Aus dem Arbeit­skreis für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion 23.12.2025

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, 2026 ste­ht vor der Tür und wird viele Verän­derun­gen brin­gen. Was aber bleibt, sind die Her­aus­forderun­gen im Gesund­heits- und Pflege­bere­ich. Der Man­gel an Ärztin­nen und Ärzten, Pflegekräften und weit­eren Gesund­heits­berufen ist eine der größten Her­aus­forderun­gen unser­er Zeit. Ihm zu begeg­nen, erfordert entschlossenes Han­deln, neue Wege und einen klaren Fokus auf Präven­tion, Nach­wuchs­gewin­nung und Ent­las­tung der­jeni­gen, die unser Gesund­heitswe­sen tagtäglich tragen.

Der Arbeit­skreis für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion der CSU-Land­­tags­frak­­tion (AK GPP) set­zt genau hier an: Mit Medi­zin­stipen­di­en im Aus­land öff­nen wir tal­en­tierten jun­gen Men­schen den Weg ins Medi­zin­studi­um und stärken langfristig die Ver­sorgung in Bay­ern. Gle­ichzeit­ig kämpfen wir für starke Apotheken vor Ort, bessere Arbeits­be­din­gun­gen in der Pflege, weniger Bürokratie und mehr Zeit für Pati­entin­nen und Patien­ten. Ob Springer­di­en­ste, Sub­sti­tu­tions­be­hand­lung, ME/CFS, Organspende oder Eltern-Kind-Kuren – all diese The­men eint ein Ziel: ein leis­tungs­fähiges, men­schlich­es und zukun­fts­festes Gesund­heitswe­sen. Dieses Ziel erre­ichen wir nur im Dia­log mit Prak­tik­ern, Betrof­fe­nen und Exper­tin­nen und Experten – und mit klaren poli­tis­chen Entscheidungen.

Dieser Newslet­ter gibt Ihnen einen Ein­blick in unsere aktuelle Arbeit. Er zeigt: Wir reden nicht nur über Prob­leme, wir arbeit­en an Lösun­gen. In diesem Sinne wün­sche ich Ihnen — zusam­men mit meinen Kol­legin­nen und Kol­le­gen Staatsmin­is­terin a.D. Car­oli­na Traut­ner, Mar­tin Mit­tag, Dr. Andrea Behr, Thorsten Freuden­berg­er, Ste­fan Mey­er, Hel­mut Schnotz und Sascha Schnür­er — eine span­nende Lek­türe unseres Newsletters.

Zum Jahre­sausklang danke ich allen, die sich tagtäglich mit großem Engage­ment für die Gesund­heit ander­er ein­set­zen – in Prax­en, Kliniken, Apotheken, Pflegeein­rich­tun­gen, Ehre­namt und Fam­i­lie. Ihnen und Ihren Ange­höri­gen wün­sche ich fro­he und geseg­nete Wei­h­nacht­en, erhol­same Feiertage und Erfolg, Zuver­sicht und Kraft für das kom­mende Jahr 2026 — sowie natür­lich vor allem Gesundheit!

Ihr
Bern­hard Sei­de­nath, MdL

Gegen den Ärzte­man­gel 23.12.2025
Mit neuen Medizinstudierenden: Dr. Stephan Kolb, Vizekanzler Standort Nürnberg der Paracelsus Universität, und Bernhard Seidenath (von links).

Mit neuen Medi­zin­studieren­den: Dr. Stephan Kolb, Vizekan­zler Stan­dort Nürn­berg der Paracel­sus Uni­ver­sität, und Bern­hard Sei­de­nath (von links).

Medi­zin­stipen­di­en im EU-Ausland
Der AK GPP hat sich mit Nach­druck für ein Förder­pro­gramm zur Über­nahme von Stu­di­enge­bühren für das Studi­um der Human­medi­zin im EU-Aus­­land einge­set­zt. Dank der engen Zusam­me­nar­beit mit den Uni­ver­sitäten und dem Bay­erischen Lan­desamt für Gesund­heit und Lebens­mit­tel­sicher­heit (LGL) kon­nten für das Stu­di­en­jahr 2025/26 bere­its 23 Stipen­di­en vergeben wer­den – zehn davon an Studierende der Paracel­sus Medi­zinis­chen Pri­vatu­ni­ver­sität Salzburg in Koop­er­a­tion mit dem Klinikum Nürn­berg. Der Erfolg gibt dem eingeschla­ge­nen Weg recht: Für das Stu­di­en­jahr 2026/27 ste­hen nun weit­ere 77 Stipen­di­en zur Ver­fü­gung, darunter neun gezielt für ange­hende Kinder- und Jugendpsy­chi­a­terin­nen und ‑psy­chi­ater – ein starkes Sig­nal angesichts des beson­ders hohen Ver­sorgungs­be­darfs in diesem Bereich.

