Aus dem Bezirkstag

Foto: Stephanie Burgmaier
Burgmaier informiert über Zahlungsströme 2025 zwischen Bezirk und Landkreis:
Größter Posten bleibt mit Abstand die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung
„Jedes Jahr im Juli werden dem Bezirksausschuss des Bezirks Oberbayern die aktuellen Zahlungsströme zwischen Bezirk und Landkreisen vorgelegt“, informiert die heimische Bezirksrätin Stephanie Burgmaier. Hier werde der Finanzfluss zwischen den einzelnen oberbayerischen Landkreisen und den kreisfreien Städten mit der Landeshauptstadt München und dem Bezirk Oberbayern dargestellt.
Die Hauptbereiche sind die Hilfe zur Pflege, Hilfen für Menschen mit Behinderung und die Förderung der freien Wohlfahrtspflege. Burgmaier erklärt, dass sich die Anzahl der Leistungsempfänger nach dem gewöhnlichen Aufenthalt gemäß Paragraf 98 SGB XII bestimme, sprich, dass diese im Landkreis Dachau wohnen müssen.
So erhielten 451 Personen Hilfe zur Pflege, sowohl stationär als auch ambulant. Dies entspricht einer Summe von 7,43 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2024 eine Steigerung der Unterstützung um 700.000 Euro. Der Grund für die Erhöhung seien die deutlich gestiegenen Preissteigerungen in der Pflege. „Kann eine zu pflegende Person die Kosten, die gerade im stationären Bereich stetig steigen, nicht mehr selbst tragen, springt in letzter Konsequenz der Bezirk als überörtlicher Sozialhilfeträger ein“, so die Sulzemooserin.
Menschen mit Behinderung beziehen über die sogenannte Eingliederungshilfe Leistungen der Bezirke. „Hier flossen 54,8 Millionen Euro an 1815 berechtigte Personen. Eine Steigerung um knapp 8,5 Millionen Euro zum Vorjahr“, informiert die Bezirksrätin, „mit Abstand der größte Posten“. Der Bezirk Oberbayern unterstütze davon 338 Erwachsene im stationären Wohnen mit und ohne Tagesbetreuung.
„704 Kinder im Vorschulalter erhalten vom Bezirk Hilfen, beispielsweise in heilpädagogischen Tagesstätten und integrativen Kindertageseinrichtungen, aber auch durch Individualbegleitungen in schulvorbereitende Einrichtungen, Frühförderung, isolierte heilpädagogische Maßnahmen. Im Bereich der Schulkinder wurden 125 Kinder vom Bezirk mit sogenannten Individualbegleitern unterstützt, 39 davon an Regel‑, 79 an Förderschulen“, so Burgmaier.
Im Landkreis Dachau werden zudem elf Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege zur ambulant-komplementären Versorgung vom Bezirk mit einer Summe von 3,3 Millionen Euro unterstützt.
Insgesamt sei bezirksseitig ein Zuschussbedarf von knapp 69 Millionen Euro (2024 59,6 Millionen Euro) zu verzeichnen dem 2025 landkreisseitig eine Bezirksumlage von 58,5 Millionen Euro (2024 52 Millionen Euro) gegenübersteht, betont Burgmaier. „Damit nimmt der Bezirk Oberbayern als dritte kommunale Ebene wichtige Aufgaben für die Landkreisbürgerinnen und ‑bürger im Sozialwesen wahr. Als überörtlicher Träger der Sozialhilfe finanziert er Leistungen für Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Pflegebedarf“, fasst die Bezirksrätin zusammen.

