzten zahlre­iche Akteurin­nen und Akteure aus dem Bere­ich Pflege und Unter­stützung pfle­gen­der Ange­höriger die Gele­gen­heit zum Aus­tausch und informierten sich über das in Bay­ern bis­lang einzi­gar­tige Ange­bot, das aus der Arbeit des Pflege-Übungszen­trums (PÜZ) in Grabfeld-Rhön her­vorge­gan­gen ist.

Das PÜWoMo richtet sich an pflegebedürftige Men­schen und ihre Ange­höri­gen und ermöglicht es während eines Übungs-Aufen­thalts, unter fach­lich­er Begleitung real­is­tisch zu erproben, ob und wie ein Urlaub trotz gesund­heitlich­er Ein­schränkun­gen gelin­gen kann. In einem Stan­dard-Wohn­mo­bil unter 3,5 Ton­nen, welch­es auf einem Stellplatz in räum­lich­er Nähe zum PÜZ und zur bar­ri­erear­men Therme Bad Königshofen ste­ht, wer­den typ­is­che All­t­agssi­t­u­a­tio­nen durchge­spielt, Äng­ste abge­baut und konkrete Unter­stützungsange­bote aufgezeigt. Ziel ist es, pfle­gende Ange­hörige zu ent­las­ten, Sicher­heit zu ver­mit­teln und neue Per­spek­tiv­en für mehr Leben­squal­ität zu eröffnen.
Der Arbeit­skreis Gesund­heit unter­stützt das Konzept bere­its seit län­ger­er Zeit und sieht darin einen wichti­gen Baustein, um pfle­gende Ange­hörige prax­is­nah zu stärken. Per­spek­tivisch soll das Pflege-Übungs-Wohn­mo­bil im Rah­men ein­er Road­show auch an weit­eren Stan­dorten einge­set­zt und ein­er bre­it­en Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Weit­ere Informationen

Safety Camp 2026“ in Augsburg

Foto: Susanne Dietrich

Foto: Susanne Dietrich

Patien­ten­sicher­heit im Fokus
Das „Safe­ty Camp 2026“ in Augs­burg hat das The­ma „Sicher­heit“ der Pati­entin­nen und Patien­ten in den Mit­telpunkt gerückt. Der Schutz vor Behand­lungs­fehlern war dabei eben­so ein The­ma wie die Auf­stel­lung und Resilienz unseres Gesund­heitswe­sens in Krisen- und Katas­tro­phen­zeit­en. Prof. Klaus Mark­staller, Ärztlich­er Direk­tor des Uniklinikums Augs­burg hat­te hierzu ein hochkarätiges Experten­feld zusam­mengestellt. Unter der Über­schrift „Ermöglichen statt reg­ulieren – wie viel Bürokratie braucht die Patien­ten­sicher­heit“ hat auch AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath ein Pan­el bestrit­ten. Sein Faz­it: „Gut, dass es das ‚Safe­ty Camp’ gab! Wichtig, dass diese The­men aufge­grif­f­en wur­den und ein Podi­um gefun­den haben! Und schön, dass so viele Inter­essierte da waren! Dies war erst der Auftakt!”

Hebammenhilfevertrag

Foto/Grafik: Pixaby

Foto/Grafik: Pix­a­by

CSU-Frak­tion kämpft für faire Bezahlung
Mit einem Dringlichkeit­santrag haben CSU-Frak­tion und Freie Wäh­ler eine schnelle Evaluierung des Hebam­men­hil­fever­trags gefordert. Ziel ist eine faire Vergü­tung und der Schutz des Geburtshil­fesys­tems, das für Fam­i­lien in ganz Bay­ern unverzicht­bar ist. Bern­hard Sei­de­nath, gesund­heit­spoli­tis­ch­er Sprech­er der CSU-Land­tags­frak­tion betonte: „Der weit über­wiegende Teil aller Geburten in Bay­ern wird von freiberu­flichen Beleghe­bam­men begleit­et. Ohne sie ger­at­en ganze Regio­nen in Ver­sorgungslück­en. Wir fordern die Ver­tragspart­ner auf, Ver­ant­wor­tung zu übernehmen und eine angemessene Lösung zu finden.“

Car­oli­na Trautner, stel­lvertre­tende Vor­sitzende im Arbeit­skreis Gesund­heit, Pflege und Prävention:
„Fam­i­lien müssen bei Schwanger­schaft und Geburt die best­mögliche Ver­sorgung bekom­men, die nicht von Vergü­tungs­fra­gen abhängig sein darf. Um eine Kündi­gungswelle bei den Hebam­men zu ver­hin­dern, müssen die seit Inkraft­treten des neuen Ver­trags vor­liegen­den Abrech­nungszahlen bew­ertet wer­den, um zeit­nah Anpas­sun­gen am Ver­trag anzuschieben!”