Das beste Rezept gegen den Medi­zin­er­man­gel sind mehr Medi­zin­er. Unser Ziel ist es, tal­en­tierten jun­gen Men­schen den Zugang zum Medi­zin­studi­um zu erle­ichtern und gle­ichzeit­ig die ärztliche Ver­sorgung in Bay­ern nach­haltig zu stärken — und das eben auch im EU-Aus­­land”, beton­ten Bern­hard Sei­de­nath als Vor­sitzen­der des AK Gesund­heit und Mar­tin Mit­tag als Coburg­er Stimmkreisabgeordneter.

Weit­ere Informationen

Dringlichkeit­santrag 23.12.2025
Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­­tion

Apotheken vor Ort stärken
Die CSU-Frak­­tion stemmt sich gegen das Apotheken­ster­ben und will eine wohnort­na­he Ver­sorgung mit Arzneimit­teln auch kün­ftig sich­ern. Per Dringlichkeit­santrag hat sie deshalb Nachbesserun­gen der Apotheken­re­form des Bun­des gefordert.

Car­oli­na Traut­ner, Apothek­erin und Mit­glied im Gesund­heit­sauss­chuss, betonte im Plenum: „Mit Apotheken ist es wie mit alten Fre­un­den: Sie sind beson­ders wertvoll und hochgeschätzt. Und man merkt erst, was man ver­loren hat, wenn sie plöt­zlich nicht mehr da sind. Das Apotheken­ster­ben hat lei­der längst begonnen, deshalb brauchen die Apotheken vor Ort unsere Hil­fe!” An der Apotheken­re­form des Bun­des müsse an eini­gen Stellen noch nachgebessert wer­den, etwa in der Vergü­tungsstruk­tur – „jet­zt und nicht irgend­wann später!”.

Pressemit­teilung

Apotheken­re­form im Fokus 23.12.2025
Foto: CSU-Fraktion

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Die Sitzung des Arbeit­skreis­es für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion stand Anfang Dezem­ber ganz im Zeichen der Apotheken­re­form. Der neue Entwurf aus dem Bun­des­ge­sund­heitsmin­is­teri­um sorgt aktuell für Verärgerung unter den Apothek­erin­nen und Apothek­ern auch in Bay­ern. Die Präsi­dentin der Bay­erischen Apothek­erkam­mer, Franziska Scharpf, unter­strich: „Seit Jahren arbeit­en Apotheken am Lim­it. Der Entwurf bleibt deut­lich hin­ter dem Koali­tionsver­trag zurück. Trotz klar­er Zusagen bleibt eine Anpas­sung des Hon­o­rars weit­er aus.” Bern­hard Sei­de­nath betonte als Vor­sitzen­der des Arbeit­skreis­es: „Wir ste­hen an der Seite unser­er Apothek­erin­nen und Apothek­er und wer­den uns in Berlin weit­er­hin nach­drück­lich für Nachbesserun­gen des vorgelegten Entwurfs einsetzen.“
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Springer­di­en­ste: Belas­tung der Pflegekräfte reduzieren 23.12.2025
Foto: CSU-Fraktion

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In der jüng­sten Sitzung des Arbeit­skreis­es Gesund­heit, Pflege und Präven­tion stand erneut der Sach­stand der Ver­hand­lun­gen in der Selb­stver­wal­tung zu den Springer­di­en­sten im Mit­telpunkt. Springer­di­en­ste sind flex­i­bel ein­set­zbare Pflege-Teams, die in Ein­rich­tun­gen ein­sprin­gen, wenn reg­uläres Per­son­al kurzfristig aus­fällt – als Gege­nen­twurf zur Lei­har­beit. Bay­ern hat­te im Rah­men eines Pilot­pro­jek­ts mit rund 5,7 Mil­lio­nen Euro ins­ge­samt 32 Springerkonzepte in 65 Langzeitpflegeein­rich­tun­gen gefördert. Die Hochschule Kempten hat in einem Gutacht­en bestätigt: Springerkonzepte kön­nen die Belas­tung der Pflegekräfte deut­lich reduzieren und zugle­ich den Ein­satz von Lei­har­beit ver­ringern. AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath betonte: „Pflegeper­son­al erwartet zu Recht ver­lässliche Dien­st­pläne und ein Aus­fal­lkonzept, das nicht darauf basiert, dass Beschäftigte in ihrer Freizeit ein­sprin­gen müssen.” Hel­mut Schnotz ergänzte: “Das ‚Holen aus dem Frei‘ ist für Pflegekräfte bisweilen ein Grund, ihren Job an den Nagel zu hän­gen. Das wollen wir unbe­d­ingt verhindern!“
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Werk­stattge­spräch zur Sub­sti­tu­tions­be­hand­lung 23.12.2025
Foto: CSU-Fraktion

