GPA-Botschaft der Woche

Grafik: Annika Trautner

Grafik: Anni­ka Trautner

Seit 1.11. gilt der neue Hebam­men-Hil­fever­trag. Er bringt klar Einkom­men­sein­bußen für geburtshil­flich tätige Beleghe­bam­men. Der Durch­schnittsum­satz pro Geburt lag laut Abrech­nungs-Dien­stleis­ter AZH bis Okt. 2025 bei 1.074€, seit Nov. beträgt er noch 861€, liegt also ca. 20% geringer. Anders als im Rest der Repub­lik wer­den in Bay­ern ca. 80% der Geburten von Beleghe­bam­men begleit­et, die jet­zt akut in ihrer Exis­tenz bedro­ht sind. Bei Ver­trags-Abschluss war die GKV von Mehrkosten iHv. 100 Mio. Euro durch höhere Ent­gelte für Hebam­men aus­ge­gan­gen. Fakt ist: Aktuell sparen sich die Krankenkassen Geld: durch gerin­gere Ent­gelte, niedrigere Geburten­zahlen und Kündi­gun­gen von Hebam­men. Um das Beleghe­bam­men-Sys­tem nicht an die Wand zu fahren, müssen die Ver­tragsparteien den Hil­fever­trag unverzüglich nachver­han­deln! U.a. braucht es höhere Ent­gelte für die wün­schenswerte 1:1‑Betreuung. Und eine Abschaf­fung der zusät­zlichen Bürokratie durch die neuen Regeln! Einen Massen-Exo­dus an Hebam­men kön­nen wir uns alle nicht leisten!

Hebammen unter Druck: CSU-Fraktion fordert Nachverhandlungen für faire Vergütung

Der seit 1. Novem­ber in Kraft getretene neue Hebam­men-Hil­fever­trag führt zu spür­baren Einkom­men­sein­bußen für geburtshil­flich tätige Beleghe­bam­men und gefährdet damit ein bewährtes und für Bay­ern unverzicht­bares Ver­sorgungssys­tem. Die CSU-Land­tags­frak­tion fordert die Ver­tragspart­ner auf, umge­hend in Nachver­hand­lun­gen einzutreten, um die Zukun­ft der freiberu­flichen Beleghe­bam­men zu sichern.

Der Vor­sitzende der CSU-Land­tags­frak­tion Klaus Holetschek:
Die Vorstel­lung der Heili­gen Nacht ist untrennbar mit der Idee von Geburt, Für­sorge und dem Schutz von Mut­ter und Kind ver­bun­den – genau das, wofür Hebam­men seit jeher ste­hen. Wenn Fam­i­lien zusam­menkom­men und neues Leben willkom­men heißen, ste­hen Hebam­men Tag und Nacht bere­it, auch an Feierta­gen. Umso unver­ständlich­er ist es, dass aus­gerech­net jet­zt ihre Arbeit finanziell entwertet wird. Wer das Beleghe­bam­men-Sys­tem erhal­ten will, muss den Hebam­men-Hil­fever­trag nachver­han­deln und für faire Rah­menbe­din­gun­gen sor­gen.

Der gesund­heit­spoli­tis­che Sprech­er der CSU-Land­tags­frak­tion Bern­hard Sei­de­nath:
Hebam­men sind eine tra­gende Säule der medi­zinis­chen Ver­sorgung rund um die Geburt. Ohne Beleghe­bam­men bricht die Geburtshil­fe in Bay­ern an vie­len Kliniken weg. Einen solchen Ader­lass kön­nen wir uns nicht leis­ten. Unser Appell an die Ver­tragspart­ner ist klar: Set­zen Sie sich an den Tisch und sor­gen Sie für eine faire und zukun­fts­feste Lösung.

Die stel­lvertre­tende Vor­sitzende im Gesund­heit­sar­beit­skreis Car­oli­na Traut­ner:
Wei­h­nacht­en ist das Fest der Fam­i­lie und des Miteinan­ders. In Bay­ern sich­ern freiberu­fliche Beleghe­bam­men rund 80 Prozent der klin­is­chen Geburtshil­fe ab und begleit­en Fam­i­lien in ihren wichtig­sten Momenten. Dass sie durch den neuen Ver­trag rund 20 Prozent weniger ver­di­enen, ist ein fatales Sig­nal. Um eine Kündi­gungswelle unter den Beleghe­bam­men zu ver­hin­dern, brauchen wir höhere Ent­gelte für die wün­schenswerte 1 zu 1‑Betreuung.

 

Aus dem Arbeitskreis für Gesundheit, Pflege und Prävention

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, 2026 ste­ht vor der Tür und wird viele Verän­derun­gen brin­gen. Was aber bleibt, sind die Her­aus­forderun­gen im Gesund­heits- und Pflege­bere­ich. Der Man­gel an Ärztin­nen und Ärzten, Pflegekräften und weit­eren Gesund­heits­berufen ist eine der größten Her­aus­forderun­gen unser­er Zeit. Ihm zu begeg­nen, erfordert entschlossenes Han­deln, neue Wege und einen klaren Fokus auf Präven­tion, Nach­wuchs­gewin­nung und Ent­las­tung der­jeni­gen, die unser Gesund­heitswe­sen tagtäglich tragen.