Auch Dr. Andrea Behr betonte: „Dass die Beleghe­bam­men bis zu 20 Prozent weniger ver­di­enen, darf so nicht hin­genom­men werden.“

Dringlichkeit­santrag

Im Austausch

Foto: CSU-Landtagsfraktion

Foto: CSU-Land­tags­frak­tion

Wie Präven­tion vor Pflegebedürftigkeit schützen kann
Wie kön­nen Senioren länger mobil bleiben und das Gesund­heitssys­tem ent­lastet wer­den? Zu diesen zen­tralen Fra­gen haben sich MdL Ste­fan Mey­er (im Bild links) und Ben­jamin Sigl, erster Vor­stand der Vere­ini­gung selb­st­ständi­ger Phys­io­ther­a­peuten (VSP e. V.) im Bäder­dreieck, in Pock­ing aus­ge­tauscht. Dabei wurde schnell klar: Effek­tive Präven­tion ist der Schlüs­sel, um die Selb­st­ständigkeit im Alter zu erhal­ten und langfristig Kosten im Pflege­sek­tor einzusparen.

Werkstattgespräch im Bayerischen Landtag: Traumahilfe verlässlich sichern

Trau­ma­tis­che Erfahrun­gen erhöhen das Risiko für psy­chis­che Erkrankun­gen wie Post­trau­ma­tis­che Belas­tungsstörun­gen (PTBS), Angst­störun­gen oder Depres­sio­nen. Ein­rich­tun­gen wie die Nico­laidis Young­Wings Stiftung, die AETAS-Kinder­s­tiftung, PSU Akut oder Ver­waiste Eltern und trauernde Geschwis­ter e.V. leis­ten hier unverzicht­bare Arbeit: Sie unter­stützen Betrof­fene frühzeit­ig und schließen Ver­sorgungslück­en – häu­fig über­wiegend durch Spenden finanziert.

Beim Folge-Werk­stattge­spräch im Bay­erischen Land­tag stand daher vor allem die Frage der dauer­haften Finanzierung im MIt­telpunkt. „Das Ziel ist klar: Pla­nungssicher­heit und eine ver­lässliche Finanzierung – möglichst auch von Seit­en des Freis­taats. Denn im Zeital­ter der Präven­tion gilt es, ins­beson­dere psy­chis­che Krankheit­en gar nicht erst entste­hen zu lassen“, so Seidenath.
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Aus dem Arbeitskreis für Gesundheit, Pflege und Prävention

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, 2026 ste­ht vor der Tür und wird viele Verän­derun­gen brin­gen. Was aber bleibt, sind die Her­aus­forderun­gen im Gesund­heits- und Pflege­bere­ich. Der Man­gel an Ärztin­nen und Ärzten, Pflegekräften und weit­eren Gesund­heits­berufen ist eine der größten Her­aus­forderun­gen unser­er Zeit. Ihm zu begeg­nen, erfordert entschlossenes Han­deln, neue Wege und einen klaren Fokus auf Präven­tion, Nach­wuchs­gewin­nung und Ent­las­tung der­jeni­gen, die unser Gesund­heitswe­sen tagtäglich tragen.

Der Arbeit­skreis für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion der CSU-Land­tags­frak­tion (AK GPP) set­zt genau hier an: Mit Medi­zin­stipen­di­en im Aus­land öff­nen wir tal­en­tierten jun­gen Men­schen den Weg ins Medi­zin­studi­um und stärken langfristig die Ver­sorgung in Bay­ern. Gle­ichzeit­ig kämpfen wir für starke Apotheken vor Ort, bessere Arbeits­be­din­gun­gen in der Pflege, weniger Bürokratie und mehr Zeit für Pati­entin­nen und Patien­ten. Ob Springer­di­en­ste, Sub­sti­tu­tions­be­hand­lung, ME/CFS, Organspende oder Eltern-Kind-Kuren – all diese The­men eint ein Ziel: ein leis­tungs­fähiges, men­schlich­es und zukun­fts­festes Gesund­heitswe­sen. Dieses Ziel erre­ichen wir nur im Dia­log mit Prak­tik­ern, Betrof­fe­nen und Exper­tin­nen und Experten – und mit klaren poli­tis­chen Entscheidungen.