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Depotmedika­tion als Chance für eine bessere Versorgung?
Die aktuellen Her­aus­forderun­gen der Dro­­gen-Sub­­sti­­tu­­tion­s­be­hand­lung haben bei einem Werk­stattge­spräch der CSU-Frak­­tion Exper­tin­nen und Experten aus Medi­zin, Forschung, Jus­tiz, Ver­sorgung und Krankenkassen disku­tiert. Im Mit­telpunkt stand die Frage, wie Depot-Medika­­mente – nur noch wöchentliche oder gar monatliche statt tägliche Ver­gabe – Ver­sorgungslück­en schließen und Behan­dler wie Pati­entin­nen und Patien­ten ent­las­ten kön­nen. Deutsch­land liegt mit einem Depot-Anteil von rund 2,7 Prozent weit hin­ter Län­dern wie Schwe­den oder Finn­land zurück. Bern­hard Sei­de­nath, gesund­heit­spoli­tis­ch­er Sprech­er, betonte die Bedeu­tung klar­er Rah­menbe­din­gun­gen: „Zahlre­iche suchtkranke Men­schen brauchen Sub­sti­tu­tion, um ein möglichst nor­males Leben auch mit Dro­gen­ab­hängigkeit haben zu kön­nen. Hier kann Depotmedika­tion eine Rolle spie­len.” “Wir brauchen aber noch mehr Rechtssicher­heit, weniger Bürokratie und eine faire Vergü­tung“, wie auch Thorsten Freuden­berg­er unterstrich.
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Gespräch zur Müt­ter- und Säuglingssterblichkeit 23.12.2025
Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­­tion

In ein­er gemein­samen Sitzung der Gesund­heits- und Pflege­poli­tik­er der Regierungs­frak­tio­nen CSU und FW standen die Müt­ter- und Säuglingssterblichkeit im Mit­telpunkt – und was für deren weit­ere Senkung getan wer­den kann. Bay­ern hat dank ein­er starken Schwan­geren­vor­sorge sehr niedrige Sterblichkeit­srat­en. Bern­hard Sei­de­nath betonte als Vor­sitzen­der des Arbeit­skreis­es für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion den­noch: „Müt­ter­sterblichkeit ist ein Gradmess­er für die Qual­ität unseres Gesund­heitswe­sens. Bay­ern ste­ht gut da – und genau deshalb dür­fen wir jet­zt nicht nach­lassen.” Zum Gespräch­sergeb­nis resümierte Dr. Andrea Behr: “Wir müssen die Dat­en, die wir schon haben, intel­li­gent nutzen. Unser Ziel ist Klarheit, nicht mehr Bürokratie.“
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Hil­f­s­mit­tel­re­cy­cling: nach­haltig und ver­sorgungssich­er 23.12.2025
Foto: CSU-Fraktion

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In einem Werk­stattge­spräch hat sich der Arbeit­skreis Gesund­heit, Pflege und Präven­tion mit dem The­ma Hil­f­s­mit­tel­re­cy­cling auseinan­derge­set­zt. Im Mit­telpunkt stand die Frage, wie medi­zinis­che Hil­f­s­mit­tel – etwa Orthe­sen, Roll­stüh­le, Rol­la­toren oder andere Mobil­ität­shil­fen – nach­haltiger genutzt und wieder­auf­bere­it­et wer­den können.
Ziel ist es, Ressourcen zu scho­nen und die Ver­sorgung effizien­ter zu gestal­ten. Disku­tiert wur­den dabei Rechts­grund­la­gen, Haf­tungs­fra­gen, die Patien­ten­sicher­heit, ökol­o­gis­che Aspek­te und die in den Mit­glied­staat­en sehr unter­schiedliche Ausle­gung der europäis­chen Vor­gaben. AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath unter­strich: „Nach­haltigkeit und Ver­sorgungssicher­heit gehören zusam­men. Unser Ziel ist es, gemein­sam mit Her­stellern, Leis­tungser­bringern und Kos­ten­trägern tragfähige Lösun­gen für eine nach­haltige, rechtssichere und patien­tenori­en­tierte Hil­f­s­mit­telver­sorgung zu entwick­eln. Dazu wer­den wir uns dafür ein­set­zen, die Medi­z­in­pro­­duk­te-Richtlin­ie anzu­passen und prax­is­näher auszugestalten.“

