GPA-Botschaft der Woche

Grafik: Annika Trautner
Das Faxgerät in der Arztpraxis hat ausgedient! Angesagt sind digitale, datenschutzkonforme Lösungen!
Das Faxgerät passt nicht mehr in die Arztpraxis von heute. Es ist nicht sicher. Denn Faxe werden meist over IP versandt: in digitale Datenpakete zerlegt und unverschlüsselt. Für Angreifer sind sie so leicht einsehbar wie eine offene Postkarte: die Daten liegen auf dem gesamten Übertragungsweg offen. Gefaxte Dokumente liegen zudem oft lang in den Geräten, frei zugänglich für Unbefugte. Auch ist der Faxversand fehleranfällig: Ein Zahlendreher genügt und Gesundheitsdaten landen beim Falschen. Damit steht das Fax auf extrem dünnem Eis und erfüllt die Anforderungen der DSGVO nicht mehr. In Österreich ist das Faxen von sensiblen Patientendaten daher seit 1.1.2025 verboten. Ersetzt werden sollte das Fax in Arztpraxen durch digitale, datenschutzkonforme Lösungen, etwa das KIM-Verfahren der Telematikinfrastruktur, das sicheren Austausch ermöglicht; durch den eArztbrief, das E‑Rezept oder verschlüsselte E‑Mail-Verfahren (PGP oder S/MIME). Digitalisierung fördert so den Datenschutz und macht Arbeitsabläufe effizienter!

