GPA-Botschaft der Woche

Grafik: Annika Trautner

Grafik: Anni­ka Trautner

Mehr Opi­oid-Abhängige in Sub­sti­tu­tions­be­hand­lun­gen bringen!
Eine Sub­sti­tu­tions­be­hand­lung ermöglicht es Opi­oid-Abhängi­gen, ein geregeltes Leben jen­seits von Beschaf­fungs-Krim­i­nal­ität zu führen. Von geschätzten 166.000 Opi­oid­ab­hängi­gen in Deutsch­land befind­en sich aktuell aber nur die Hälfte in ein­er sub­sti­tu­tion­s­gestützten Behand­lung nach § 5 BtMVV. Bis zu 90.000 Suchtkranke bleiben unerr­e­icht. Regionale Lück­en beste­hen v.a. in ländlichen Gebi­eten. Zudem sind die sub­sti­tu­ieren­den Ärztin­nen und Ärzte im Schnitt über 55 Jahre alt. Hil­fre­ich kön­nte eine stärkere Ein­bindung von Hausärzten oder –wie in Hes­sen- von Apotheken in die Sichtver­gabe sein. Lin­derung kön­nte neben Methadon oder Polami­don die Sub­stanz Buprenor­phin brin­gen, die sich als Depot-Medika­ment eignet. In Deutsch­land ist der Anteil an Depot-Medika­tion mit 2,7% noch ger­ing — in Finn­land sind es rund 60%. Grund kön­nte sein, dass eine Depot-Behand­lung derzeit geringer vergütet wird. Faz­it: Bay­ern hat sich in den let­zten Jahren um die Mod­ernisierung der BtMVV ver­di­ent gemacht. Es beste­ht weit­er Handlungsbedarf!