Erschöp­fungssyn­drom ME/CFS im Fokus 23.12.2025
Foto: CSU-Fraktion

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Seit Jahren beschäftigt sich der Arbeit­skreis Gesund­heit, Pflege und Präven­tion mit der chro­nis­chen Fatigue ME/CFS, die „wie keine andere Erkrankung die Leben­squal­ität der Betrof­fe­nen ein­schränkt“, wie AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath betont. In der jüng­sten Sitzung waren Prof. Dr. Uta Behrends, Lei­t­erin der Spezial­sprech­stun­den für LONG COVID und des MRI Chro­nis­che Fatigue Cen­trum (MCFC) für junge Men­schen, Katha­ri­na Jung und Clau­dia Lau als Vertreterin­nen von „Nicht gene­sen Bay­ern“ sowie Jose­fine Sostak und Kathrin Hansen-Broeger von der Car­i­tas München-West, zu Gast. Die stel­lvertre­tende AK-Vor­sitzende Car­oli­na Traut­ner machte deut­lich: „Wir brauchen ein abges­timmtes, bun­desweites Vorge­hen, das Forschung, Ver­sorgung und soziale Unter­stützung verbindet.“
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Physi­cian Assis­tants (PA) für die Ver­sorgung der Zukun­ft 23.12.2025
Foto: CSU-Fraktion

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Medi­zinis­che Ver­sorgung stärken
Der AK GPP hat sich zum zweit­en Mal in einem Werk­stattge­spräch mit der Weit­er­en­twick­lung des Berufs­bilds „Physi­cian Assis­tant“ (PA) befasst. PAs übernehmen unter ärztlich­er Auf­sicht und Del­e­ga­tion vielfältige medi­zinis­che Auf­gaben – ins­beson­dere im sta­tionären, zunehmend aber auch im ambu­lanten Bere­ich. „Physi­cian Assis­tants kön­nen einen wichti­gen Beitrag leis­ten, die medi­zinis­che Ver­sorgung zu stärken und Ärztin­nen und Ärzte zu ent­las­ten – voraus­ge­set­zt, Aus­bil­dung, Ver­ant­wor­tung und Vergü­tung sind klar geregelt”, stellte Ste­fan Mey­er fest. “Der Arbeit­skreis wird den Prozess weit­er begleit­en – mit dem Ziel, den PAs eine klare Rolle im Ver­sorgung­steam zu geben und so die Gesund­heitsver­sorgung in Bay­ern zukun­fts­fest aufzustellen“, betonte Bern­hard Sei­de­nath, Vor­sitzen­der des Arbeitskreises.

Organspende schenkt Leben – vielle­icht Ihr eigenes!“ 23.12.2025
Foto: CSU-Fraktion

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Der Arbeit­skreis für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion hat sich mit Dr. Jut­ta Weiss, Geschäfts­führende Ärztin der Region Bay­ern der Deutschen Stiftung Organtrans­plan­ta­tion (DSO), aus­ge­tauscht. Sie hat­te erfreuliche Nachricht­en dabei: Die Zahl der post­mor­tal gespende­ten Organe lag 2024 um 38,1 Prozent höher als im Vor­jahr. Gle­ich­wohl liegt der Bedarf an Spenderor­ga­nen in Deutsch­land weit­er­hin weit über dem tat­säch­lichen Ange­bot. Die CSU-Land­­tags-Gesund­heit­spoli­tik­er mit Bern­hard Sei­de­nath und Car­oli­na Traut­ner an der Spitze war­ben deshalb beim Ter­min erneut für eine Änderung des Trans­plan­ta­tion­srechts und für die Ein­führung der Widerspruchslösung.
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Unter­wegs im Land­kreis Pas­sau 23.12.2025
Im Kinderclub der Eltern-Kind-Klinik – (v. l.) MdL Stefan Meyer, Landrat Raimund Kneidinger, Klinikleiterin Ingrid Burk, die stellvertretende Klinikleiterin Bettina ZwirnerMdL Bernhard Seidenath, Bürgermeister Wolfgang Lindmeier und Geschäftsführerin Nadine Espey. Foto: Stefanie Starke

