GPA-Botschaft der Woche

Grafik: Annika Trautner
Kein “klick und krank”! Bei der AU-Bescheinigung vielmehr auf das Hausarzt-Patienten-Verhältnis setzen!
Reine Online-Krankschreibungen ohne persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt, etwa durch Anbieter im Ausland, darf es künftig nicht mehr geben! Auch müssen Erstkrankschreibungen bisher unbekannter Patienten über Video, Telefon, Chat oder App ausgeschlossen werden. Stattdessen können Hausärzte hier ihre Rolle als Lotsen in der medizinischen Versorgung ausspielen. Wenn ein Behandlungs- und Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient besteht, begegnen auch telefonische Krankschreibungen keinen Bedenken. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen dienen dem Schutz der Patienten, dem Infektionsschutz sowie der verantwortungsvollen Steuerung von Arbeitsfähigkeit und Genesung. Mit ca. 1 % aller Fälle ist die telefonische Krankschreibung bisher kein Treiber steigender Krankheitszahlen. Sie kann aber Praxen und Patienten entlasten, wenn sie in der Verantwortung der Hausärzte bleibt, die ihre Patienten seriös medizinisch einschätzen können. Wer Missbrauch verhindern und Bürokratie abbauen will, muss Vertrauensstrukturen stärken!

