Neues aus dem Arbeitskreis Gesundheit, Pflege und Prävention

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Gesund­heit der Men­schen in Bay­ern – das ist der Antrieb für unsere Arbeit im Arbeit­skreis (AK) Gesund­heit, Pflege und Präven­tion der CSU-Land­tags­frak­tion im Bay­erischen Land­tag. Und dieser Newslet­ter zeigt ein­drucksvoll, wie vielfältig, aktuell und bedeut­sam die The­men sind, mit denen wir uns befassen.

Demenz gehört zu den großen Her­aus­forderun­gen unser­er Zeit. Rund 270.000 Men­schen über 65 Jahre leben derzeit im Freis­taat mit dieser Erkrankung – und erschreck­end wenige erhal­ten bis­lang über­haupt eine Diag­nose. Mit dem Dig­i­tal­en Demen­zreg­is­ter (digi­DEM) Bay­ern und inno­v­a­tiv­en Bio­mark­er-Tests arbeit­en wir daran, das zu ändern: früher erken­nen, bess­er ver­sor­gen, gezielt vor­bere­it­en. Zugle­ich feiern wir ein wichtiges Jubiläum: Vor fünf Jahren trat das Bay­erische Psy­chisch-Kranken-Hil­fe-Gesetz in Kraft. Seit­dem ste­hen Hil­fe, Würde und Selb­st­bes­tim­mung im Mit­telpunkt – und die Krisen­di­en­ste Bay­ern haben bere­its zehn­tausenden Men­schen geholfen. Ein Erfolg, der uns ans­pornt, weiterzumachen.

Beim großen Apotheken­protest am Odeon­splatz haben wir gemein­sam mit tausenden Apothek­erin­nen und Apothek­ern ein klares Zeichen geset­zt: Die Vor-Ort-Apotheke ist unverzicht­bar – und wir ste­hen fest an ihrer Seite, genau­so wie an der Seite der Psy­chother­a­peutin­nen und Psy­chother­a­peuten sowie der Hebam­men. Denn auch die ambu­lante Ver­sorgung, ger­ade im ländlichen Raum, braucht sowohl bewährte als auch mutige neue Ansätze. Unser Gespräch mit der Kassenärztlichen Vere­ini­gung Bay­ern hat gezeigt: Wir brauchen kurz- und langfristige Lösun­gen zugle­ich. Gle­ichzeit­ig hat uns der Besuch in der San­ität­sakademie der Bun­deswehr deut­lich gemacht, wie eng Gesund­heitss­chutz und Sicher­heit miteinan­der verknüpft sind – starke Struk­turen sind die Grund­lage unser­er Resilienz.

Gemein­sam mit meinen Kol­legin­nen und Kol­le­gen im Arbeit­skreis — Staatsmin­is­terin a.D. Car­oli­na Traut­ner, Mar­tin Mit­tag, Dr. Andrea Behr, Thorsten Freuden­berg­er, Ste­fan Mey­er, Hel­mut Schnotz und Sascha Schnür­er — wün­sche ich Ihnen eine anre­gende Lek­türe und Ihnen und Ihren Fam­i­lien erhol­same, fro­he und geseg­nete Ostertage.

Her­zliche Grüße,

Ihr Bern­hard Seidenath

Austausch zum digitalen Demenzregister

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Früherken­nung und Ver­sorgung verbessern
Derzeit leben im Freis­taat rund 270.000 Men­schen über 65 Jahre mit Demenz. Im AK Gesund­heit, Pflege und Präven­tion stellte Prof. Dr. Peter Kolomin­sky-Rabas vor, mit welchen Strate­gien das Dig­i­tale Demen­zreg­is­ter Bay­ern (digi­DEM Bay­ern) die Früherken­nung und Ver­sorgung verbessern will. digi­DEM Bay­ern ist ein in Deutsch­land einzi­gar­tiges Demen­zreg­is­ter mit inzwis­chen 3.355 Teil­nehmenden, 235 Demenz-Screen­ing­ta­gen und 291 Forschungspart­nern. Schätzun­gen zufolge erhält derzeit nur etwa jed­er zehnte Betrof­fene in Bay­ern über­haupt eine Demen­z­di­ag­nose. Disku­tiert wur­den mit Prof. Dr. Matthias Arnold vom Helmholtz Zen­trum München auch inno­v­a­tive Ansätze mit Bio­mark­er-Bluttests als niedrigschwelligem ersten Diag­noseschritt. „Unser Ziel ist es, Demenz früher zu erken­nen, Ver­sorgungslück­en trans­par­ent zu machen und Bay­ern sys­tem­a­tisch auf neue Ther­a­pieop­tio­nen vorzu­bere­it­en”, so Bern­hard Sei­de­nath, Vor­sitzen­der des Arbeitskreises.
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Seit fünf Jahren