Im Kinder­club der Eltern-Kind-Klinik – (v. l.) MdL Ste­fan Mey­er, Lan­drat Raimund Knei­dinger, Kliniklei­t­erin Ingrid Burk, die stel­lvertre­tende Kliniklei­t­erin Bet­ti­na Zwirn­er
MdL Bern­hard Sei­de­nath, Bürg­er­meis­ter Wolf­gang Lind­meier und Geschäfts­führerin Nadine Espey. Foto: Ste­fanie Starke

Eltern-Kind-Kuren
Die Mut­ter- & Vater-Kind-Klinik Inntaler Hof bei Neuburg am Inn ist eine von zwölf Ein­rich­tun­gen im bun­desweit­en Ver­bund der Arbeits­ge­mein­schaft Eltern & Kind Kliniken. Der Haupt­sitz des Ver­bunds befind­et sich im Land­kreis Pas­sau, von wo aus die Bele­gung aller Kliniken koor­diniert wird. Bei einem Besuch informierten sich MdL Ste­fan Mey­er, Lan­drat Raimund Knei­dinger, Bürg­er­meis­ter Wolf­gang Lind­meier und MdL Bern­hard Sei­de­nath über die Arbeit der Klinik.

Seit über 30 Jahren unter­stützt die Ein­rich­tung Eltern und ihre Kinder mit präven­tiv­en und reha­bil­i­ta­tiv­en Ange­boten. Behan­delt wer­den u. a. Herz-Kreis­lauf‑, Atemwegs‑, Stof­fwech­sel- und psy­cho­so­ma­tis­che Erkrankun­gen. Zusät­zlich set­zt der Inntaler Hof beson­dere Schw­er­punk­te, etwa bei Kuren nach ein­er Kreb­serkrankung der Mut­ter oder bei AD(H)S. Zunehmend nehmen auch Väter das Ange­bot in Anspruch. AK GPP-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath betonte die große Bedeu­tung der Mut­ter- und Vater-Kind-Kuren für Präven­tion und Gesund­heits­förderung: Frühzeit­ige Unter­stützung könne Leid ver­hin­dern und das Gesund­heitssys­tem langfristig entlasten.

Bürokratieab­bau im Gesund­heitswe­sen: Enquete-Kom­mis­sion legt neue Empfehlun­gen vor 23.12.2025

Kaum ein Bere­ich berührt die Men­schen so direkt wie Gesund­heit und Pflege. Entsprechend hoch ist der Hand­lungs­druck. Unter dem Vor­sitz des Abge­ord­neten Stef­fen Vogel (CSU) hat die Enquete-Kom­mis­­sion Bürokratieab­bau des Bay­erischen Land­tags neue Hand­lungsempfehlun­gen vorgelegt. Im Mit­telpunkt ste­hen prax­is­na­he Vorschläge, damit Ärztin­nen und Ärzte, Pflegekräfte und Fach­per­son­al mehr Zeit für ihre Pati­entin­nen und Patien­ten haben.
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Aus dem Arbeit­skreis Gesund­heit, Pflege und Präven­tion 7.11.2025

Sehr geehrte Damen und Herren,

Gesund­heit­spoli­tik ist kein sta­tis­ches Feld – sie lebt vom Aus­tausch, vom Zuhören und vom Mut, neue Wege zu gehen. In den ver­gan­genen Wochen hat sich der Arbeit­skreis Gesund­heit, Pflege und Präven­tion der CSU-Land­­tags­frak­­tion (AK GPP) inten­siv mit zen­tralen Zukun­fts­fra­gen unser­er Ver­sorgung befasst: von Präven­tion und Reha­bil­i­ta­tion über Hebam­men, Kinderge­sund­heit bis hin zur Sucht­poli­tik, dem Fatigue-Syn­­drom ME/CFS und Organspende.