Dieser Newslet­ter gibt Ihnen einen Ein­blick in unsere aktuelle Arbeit. Er zeigt: Wir reden nicht nur über Prob­leme, wir arbeit­en an Lösun­gen. In diesem Sinne wün­sche ich Ihnen — zusam­men mit meinen Kol­legin­nen und Kol­le­gen Staatsmin­is­terin a.D. Car­oli­na Traut­ner, Mar­tin Mit­tag, Dr. Andrea Behr, Thorsten Freuden­berg­er, Ste­fan Mey­er, Hel­mut Schnotz und Sascha Schnür­er — eine span­nende Lek­türe unseres Newsletters.

Zum Jahre­sausklang danke ich allen, die sich tagtäglich mit großem Engage­ment für die Gesund­heit ander­er ein­set­zen – in Prax­en, Kliniken, Apotheken, Pflegeein­rich­tun­gen, Ehre­namt und Fam­i­lie. Ihnen und Ihren Ange­höri­gen wün­sche ich fro­he und geseg­nete Wei­h­nacht­en, erhol­same Feiertage und Erfolg, Zuver­sicht und Kraft für das kom­mende Jahr 2026 — sowie natür­lich vor allem Gesundheit!

Ihr
Bern­hard Sei­de­nath, MdL

Gegen den Ärztemangel

Mit neuen Medizinstudierenden: Dr. Stephan Kolb, Vizekanzler Standort Nürnberg der Paracelsus Universität, und Bernhard Seidenath (von links).

Mit neuen Medi­zin­studieren­den: Dr. Stephan Kolb, Vizekan­zler Stan­dort Nürn­berg der Paracel­sus Uni­ver­sität, und Bern­hard Sei­de­nath (von links).

Medi­zin­stipen­di­en im EU-Ausland
Der AK GPP hat sich mit Nach­druck für ein Förder­pro­gramm zur Über­nahme von Stu­di­enge­bühren für das Studi­um der Human­medi­zin im EU-Aus­land einge­set­zt. Dank der engen Zusam­me­nar­beit mit den Uni­ver­sitäten und dem Bay­erischen Lan­desamt für Gesund­heit und Lebens­mit­tel­sicher­heit (LGL) kon­nten für das Stu­di­en­jahr 2025/26 bere­its 23 Stipen­di­en vergeben wer­den – zehn davon an Studierende der Paracel­sus Medi­zinis­chen Pri­vatu­ni­ver­sität Salzburg in Koop­er­a­tion mit dem Klinikum Nürn­berg. Der Erfolg gibt dem eingeschla­ge­nen Weg recht: Für das Stu­di­en­jahr 2026/27 ste­hen nun weit­ere 77 Stipen­di­en zur Ver­fü­gung, darunter neun gezielt für ange­hende Kinder- und Jugendpsy­chi­a­terin­nen und ‑psy­chi­ater – ein starkes Sig­nal angesichts des beson­ders hohen Ver­sorgungs­be­darfs in diesem Bereich.

Das beste Rezept gegen den Medi­zin­er­man­gel sind mehr Medi­zin­er. Unser Ziel ist es, tal­en­tierten jun­gen Men­schen den Zugang zum Medi­zin­studi­um zu erle­ichtern und gle­ichzeit­ig die ärztliche Ver­sorgung in Bay­ern nach­haltig zu stärken — und das eben auch im EU-Aus­land”, beton­ten Bern­hard Sei­de­nath als Vor­sitzen­der des AK Gesund­heit und Mar­tin Mit­tag als Coburg­er Stimmkreisabgeordneter.

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Dringlichkeitsantrag

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Apotheken vor Ort stärken
Die CSU-Frak­tion stemmt sich gegen das Apotheken­ster­ben und will eine wohnort­na­he Ver­sorgung mit Arzneimit­teln auch kün­ftig sich­ern. Per Dringlichkeit­santrag hat sie deshalb Nachbesserun­gen der Apotheken­re­form des Bun­des gefordert.

