Bayern als Vorreiter: CSU-Fraktion begrüßt Einigung zu Springerkonzepten in der stationären Pflege

Die CSU-Frak­tion im Bay­erischen Land­tag begrüßt die Eini­gung der Pflege­ver­bände, Pflegekassen und Bezirke zur Weit­er­en­twick­lung des Rah­men­ver­trags für die voll­sta­tionäre Pflege und zur verbindlichen Regelung von Bedin­gun­gen und Finanzierung betrieblich­er Aus­fal­lkonzepte mit Springern. Ziel ist es, die Arbeits­be­din­gun­gen für Pflegekräfte zu verbessern, die pflegerische Ver­sorgung zu sich­ern und den Ein­satz von Zeitar­beit deut­lich zu ver­ringern. Kern der Eini­gung ist die Weit­er­en­twick­lung des Rah­men­ver­trags für die voll­sta­tionäre Pflege, die zum 1. März 2026 in Kraft trat und die rechtlichen wie finanziellen Rah­menbe­din­gun­gen für betriebliche Aus­fal­lkonzepte festschreibt. Dazu gehören Regelun­gen zur Refi­nanzierung flex­i­bler Per­son­alein­sätze, von Zuschlä­gen, Zula­gen und Prämien – etwa für Ruf­bere­itschaften und Bere­itschafts­di­en­ste – sowie die Möglichkeit, die beson­deren Flex­i­bil­ität­san­forderun­gen von Springerkräften mit Vergü­tun­gen ober­halb des region­al üblichen Ent­loh­nungsniveaus zu honorieren.

CSU-Frak­tionsvor­sitzen­der Klaus Holetschek, der das Springerkonzept in sein­er Zeit als Gesund­heitsmin­is­ter ini­ti­iert hat, erk­lärt: „Bay­ern zeigt ein­mal mehr, dass wir in der Pflege­poli­tik vor­ange­hen. Diese Eini­gung ist ein großer Schritt für mehr Ver­lässlichkeit in der Pflege – für die Pflegekräfte genau­so wie für die Pflegebedürfti­gen. Wir sor­gen dafür, dass Pflegeein­rich­tun­gen endlich rechtliche und finanzielle Pla­nungssicher­heit für betriebliche Aus­fal­lkonzepte bekom­men und Per­son­alpools sowie Springer­mod­elle nicht nur mod­ell­haft, son­dern dauer­haft und flächen­deck­end aufge­baut wer­den kön­nen. Beson­ders wichtig ist mir: Ver­lässliche Dien­st­pläne, plan­bare Ruhezeit­en und weniger ‚Holen aus dem Frei‘ wer­den nun sys­tem­a­tisch möglich. Das ist keine abstrak­te Struk­tur­reform, son­dern konkrete Ent­las­tung für die Pfle­gen­den auf den Sta­tio­nen – und ein wichtiger Beitrag dazu, dass Pflegekräfte in ihrem Beruf bleiben, statt frus­tri­ert auszusteigen.“

Bern­hard Sei­de­nath, gesund­heit­spoli­tis­ch­er Sprech­er der CSU-Land­tags­frak­tion, betont: ​„In die Vere­in­barung einge­flossen sind die Ergeb­nisse eines vom Freis­taat Bay­ern geförderten Mod­ell­pro­jek­ts, in dem 2023 und 2024 ins­ge­samt 32 inno­v­a­tive Springerkonzepte erprobt, wis­senschaftlich begleit­et und evaluiert wur­den. Wo Springer-Teams und betriebliche Aus­fal­lkonzepte klug einge­set­zt wur­den, sind Dien­st­pläne spür­bar ver­lässlich­er gewor­den, spon­tane Extraschicht­en deut­lich zurück­ge­gan­gen und Ruhezeit­en bess­er einzuhal­ten gewe­sen. Genau diese Effek­te brauchen wir, um den Pflege­beruf attrak­tiv­er zu machen, Fachkräfte im Sys­tem zu hal­ten und neue zu gewin­nen. Springerkonzepte sind kein Luxus, son­dern ein zen­trales Instru­ment, damit Pflegekräfte wieder mehr Zeit für die Men­schen und weniger Stress mit Lück­en im Dien­st­plan haben.“