Krisen­di­en­ste Bay­ern haben zehn­tausenden Men­schen geholfen
Vor fünf Jahren trat das Bay­erische Psy­chisch-Kranken-Hil­fe-Gesetz in Kraft – und läutete damit einen echt­en Par­a­dig­men­wech­sel in der bay­erischen Gesund­heit­spoli­tik ein. Statt Zwang und Unter­bringung rück­en seit­dem Hil­fe, Würde und Selb­st­bes­tim­mung in den Mit­telpunkt. Die Krisen­di­en­ste Bay­ern sind heute flächen­deck­end und rund um die Uhr unter der kosten­losen Nummer
0800 / 655 3000 erre­ich­bar und haben bere­its zehn­tausenden Men­schen in psy­chis­chen Krisen geholfen. Ein Mod­ell, das inzwis­chen bun­desweit Schule macht. Hemut Schnotz, auch Mit­glied im Sozialauss­chuss im Land­tag, unter­stre­icht: “Jed­er Men­sch in Bay­ern muss im Krisen­fall schnell, niedrigschwellig und in Würde Hil­fe erhal­ten. Deshalb treiben wir auch den Aus­bau bar­ri­ere­freier Zugänge, ins­beson­dere durch Online-Beratungsange­bote, mit Nach­druck voran.”
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Demonstration

Tausende Apotheker aus ganz Bayern beim großen Apothekenprotest in München.

Tausende Apothek­er aus ganz Bay­ern beim großen Apotheken­protest in München.

Klares Beken­nt­nis zu den Apotheken vor Ort
Am Odeon­splatz in München haben sich Tausende Apothek­erin­nen und Apothek­er aus ganz Bay­ern zum großen Apotheken­protest ver­sam­melt. Dabei waren unter anderem – von links – der Dachauer Apothek­er Max Lern­bech­er, Dr. Son­ja May­er, 1. Vizepräsi­dentin der Bay­erischen Lan­desapothek­erkam­mer (BLAK), CSU-Frak­tion­schef Klaus Holetschek, Dr. Hans-Peter Hub­mann, Vor­sitzen­der des Deutschen Apothek­erver­bands, BLAK-Präsi­dentin Franziska Scharpf und Bern­hard Sei­de­nath. Car­oli­na Traut­ner, Vor­sitzende des Lan­des­ge­sund­heit­srats und selb­st Apothek­erin, und Sei­de­nath sprachen dabei gemein­sam zur Ver­samm­lung. “Apothek­er sind die einzi­gen, die man ohne Ter­min auf­suchen kann, wenn man ein gesund­heitlich­es Prob­lem hat. Wir erin­nern an den Koali­tionsver­trag auf Bun­de­sebene und sein klares Beken­nt­nis zur Vor-Ort-Apotheke — diese Aus­sagen, die vor allem auf die CSU zurück­ge­hen, auf Klaus Holetschek, Emmi Zeul­ner und Stephan Pilsinger, müssen nun umge­set­zt wer­den! Als CSU-Gesund­heit­spoli­tik­er im Land­tag ste­hen wir voll an der Seite der Apothek­erin­nen und Apotheker!”
Dringlichkeit­santrag vom 11. Dezem­ber 2025

Austausch mit der Kassenärztlichen Vereinigung

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Ambu­lante Ver­sorgung stärken
Die medi­zinis­che Ver­sorgung, ger­ade im ambu­lanten Bere­ich, ste­ht auch in Bay­ern zunehmend unter Druck – vor allem im ländlichen Raum. Das wurde auch beim Aus­tausch des AK Gesund­heit, Pflege und Präven­tion mit Dr. Wolf­gang Pfeif­fer, Vor­standsvor­sitzen­der der Kassenärztlichen Vere­ini­gung Bay­erns (KVB), Dr. Lena Eschen­bach­er (better.clinics) und Thomas Reit­meier (dig­itech GmbH) deut­lich. Faz­it des Aus­tauschs: Neben langfristi­gen Instru­menten wie der Lan­darztquote, den Medi­zin­stipen­di­en im In- und Aus­land oder der Nieder­las­sungs­förderung für Ärzte braucht es kurzfristig wirk­same, inno­v­a­tive Lösun­gen. Mar­tin Mit­tag, Abge­ord­neter aus Ober­franken und Mit­glied im Gesund­heit­sauss­chuss, bringt es auf den Punkt: „Wir müssen auf allen Ebe­nen entschlossen han­deln – mit klu­gen Refor­men und muti­gen Inno­va­tio­nen, damit die medi­zinis­che Ver­sorgung in allen Regio­nen Bay­erns ver­lässlich bleibt.“
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Sicherheit und Gesundheitsversorgung im Freistaat

