In Vilseck: Kommunalwahl und Gesundheitspolitik

Foto: Hanni Schertl

Foto: Han­ni Schertl

Am Don­ner­stag-Abend war ich in Vilseck in der Oberp­falz (genauer gesagt im Gasthof Rot­er Hahn in Schlicht) — zu ein­er Podi­ums­diskus­sion zur Zukun­ft der ärztlichen Ver­sorgung. Ein­ge­laden hat­te mein Land­tags-Kol­lege Dr. Har­ald Schwartz zusam­men mit dem CSU-Bürg­er­meis­ter-Kan­di­dat­en für die Stadt Vilseck, Jonas Dit­trich. Viert­er Disku­tant im Bunde war Thomas Bal­dauf, der Geschäfts­führer des ambu­lanten Zen­trums St. Anna.

Foto: Bernhard Seidenath

Foto: Bern­hard Seidenath

Knappe zwei Stun­den waren wir sehr eng am The­ma, beleuchteten Freiberu­flichkeit und MVZs, Ärztenet­ze und Gemein­schaft­sprax­en, die möglichen Träger von MVZs, die Aus­bil­dung der Ärzte, Arbeit­slosigkeit unter Ärzten in München und ins­beson­dere die Frage, was eine Gemeinde tun kann, um Hausärzte zu lock­en und zu hal­ten. Ein extrem wichtiges The­ma, sehr gut auf­bere­it­et, mit vie­len über­aus kundi­gen Teil­nehmerin­nen und Teil­nehmern — und super mod­eriert von Bürg­er­meis­terkan­di­dat Jonas Dit­trich. Wahlkampf kann auch sehr sach­lich und lösung­sori­en­tiert sein!

Fachtagung an der Hochschule Kempten

Foto: Bernhard Seidenath

Foto: Bern­hard Seidenath

Am Fre­itag in Kempten im All­gäu: an der Hochschule fand eine Fach­ta­gung zu “Gesund­heits- und Pflegev­er­läufen im höheren Leben­salter in ein­er sich dig­i­tal­isieren­den Welt” statt. Beim Pan­el “Kün­stliche Intel­li­genz (KI) in der Pflege” habe ich selb­st mit disku­tiert. Wir müssen medi­zinis­chen und pflegerischen Fortschritt durch mod­erne Tech­nolo­gien ermöglichen. Das aber muss ethisch vertret­bar geschehen. Denn wir dür­fen nicht alles, was wir (schon jet­zt, aber erst recht auch in Zukun­ft) kön­nen. Über die “High Care Agen­da” und das “Lan­deskom­pe­tenzzen­trum Pflege Dig­i­tal Bay­ern” ver­sucht der Freis­taat Bay­ern, in diesem Sinne Schrittmach­er zu sein. Das Foto zeigt mich mit Pro­fes­sor Mario Jokisch (Mitte) von der Hochschule Kempten und Pro­fes­sor Peter Kolomin­sky-Rabas (rechts) aus Erlan­gen (von Digi­DEM Bayern).

Zwischenbilanz des neu gewählten BRK-Präsidiums

Foto: Bernhard Seidenath

Foto: Bern­hard Seidenath

Nach 100 Tagen im Amt hat der neue Präsi­dent des Bay­erischen Roten Kreuzes, Hans-Michael Weisky (links), zu einem neuen Online-For­mat, einem “Bay­ern-Forum”, ein­ge­laden. Rund 350 Inter­essierte aus dem gesamten Ver­band waren der Ein­ladung gefol­gt — und hörten aus dem Mund des BRK-Präsi­den­ten, was sich bish­er alles getan hat. Weisky mah­nte etwa die Kom­plet­tierung der Helfer-Gle­ich­stel­lung an, aber auch einen Bürokratie-Abbau etwa in der Pflege. Auch Lan­des­geschäfts­führer Robert Augustin (rechts) stand Rede und Antwort, etwa zu den BRK-Finanzen. Faz­it: Infor­ma­tiv — und ohne Anreisezeit!

60 +-Treff der Nachbarschaftshilfe Röhrmoos

Foto: Bernhard Seidenath

Foto: Bern­hard Seidenath

Am Mittwoch-Vor­mit­tag hat wieder der 60+-Treff der Nach­barschaft­shil­fe Röhrmoos im Pfar­rheim von Röhrmoos stattge­fun­den. Ehren­bürg­erin Paula Herzinger (Foto) und ihr Team hat­ten wieder liebevoll ein Früh­stück für die Senior­in­nen und Senioren vor­bere­it­et. Im Anschluss wur­den Brettspiele gespielt. Ein tolles Event, das regelmäßig stat­tfind­et! Die große Zahl der Anwe­senden hat den Organ­isatorin­nen und Organ­isatoren schon die denkbar beste Note aus­gestellt. Vor­bildlich und nachah­menswert ist dieser Tre­ff vor allem mit Blick auf die neue Volk­skrankheit “Ein­samkeit”!

Nächste Blutspendetermine

Grafik: BRK

Grafik: BRK

Fre­itag, 6.3.26 von 15–20 Uhr
Odelzhausen, Grund- und Mittelschule
Dieten­hausen­er Str. 17

Mittwoch, 11.3.26 von 15:30–20:30 Uhr und
Don­ner­stag, 12.3.26 von 15:30–20:30 Uhr
Dachau, BRK Rotkreuz­platz 3–4

GPA-Botschaft der Woche

Grafik: Annika Trautner

Grafik: Anni­ka Trautner

Kein “klick und krank”! Bei der AU-Bescheini­gung vielmehr auf das Hausarzt-Patien­ten-Ver­hält­nis setzen!
Reine Online-Krankschrei­bun­gen ohne per­sön­lichen Arzt-Patien­ten-Kon­takt, etwa durch Anbi­eter im Aus­land, darf es kün­ftig nicht mehr geben! Auch müssen Erstkrankschrei­bun­gen bish­er unbekan­nter Patien­ten über Video, Tele­fon, Chat oder App aus­geschlossen wer­den. Stattdessen kön­nen Hausärzte hier ihre Rolle als Lot­sen in der medi­zinis­chen Ver­sorgung ausspie­len. Wenn ein Behand­lungs- und Ver­trauensver­hält­nis zwis­chen Arzt und Patient beste­ht, begeg­nen auch tele­fonis­che Krankschrei­bun­gen keinen Bedenken. Arbeit­sun­fähigkeits­bescheini­gun­gen dienen dem Schutz der Patien­ten, dem Infek­tion­ss­chutz sowie der ver­ant­wor­tungsvollen Steuerung von Arbeits­fähigkeit und Gene­sung. Mit ca. 1 % aller Fälle ist die tele­fonis­che Krankschrei­bung bish­er kein Treiber steigen­der Krankheit­szahlen. Sie kann aber Prax­en und Patien­ten ent­las­ten, wenn sie in der Ver­ant­wor­tung der Hausärzte bleibt, die ihre Patien­ten ser­iös medi­zinisch ein­schätzen kön­nen. Wer Miss­brauch ver­hin­dern und Bürokratie abbauen will, muss Ver­trauensstruk­turen stärken!

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