Car­oli­na Traut­ner, Apothek­erin und Mit­glied im Gesund­heit­sauss­chuss, betonte im Plenum: „Mit Apotheken ist es wie mit alten Fre­un­den: Sie sind beson­ders wertvoll und hochgeschätzt. Und man merkt erst, was man ver­loren hat, wenn sie plöt­zlich nicht mehr da sind. Das Apotheken­ster­ben hat lei­der längst begonnen, deshalb brauchen die Apotheken vor Ort unsere Hil­fe!” An der Apotheken­re­form des Bun­des müsse an eini­gen Stellen noch nachgebessert wer­den, etwa in der Vergü­tungsstruk­tur – „jet­zt und nicht irgend­wann später!”.

Pressemit­teilung

Apothekenreform im Fokus

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Die Sitzung des Arbeit­skreis­es für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion stand Anfang Dezem­ber ganz im Zeichen der Apotheken­re­form. Der neue Entwurf aus dem Bun­des­ge­sund­heitsmin­is­teri­um sorgt aktuell für Verärgerung unter den Apothek­erin­nen und Apothek­ern auch in Bay­ern. Die Präsi­dentin der Bay­erischen Apothek­erkam­mer, Franziska Scharpf, unter­strich: „Seit Jahren arbeit­en Apotheken am Lim­it. Der Entwurf bleibt deut­lich hin­ter dem Koali­tionsver­trag zurück. Trotz klar­er Zusagen bleibt eine Anpas­sung des Hon­o­rars weit­er aus.” Bern­hard Sei­de­nath betonte als Vor­sitzen­der des Arbeit­skreis­es: „Wir ste­hen an der Seite unser­er Apothek­erin­nen und Apothek­er und wer­den uns in Berlin weit­er­hin nach­drück­lich für Nachbesserun­gen des vorgelegten Entwurfs einsetzen.“
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Springerdienste: Belastung der Pflegekräfte reduzieren

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

In der jüng­sten Sitzung des Arbeit­skreis­es Gesund­heit, Pflege und Präven­tion stand erneut der Sach­stand der Ver­hand­lun­gen in der Selb­stver­wal­tung zu den Springer­di­en­sten im Mit­telpunkt. Springer­di­en­ste sind flex­i­bel ein­set­zbare Pflege-Teams, die in Ein­rich­tun­gen ein­sprin­gen, wenn reg­uläres Per­son­al kurzfristig aus­fällt – als Gege­nen­twurf zur Lei­har­beit. Bay­ern hat­te im Rah­men eines Pilot­pro­jek­ts mit rund 5,7 Mil­lio­nen Euro ins­ge­samt 32 Springerkonzepte in 65 Langzeitpflegeein­rich­tun­gen gefördert. Die Hochschule Kempten hat in einem Gutacht­en bestätigt: Springerkonzepte kön­nen die Belas­tung der Pflegekräfte deut­lich reduzieren und zugle­ich den Ein­satz von Lei­har­beit ver­ringern. AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath betonte: „Pflegeper­son­al erwartet zu Recht ver­lässliche Dien­st­pläne und ein Aus­fal­lkonzept, das nicht darauf basiert, dass Beschäftigte in ihrer Freizeit ein­sprin­gen müssen.” Hel­mut Schnotz ergänzte: “Das ‚Holen aus dem Frei‘ ist für Pflegekräfte bisweilen ein Grund, ihren Job an den Nagel zu hän­gen. Das wollen wir unbe­d­ingt verhindern!“
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Werkstattgespräch zur Substitutionsbehandlung

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Depotmedika­tion als Chance für eine bessere Versorgung?
Die aktuellen Her­aus­forderun­gen der Dro­gen-Sub­sti­tu­tions­be­hand­lung haben bei einem Werk­stattge­spräch der CSU-Frak­tion Exper­tin­nen und Experten aus Medi­zin, Forschung, Jus­tiz, Ver­sorgung und Krankenkassen disku­tiert. Im Mit­telpunkt stand die Frage, wie Depot-Medika­mente – nur noch wöchentliche oder gar monatliche statt tägliche Ver­gabe – Ver­sorgungslück­en schließen und Behan­dler wie Pati­entin­nen und Patien­ten ent­las­ten kön­nen. Deutsch­land liegt mit einem Depot-Anteil von rund 2,7 Prozent weit hin­ter Län­dern wie Schwe­den oder Finn­land zurück. Bern­hard Sei­de­nath, gesund­heit­spoli­tis­ch­er Sprech­er, betonte die Bedeu­tung klar­er Rah­menbe­din­gun­gen: „Zahlre­iche suchtkranke Men­schen brauchen Sub­sti­tu­tion, um ein möglichst nor­males Leben auch mit Dro­gen­ab­hängigkeit haben zu kön­nen. Hier kann Depotmedika­tion eine Rolle spie­len.” “Wir brauchen aber noch mehr Rechtssicher­heit, weniger Bürokratie und eine faire Vergü­tung“, wie auch Thorsten Freuden­berg­er unterstrich.
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Gespräch zur Mütter- und Säuglingssterblichkeit