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Der AK Gesund­heit, Pflege und Präven­tion und die AG Wehrpoli­tik waren gemein­sam mit dem Frak­tionsvor­sitzen­den Klaus Holetschek zu Besuch in der San­ität­sakademie der Bun­deswehr in München. Hier wird deut­lich, wie eng Gesund­heitss­chutz und Sicher­heit zusam­menge­hören: Forschung, Aus­bil­dung und mod­ern­ste Medi­zin greifen ineinan­der – ger­ade mit Blick auf Krisen, Katas­tro­phen und neue Bedro­hungsla­gen. Der Aus­tausch mit Gen­er­al­stab­sarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm machte deut­lich, welche zen­trale Rolle die San­ität­sakademie für die Resilienz unseres Lan­des spielt. Faz­it: Wer vor­bere­it­et sein will, braucht starke Struk­turen und exzel­lente Exper­tise. Für die CSU-Frak­tion und AK-Vor­sitzen­den Bern­hard Sei­de­nath, zugle­ich Vor­standsmit­glied der AG Wehrpoli­tik, ste­ht fest: “Diese enge Zusam­me­nar­beit zwis­chen Bun­deswehr und zivilen Struk­turen ist ein wichtiger Baustein für die Sicher­heit und Gesund­heitsver­sorgung in Bayern.”

Zweiter Kindergesundheitsgipfel im Bayerischen Landtag

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Ein ein­ma­liges Bünd­nis aus Medi­zin, Poli­tik und Gesund­heitswe­sen hat sich zum zweit­en Bay­erischen Kinderge­sund­heits­gipfel im Bay­erischen Land­tag getrof­fen. Neben Vertreterin­nen und Vertretern aus Ärzteschaft, Krankenkassen, Hil­f­sor­gan­i­sa­tio­nen, Medi­zinis­chem Dienst, Min­is­te­rien und der Lan­desärztekam­mer waren auch Abge­ord­nete von CSU und Freien Wäh­lern sowie Exper­tin­nen und Experten aus Bil­dung, Jugend­hil­fe und Präven­tion am Tisch. Ziel ist es, Kinderge­sund­heit in all ihren Facetten zu stärken – von kör­per­lich­er Ver­sorgung über psy­chis­che Unter­stützung bis hin zu sozialen und dig­i­tal­en Rah­menbe­din­gun­gen. Thorsten Freuden­berg­er, Mit­glied im Gesund­heit­sauss­chuss, verdeut­lichte: „Dass wir schon den zweit­en Kinderge­sund­heits­gipfel organ­isieren, ist ein starkes Sig­nal: Kinderge­sund­heit ist kein Nis­chen­the­ma, son­dern gehört ins Zen­trum der poli­tis­chen Agenda.”
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Psychotherapie-Honorare: CSU-Fraktion fordert Stopp der Kürzungen und bessere Weiterbildung

Die CSU-Land­tags­frak­tion kri­tisiert die gesund­heit­spoli­tisch höchst beden­kliche Entschei­dung des Bew­er­tungsauss­chuss­es auf Bun­de­sebene, die Hon­o­rare für ambu­lante psy­chother­a­peutis­che Leis­tun­gen zum 1. April 2026 um 4,5 Prozent abzusenken. Gle­ichzeit­ig fordert die Frak­tion eine nach­haltige Sicherung der Finanzierung der psy­chother­a­peutis­chen Weit­er­bil­dung im ambu­lanten und sta­tionären Bereich.
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Gesundheitspolitik vor Ort: Besuch bei FUTRUE

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Frak­tionsvor­sitzen­der Klaus Holetschek hat gemein­sam mit Bun­des­ge­sund­heitsmin­is­terin Nina Warken und Bay­erns Gesund­heitsmin­is­terin Judith Ger­lach das Unternehmen FUTRUE in Gräfelf­ing besucht. Vor Ort begrüßte Clemens Fis­ch­er, Grün­der und CEO der inter­na­tion­al täti­gen Health­care- und Tech-Gruppe, die Gäste. Anschließend stell­ten er und sein Team das Unternehmen sowie aktuelle Entwick­lun­gen vor. Im Mit­telpunkt des Aus­tauschs stand ins­beson­dere die Trans­for­ma­tion der Gesund­heits­branche durch neue Tech­nolo­gien – darunter auch soge­nan­nte Brain-Computer-Interfaces.