Unsere Klausurta­gung im Deutschen Muse­um hat deut­lich gemacht, wie wichtig es ist, Wis­senschaft, Poli­tik und Prax­is zu ver­net­zen. Pro­jek­te wie das „Nürn­berg­er Mod­ell“ oder das Präven­tion­s­mo­bil digiOnko zeigen, was entste­ht, wenn inno­v­a­tive Ideen auf engagierte Men­schen tre­f­fen. Gle­ichzeit­ig set­zen wir uns mit Nach­druck für bessere Rah­menbe­din­gun­gen in der Reha, für eine bessere Gesund­heit von Kindern und Jugendlichen sowie für die Stärkung unser­er Gesund­heits­berufe ein.

Alle diese Ini­tia­tiv­en fol­gen einem Ziel: die Ver­sorgung in Bay­ern zukun­fts­fest zu gestal­ten. In diesem Sinne wün­sche ich Ihnen — zusam­men mit meinen Kol­legin­nen und Kol­le­gen im AK GPP, Staatsmin­is­terin a.D. Car­oli­na Traut­ner, Mar­tin Mit­tag, Dr. Andrea Behr, Thorsten Freuden­berg­er, Ste­fan Mey­er, Hel­mut Schnotz und Sascha Schnür­er — eine span­nende Lek­türe unseres Newslet­ters. Seien Sie gut informiert – und bleiben Sie gesund!

Her­zliche Grüße,

Bern­hard Sei­de­nath, MdL
Vor­sitzen­der des Arbeit­skreis­es Gesund­heit, Pflege und Prävention

ME/CFS 7.11.2025
In der jüngsten Sitzung waren Prof. Dr. Uta Behrends (2.v.l.), Leiterin der Spezialsprechstunden für LONG COVID und des MRI Chronische Fatigue Centrum (MCFC) für junge Menschen, Katharina Jung und Claudia Lau (2. und 2.v.r.) als Vertreterinnen von „Nicht genesen Bayern“ sowie Josefine Sostak und Kathrin Hansen-Broeger von der Caritas München-West (5. und 6.v.l.), zu Gast. Foto: CSU-Fraktion

In der jüng­sten Sitzung waren Prof. Dr. Uta Behrends (2.v.l.), Lei­t­erin der Spezial­sprech­stun­den für LONG COVID und des MRI Chro­nis­che Fatigue Cen­trum (MCFC) für junge Men­schen, Katha­ri­na Jung und Clau­dia Lau (2. und 2.v.r.) als Vertreterin­nen von „Nicht gene­sen Bay­ern“ sowie Jose­fine Sostak und Kathrin Hansen-Broeger von der Car­i­tas München-West (5. und 6.v.l.), zu Gast. Foto: CSU-Fraktion

Seit Jahren beschäftigt sich der Arbeit­skreis für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion der CSU-Land­­tags­frak­­tion mit ME/CFS, die „wie keine andere Erkrankung die Leben­squal­ität der Betrof­fe­nen ein­schränkt“, wie AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath betont. In der jüng­sten Sitzung waren Prof. Dr. Uta Behrends, Lei­t­erin der Spezial­sprech­stun­den für LONG COVID und des MRI Chro­nis­che Fatigue Cen­trum (MCFC) für junge Men­schen, Katha­ri­na Jung und Clau­dia Lau als Vertreterin­nen von „Nicht gene­sen Bay­ern“ sowie Jose­fine Sostak und Kathrin Hansen-Broeger von der Car­i­tas München-West, zu Gast.

Die ME/CFS-Spezial­istin Behrends berichtete über den aktuellen Sach­stand zu Forschung und Ver­sorgung, Jose­fine Sostak und Kathrin Hansen-Broeger stell­ten mögliche Ver­sorgungs­for­men vor, die auf die speziellen Bedürfnisse der Pati­entin­nen und Patien­ten eingehen.

Das Faz­it von Bern­hard Sei­de­nath und sein­er Vertreterin Car­oli­na Traut­ner lautet: „Wir brauchen ein abges­timmtes, bun­desweites Vorge­hen, das Forschung, Ver­sorgung und soziale Unter­stützung verbindet. Bay­ern hat hier mit seinen Ini­tia­tiv­en eine Vor­re­it­er­rolle – aber wir dür­fen nicht nach­lassen, bis jede und jed­er Betrof­fene die Hil­fe bekommt, die nötig ist. Hier ste­hen wir an der Seite der Betrof­fe­nen, deren Zahl lei­der beständig steigt.“

Beitrag zur Mobil­itätssicherung 7.11.2025
Der AK Gesundheit mit Vertretern der Firma Orthoscoot. Foto: CSU-Fraktion