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

In ein­er gemein­samen Sitzung der Gesund­heits- und Pflege­poli­tik­er der Regierungs­frak­tio­nen CSU und FW standen die Müt­ter- und Säuglingssterblichkeit im Mit­telpunkt – und was für deren weit­ere Senkung getan wer­den kann. Bay­ern hat dank ein­er starken Schwan­geren­vor­sorge sehr niedrige Sterblichkeit­srat­en. Bern­hard Sei­de­nath betonte als Vor­sitzen­der des Arbeit­skreis­es für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion den­noch: „Müt­ter­sterblichkeit ist ein Gradmess­er für die Qual­ität unseres Gesund­heitswe­sens. Bay­ern ste­ht gut da – und genau deshalb dür­fen wir jet­zt nicht nach­lassen.” Zum Gespräch­sergeb­nis resümierte Dr. Andrea Behr: “Wir müssen die Dat­en, die wir schon haben, intel­li­gent nutzen. Unser Ziel ist Klarheit, nicht mehr Bürokratie.“
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Hilfsmittelrecycling: nachhaltig und versorgungssicher

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

In einem Werk­stattge­spräch hat sich der Arbeit­skreis Gesund­heit, Pflege und Präven­tion mit dem The­ma Hil­f­s­mit­tel­re­cy­cling auseinan­derge­set­zt. Im Mit­telpunkt stand die Frage, wie medi­zinis­che Hil­f­s­mit­tel – etwa Orthe­sen, Roll­stüh­le, Rol­la­toren oder andere Mobil­ität­shil­fen – nach­haltiger genutzt und wieder­auf­bere­it­et wer­den können.
Ziel ist es, Ressourcen zu scho­nen und die Ver­sorgung effizien­ter zu gestal­ten. Disku­tiert wur­den dabei Rechts­grund­la­gen, Haf­tungs­fra­gen, die Patien­ten­sicher­heit, ökol­o­gis­che Aspek­te und die in den Mit­glied­staat­en sehr unter­schiedliche Ausle­gung der europäis­chen Vor­gaben. AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath unter­strich: „Nach­haltigkeit und Ver­sorgungssicher­heit gehören zusam­men. Unser Ziel ist es, gemein­sam mit Her­stellern, Leis­tungser­bringern und Kos­ten­trägern tragfähige Lösun­gen für eine nach­haltige, rechtssichere und patien­tenori­en­tierte Hil­f­s­mit­telver­sorgung zu entwick­eln. Dazu wer­den wir uns dafür ein­set­zen, die Medi­z­in­pro­duk­te-Richtlin­ie anzu­passen und prax­is­näher auszugestalten.“

Erschöpfungssyndrom ME/CFS im Fokus

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Seit Jahren beschäftigt sich der Arbeit­skreis Gesund­heit, Pflege und Präven­tion mit der chro­nis­chen Fatigue ME/CFS, die „wie keine andere Erkrankung die Leben­squal­ität der Betrof­fe­nen ein­schränkt“, wie AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath betont. In der jüng­sten Sitzung waren Prof. Dr. Uta Behrends, Lei­t­erin der Spezial­sprech­stun­den für LONG COVID und des MRI Chro­nis­che Fatigue Cen­trum (MCFC) für junge Men­schen, Katha­ri­na Jung und Clau­dia Lau als Vertreterin­nen von „Nicht gene­sen Bay­ern“ sowie Jose­fine Sostak und Kathrin Hansen-Broeger von der Car­i­tas München-West, zu Gast. Die stel­lvertre­tende AK-Vor­sitzende Car­oli­na Traut­ner machte deut­lich: „Wir brauchen ein abges­timmtes, bun­desweites Vorge­hen, das Forschung, Ver­sorgung und soziale Unter­stützung verbindet.“
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