CSU-Fraktion diskutiert besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen auf Social Media

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen – Chance auf dig­i­tale Teil­habe oder Gefahr für die psy­chis­che Gesund­heit? Über diese Frage haben die Abge­ord­neten in der Frak­tion­ssitzung inten­siv disku­tiert. Mit dabei waren die Experten Prof. Dr. med. Mar­cel Romanos, Klinikdi­rek­tor des Zen­trums für Psy­chis­che Gesund­heit (ZEP) am Uni­ver­sität­sklinikum Würzburg, sowie Semjon Rens, Pub­lic Pol­i­cy Direc­tor für Deutsch­land, Öster­re­ich und die Schweiz bei Meta. Faz­it der Würzburg­er Abge­ord­neten Dr. Andrea Behr, Mit­glied im Gesund­heit­sauss­chuss, und aller Frak­tion­skol­legin­nen und ‑kol­le­gen: Wir brauchen einen ver­ant­wor­tungsvollen Umgang mit Social Media. Es beste­ht Hand­lungs­be­darf für einen wirk­samen Schutz unser­er Kinder und Jugendlichen. Hier sind vor allem auch die Betreiber von Social-Media-Plat­tfor­men in der Pflicht. Hier find­en Sie Stim­men zum Thema.
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Neue Regeln sollen Organspende erleichtern

Neue Regeln sollen Organspende erleichtern
Der Bun­destag hat am Don­ner­stag (26. März) eine Änderung des Trans­plan­ta­tion­s­ge­set­zes (TPG) beschlossen, die Leben­dor­ganspenden – wie etwa Nier­en­trans­plan­ta­tio­nen – leichter ermöglichen soll. Aktuell warten in Bay­ern rund 1.100 Men­schen auf ein lebenswichtiges Spenderor­gan – in Deutsch­land sind es ins­ge­samt rund 8.200.
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Aus dem Arbeitskreis Gesundheit, Pflege und Prävention

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit Frak­tion­sini­tia­tiv­en von mehr als 110 Mil­lio­nen Euro run­den die Land­tags­frak­tio­nen von CSU und FREIEN WÄHLERN den Haushalt 2026 ab, set­zen eigene Schw­er­punk­te und regionale Impulse im ganzen Freis­taat — auch im Bere­ich von Gesund­heit, Pflege und Präven­tion. Ins­ge­samt dür­fen sich rund 600 Pro­jek­te in ganz Bay­ern über Zuschüsse freuen. Wir investieren in das, was Bay­ern stark macht: Men­schen, Engage­ment und Zusam­men­halt — von Medi­zin­stipen­di­en im Aus­land, über inno­v­a­tive Ansätze in der Parkin­son-Behand­lung, Sucht- und Dro­gen­präven­tion, die Ver­sorgung von Fatigue-Pati­entin­nen und Patien­ten, die Verbesserung der pflegerischen, ambu­lant-medi­zinis­chen Ver­sorgung vor Ort, Prax­isan­leit­er­bonus im Bere­ich der Podolo­gie oder auch das The­ma Wohn­raum für soziale und pflegerische Berufe usw.

Als Arbeit­skreis für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion haben wir eigene The­men­schw­er­punk­te geset­zt und die erforder­lichen Mit­tel im Dop­pel­haushalt 2026/27 bere­it­gestellt, die wir — Car­oli­na Traut­ner, Mar­tin Mit­tag, Dr. Andrea Behr, Thorsten Freuden­berg­er, Ste­fan Mey­er, Hel­mut Schnotz, Sascha Schnür­er und Bern­hard Sei­de­nath — Ihnen hier vorstellen möcht­en. Die Beratun­gen im Haushalt­sauss­chuss sind hierzu bere­its abgeschlossen, es fol­gen nun noch die Beratun­gen und die abschließende Beschlussfas­sung im Plenum des Landtags.

Wir wün­schen Ihnen eine angenehme Lek­türe und verbleiben mit fre­undlichen Grüßen,

Ihr Bern­hard Seidenath

1.000.000 Euro

(Bild: Gustavo Fring / pexels)

(Bild: Gus­ta­vo Fring / pexels)

Medi­zin­stipen­di­en im Ausland
“Aus­bil­dung ist der beste Wirk­stoff gegen dro­hen­den Medi­zin­er­man­gel. Wir brauchen aber mit Blick auf den demografis­chen Wan­del mehr Medi­ziner­in­nen und Medi­zin­er. Mit dem EU-Stipen­di­en­pro­gramm geben wir jun­gen Men­schen die Chance auf einen Stu­di­en­platz im Aus­land und sich­ern im Gegen­zug die medi­zinis­che Ver­sorgung in Bay­ern, beson­ders im ländlichen Raum”, unter­stre­icht AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath.