Der AK Gesund­heit mit Vertretern der Fir­ma Orthoscoot. Foto: CSU-Fraktion

Inno­va­tio­nen aus Bay­ern
Der Arbeit­skreis Gesund­heit, Pflege und Präven­tion der CSU-Land­­tags­frak­­tion hat sich mit einem Beitrag zur Mobil­itätssicherung nach Ver­let­zun­gen und Oper­a­tio­nen am Fuß- und Sprungge­lenk beschäftigt. Die ORTHOSCOOT GmbH stellte dem AK ihr Mobil­ität­shil­f­s­mit­tel vor: Der Orthoscoot ermöglicht den Pati­entin­nen und Patien­ten eine neue Art der Fort­be­we­gung ohne Krück­en, mehr Leben­squal­ität – und damit eine schnellere Rück­kehr in All­t­ag und Beruf. „Wir brauchen Inno­va­tio­nen – ger­ade auch in der Phase der Gene­sung. Prax­is­na­he Medi­z­in­tech­nik kann Ver­sorgung verbessern und Fol­gekosten ver­mei­den. Klar ist: Gute Ideen dür­fen nicht an bürokratis­chen Hür­den scheit­ern. Neue Wege in der Ver­sorgung brauchen solche auch bei der Finanzierung“, betont die stel­lv. AK-Vor­sitzende, Staatsmin­is­terin a.D. Car­oli­na Traut­ner.

Das Unternehmen mit Sitz in Bay­erisch-Schwaben, unter anderem mit dem Bay­erischen Grün­der­preis aus­geze­ich­net, sucht derzeit den Kon­takt zu Poli­tik und Kos­ten­trägern, um Pati­entin­nen und Patien­ten flächen­deck­end Zugang zu dieser mod­er­nen Mobil­ität­shil­fe zu ermöglichen.

Geburtshil­fe 7.11.2025
Foto:CSU-Fraktion

Foto:CSU-Fraktion

Hebam­men­ver­sorgung sichern
Hebam­men sind unverzicht­bar für die Geburtshil­fe, für die Ver­sorgung von Schwan­geren und Gebären­den und von Fam­i­lien vor und nach der Geburt. In Bay­ern wird diese Ver­sorgung im Ver­gle­ich zu anderen Bun­deslän­dern in beson­ders hohem Maße von freiberu­flichen Beleghe­bam­men geleis­tet. Deshalb war es ein starkes Sig­nal, dass der Land­tag in seinen Entschei­dun­gen in den ver­gan­genen Wochen Ein­stim­migkeit gezeigt hat. Alle Mit­glieder des AK GPP macht­en klar: „Wir ste­hen an der Seite der Hebammen!”

Hier find­en Sie den Dringlichkeit­santrag.
Hier find­en Sie das Video

Werk­stattge­spräch 7.11.2025
Wie kann sich das Berufsbild des Physician Assistant weiterentwickeln? Mit dieser Frage hat sich der AK GPP mit Expertinnen und Experten ausgetauscht. Foto: CSU-Fraktion

Wie kann sich das Berufs­bild des Physi­cian Assis­tant weit­er­en­twick­eln? Mit dieser Frage hat sich der AK GPP mit Exper­tin­nen und Experten aus­ge­tauscht. Foto: CSU-Fraktion

Physi­cian Assis­tans für die Versorgung
Der Arbeit­skreis Gesund­heit, Pflege und Präven­tion der CSU-Land­­tags­frak­­tion hat sich — nach einem ersten im ver­gan­genen Jahr — in einem zweit­en Werk­stattge­spräch mit der Weit­er­en­twick­lung des Berufs­bilds „Physi­cian Assis­tant“ (PA) befasst. PAs übernehmen unter ärztlich­er Auf­sicht und Del­e­ga­tion vielfältige medi­zinis­che Auf­gaben – und tra­gen so zur Ent­las­tung der Ärzteschaft und zur Sicherung der Ver­sorgung bei, ins­beson­dere im sta­tionären, zunehmend aber auch im ambu­lanten Bere­ich. „Physi­cian Assis­tants kön­nen einen wichti­gen Beitrag leis­ten, die medi­zinis­che Ver­sorgung zu stärken – voraus­ge­set­zt, Aus­bil­dung, Ver­ant­wor­tung und Vergü­tung sind klar geregelt. Der Arbeit­skreis wird den Prozess weit­er begleit­en – mit dem Ziel, den PAs eine klare Rolle im Ver­sorgung­steam zu geben und so die Gesund­heitsver­sorgung in Bay­ern zukun­fts­fest aufzustellen“, betonte AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath. Seine Stel­lvertreterin, Staatsmin­is­terin a.D. Car­oli­na Traut­ner, unter­strich: „In Deutsch­land sind derzeit rund 5.000 Studierende im Bere­ich Physi­cian Assis­tance eingeschrieben, davon mehr als 600 an ein­er Fern­hochschule. Der Run auf diesen Stu­di­en­gang ist gewaltig – deshalb brauchen wir klare Rahmenbedingungen.“

