GPA-Botschaft der Woche

Grafik: Annika Trautner
Honorar-Kürzungen für Leistungserbringer sind ein No-Go!
Honorar-Kürzungen scheinen en vogue zu sein: der per Schiedsspruch festgesetzte Hebammen-Hilfevertrag führt seit 1.11.25 dazu, dass freiberuflich tätige Hebammen pro Geburt im Schnitt 12% weniger verdienen. Zuvor hatten sie seit 2018 Nullrunden zu verkraften. Hierauf haben die Hebammen am 5.5., dem Welt-Hebammentag, landauf, landab aufmerksam gemacht. Auch bei den Psychotherapeuten wurden – ebenfalls ohne Zutun der Politik, durch den Bewertungsausschuss — die Honorare gekürzt, nämlich um 4,5%. Gerade heute, in Zeiten spürbarer Teuerung geht das gar nicht! Frühzeitige psychotherapeutische Behandlung verhindert Chronifizierung, sichert Teilhabe und spart langfristig Kosten. Für insgesamt alle Leistungserbringer gilt: Nullrunden mögen ja gerade noch verkraftbar sein. Doch unter das bisherige Niveau darf es nicht gehen. Hier muss Bestandsschutz gelten! Minusrunden sind das Gegenteil von Wertschätzung. Zudem können wir es uns in diesen (oft genug) Mangelberufen nicht leisten, die Leistungserbringer zu vergraulen!