Ins­ge­samt bis zu 100 junge Men­schen, die bere­it sind, nach dem Studi­um als Ärztin oder Arzt im ländlichen Raum Bay­erns tätig zu sein, wer­den vom Freis­taat im Aus­land zu unter­stützt. Zehn Prozent der Plätze sind für ange­hende Kinder- und Jugendpsy­chi­a­terin­nen und ‑psy­chi­ater reserviert – ein geziel­ter Beitrag gegen den akuten Nach­wuchs­man­gel in diesem sen­si­blen Bere­ich. Derzeit studieren 23 ange­hende Ärztin­nen und Ärzte im Aus­land, denen eine Förderung zur Über­nahme von Stu­di­enge­bühren in Höhe von bis zu 10.000 Euro pro Semes­ter für läng­stens 12 Semes­ter gewährt wird. Hier­für wer­den für das Jahr 2026 — für weit­ere 77 Stipen­di­en — zusät­zlich eine Mil­lion Euro zur Ver­fü­gung gestellt.

600.000 Euro

(Bild: Jcomp / FREEP!K)

(Bild: Jcomp / FREEP!K)

Ultra­schallther­a­pie für Parkinson-Patienten
Eine „Mag­ne­tres­o­nanzges­teuerte Fokussierte Ultra­schallther­a­pie“ gibt Parkin­son-Pati­entin­nen und Patien­ten sowie auch solchen mit essen­tiellem Tremor Hoff­nung: der Ein­griff kann das Zit­tern, das die Leben­squal­ität so sehr beein­trächtigt, deut­lich lin­dern oder gar ganz auss­chal­ten. Der­ar­tige Ein­griffe sind deutsch­landweit aktuell nur in Kiel, Bonn, Kas­sel und Freiburg möglich. Ziel ist, dass diese Ther­a­pie kün­ftig auch in Bay­ern durchge­führt wer­den kann – als Stan­dort kommt, wie Bern­hard Sei­de­nath betont, Dachau in Betra­cht. Das Mod­ell­pro­jekt ist in zwei Phasen geplant. Die Mit­tel für die erste Tranche i. H. v. 500.000. Euro wur­den im Nach­tragshaushalt 2025 (LT-Drs. 19/4942) ver­an­schlagt, jet­zt kom­men noch ein­mal 600.000 Euro hinzu.

600.000 Euro

(Bild: Anna Shvets / pexels)

(Bild: Anna Shvets / pexels)

Beratung für Post-COVID-Erkrank­te und ME/CFS-Betrof­fene
Myal­gis­che Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syn­drom (ME/CFS) bet­rifft in Bay­ern schätzungsweise min­destens 100.000 Men­schen – und damit auch zahlre­iche Fam­i­lien. Die Erkrankung führt häu­fig zu mas­siv­en Ein­schränkun­gen der Leben­squal­ität und stellt Betrof­fene wie Ange­hörige vor große Her­aus­forderun­gen. Um die Ver­sorgung und Unter­stützung gezielt zu verbessern, wer­den zwei wichtige Vorhaben gefördert: „ME/CFS ist eine schw­er­wiegende und oft noch zu wenig sicht­bare Erkrankung, die vor allem die Jugend und damit die Zukun­ft unser­er Gesellschaft bet­rifft. Mit dem Aus­bau von Forschung, Ver­sorgung und Beratung set­zen wir ein wichtiges Zeichen für die Betrof­fe­nen und ihre Fam­i­lien“, betont Bern­hard Sei­de­nath.

Die Uni­ver­sität Regens­burg erhält 400.000 Euro für die Ausstat­tung und als Anschub­fi­nanzierung ein­er spezial­isierten ME/CFS-Ambu­lanz. Im ost­bay­erischen Raum fehlt eine solche Ein­rich­tung bish­er völ­lig. Zudem wer­den 200.000 Euro für die Grün­dung des Vere­ins Postvi­ral-Beratung Bay­ern e.V. bere­it­gestellt. Ziel ist der Auf­bau eines auf­suchen­den Beratungsange­bots für Post-COVID-Erkrank­te und ME/CFS-Betrof­fene. Geplant ist eine zen­trale Beratungsstruk­tur für Erkrank­te und Ange­hörige sowie ein inno­v­a­tiv­er Ansatz mit Gemein­de­schwest­ern zur Betreu­ung schw­er­stkranker, haus­ge­bun­den­er Pati­entin­nen und Patien­ten – ins­beson­dere im Raum München.

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