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zum Werkstattgespräch
Posi­tion­spa­pi­er der Bundesärztekammer

Hil­f­s­mit­telver­sorgung 7.11.2025
Mit Expertinnen und Experten hat sich AK GPP zum Thema Hilfsmittelrecyclings ausgetauscht.

Mit Exper­tin­nen und Experten hat sich AK GPP zum The­ma Hil­f­s­mit­tel­re­cy­clings ausgetauscht.

Nach­haltigkeit im Fokus
IIn einem Werk­stattge­spräch hat sich der Arbeit­skreis Gesund­heit, Pflege und Präven­tion mit dem The­ma Hil­f­s­mit­tel­re­cy­cling auseinan­derge­set­zt. Im Mit­telpunkt stand die Frage, wie medi­zinis­che Hil­f­s­mit­tel – etwa Orthe­sen, Roll­stüh­le, Rol­la­toren oder andere Mobil­ität­shil­fen – nach­haltiger genutzt und wieder­auf­bere­it­et wer­den können.
Ziel ist es, Ressourcen zu scho­nen und Ver­sorgung effizien­ter zu gestal­ten. Disku­tiert wur­den dabei Rechts­grund­la­gen, Haf­tungs­fra­gen, die Patien­ten­sicher­heit, ökol­o­gis­che Aspek­te und die in den Mit­glied­staat­en sehr unter­schiedliche Ausle­gung der europäis­chen Vor­gaben. Bern­hard Sei­de­nath unter­strich: „Nach­haltigkeit und Ver­sorgungssicher­heit gehören zusam­men. Unser Ziel ist es, gemein­sam mit Her­stellern, Leis­tungser­bringern und Kos­ten­trägern tragfähige Lösun­gen für eine nach­haltige, rechtssichere und patien­tenori­en­tierte Hil­f­s­mit­telver­sorgung zu entwick­eln. Dazu wer­den wir uns dafür ein­set­zen, die Medi­z­in­pro­­duk­te-Richtlin­ie auf EU-Ebene anzu­passen und prax­is­näher auszugestalten.“

 

Im Deutschen Muse­um 7.11.2025
Der AK besichtigte die Gesundheitsausstellung im Deutschen Museum.

Der AK besichtigte die Gesund­heit­sausstel­lung im Deutschen Museum.

Klausurta­gung des AK Gesundheit
Der AK GPP hat sich zum Ende der Som­mer­pause zu sein­er diesjähri­gen Klausurta­gung im Deutschen Muse­um in München getrof­fen. Im Mit­telpunkt stand der Aus­tausch mit Staatsmin­is­terin Judith Ger­lach, die einen umfassenden Überblick über die aktuelle gesund­heits- und pflege­poli­tis­che Lage gab und zen­trale Her­aus­forderun­gen für die kom­menden Monate skizzierte. Ver­tieft wurde dabei ins­beson­dere das The­ma „Präven­tion“.

Nach einem gemein­samen Mit­tagessen besichtigten die Mit­glieder des Arbeit­skreis­es die Ausstel­lung „Gesund­heit“ im Deutschen Muse­um, bevor im Anschluss aktuelle poli­tis­che Ini­tia­tiv­en und Vorhaben der Frak­tion disku­tiert wur­den. Den Abschluss bildete ein Gespräch mit Vertreterin­nen und Vertretern der Ini­tia­tive „Nicht gene­sen Bay­ern“, das wertvolle Ein­blicke in die Sit­u­a­tion von vom Chro­nis­chen Fatigue-Syn­­drom (ME/CFS) Betrof­fe­nen und in den aktuellen Forschungs­stand gab. „Gesund­heit­spoli­tik braucht den Blick nach vorn – und den direk­ten Dia­log mit den Men­schen, die betrof­fen sind. Nur wenn wir zuhören, ver­ste­hen und han­deln, kön­nen wir Ver­sorgung wirk­lich verbessern“, betonte Bern­hard Seidenath.