Der Arbeit­skreis für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion der CSU-Land­tags­frak­tion (AK GPP) set­zt genau hier an: Mit Medi­zin­stipen­di­en im Aus­land öff­nen wir tal­en­tierten jun­gen Men­schen den Weg ins Medi­zin­studi­um und stärken langfristig die Ver­sorgung in Bay­ern. Gle­ichzeit­ig kämpfen wir für starke Apotheken vor Ort, bessere Arbeits­be­din­gun­gen in der Pflege, weniger Bürokratie und mehr Zeit für Pati­entin­nen und Patien­ten. Ob Springer­di­en­ste, Sub­sti­tu­tions­be­hand­lung, ME/CFS, Organspende oder Eltern-Kind-Kuren – all diese The­men eint ein Ziel: ein leis­tungs­fähiges, men­schlich­es und zukun­fts­festes Gesund­heitswe­sen. Dieses Ziel erre­ichen wir nur im Dia­log mit Prak­tik­ern, Betrof­fe­nen und Exper­tin­nen und Experten – und mit klaren poli­tis­chen Entscheidungen.

Dieser Newslet­ter gibt Ihnen einen Ein­blick in unsere aktuelle Arbeit. Er zeigt: Wir reden nicht nur über Prob­leme, wir arbeit­en an Lösun­gen. In diesem Sinne wün­sche ich Ihnen — zusam­men mit meinen Kol­legin­nen und Kol­le­gen Staatsmin­is­terin a.D. Car­oli­na Traut­ner, Mar­tin Mit­tag, Dr. Andrea Behr, Thorsten Freuden­berg­er, Ste­fan Mey­er, Hel­mut Schnotz und Sascha Schnür­er — eine span­nende Lek­türe unseres Newsletters.

Zum Jahre­sausklang danke ich allen, die sich tagtäglich mit großem Engage­ment für die Gesund­heit ander­er ein­set­zen – in Prax­en, Kliniken, Apotheken, Pflegeein­rich­tun­gen, Ehre­namt und Fam­i­lie. Ihnen und Ihren Ange­höri­gen wün­sche ich fro­he und geseg­nete Wei­h­nacht­en, erhol­same Feiertage und Erfolg, Zuver­sicht und Kraft für das kom­mende Jahr 2026 — sowie natür­lich vor allem Gesundheit!

Ihr
Bern­hard Sei­de­nath, MdL

Gegen den Ärztemangel

Mit neuen Medizinstudierenden: Dr. Stephan Kolb, Vizekanzler Standort Nürnberg der Paracelsus Universität, und Bernhard Seidenath (von links).

Mit neuen Medi­zin­studieren­den: Dr. Stephan Kolb, Vizekan­zler Stan­dort Nürn­berg der Paracel­sus Uni­ver­sität, und Bern­hard Sei­de­nath (von links).

Medi­zin­stipen­di­en im EU-Ausland
Der AK GPP hat sich mit Nach­druck für ein Förder­pro­gramm zur Über­nahme von Stu­di­enge­bühren für das Studi­um der Human­medi­zin im EU-Aus­land einge­set­zt. Dank der engen Zusam­me­nar­beit mit den Uni­ver­sitäten und dem Bay­erischen Lan­desamt für Gesund­heit und Lebens­mit­tel­sicher­heit (LGL) kon­nten für das Stu­di­en­jahr 2025/26 bere­its 23 Stipen­di­en vergeben wer­den – zehn davon an Studierende der Paracel­sus Medi­zinis­chen Pri­vatu­ni­ver­sität Salzburg in Koop­er­a­tion mit dem Klinikum Nürn­berg. Der Erfolg gibt dem eingeschla­ge­nen Weg recht: Für das Stu­di­en­jahr 2026/27 ste­hen nun weit­ere 77 Stipen­di­en zur Ver­fü­gung, darunter neun gezielt für ange­hende Kinder- und Jugendpsy­chi­a­terin­nen und ‑psy­chi­ater – ein starkes Sig­nal angesichts des beson­ders hohen Ver­sorgungs­be­darfs in diesem Bereich.

Das beste Rezept gegen den Medi­zin­er­man­gel sind mehr Medi­zin­er. Unser Ziel ist es, tal­en­tierten jun­gen Men­schen den Zugang zum Medi­zin­studi­um zu erle­ichtern und gle­ichzeit­ig die ärztliche Ver­sorgung in Bay­ern nach­haltig zu stärken — und das eben auch im EU-Aus­land”, beton­ten Bern­hard Sei­de­nath als Vor­sitzen­der des AK Gesund­heit und Mar­tin Mit­tag als Coburg­er Stimmkreisabgeordneter.

Weit­ere Informationen

Dringlichkeitsantrag

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Apotheken vor Ort stärken
Die CSU-Frak­tion stemmt sich gegen das Apotheken­ster­ben und will eine wohnort­na­he Ver­sorgung mit Arzneimit­teln auch kün­ftig sich­ern. Per Dringlichkeit­santrag hat sie deshalb Nachbesserun­gen der Apotheken­re­form des Bun­des gefordert.

Car­oli­na Traut­ner, Apothek­erin und Mit­glied im Gesund­heit­sauss­chuss, betonte im Plenum: „Mit Apotheken ist es wie mit alten Fre­un­den: Sie sind beson­ders wertvoll und hochgeschätzt. Und man merkt erst, was man ver­loren hat, wenn sie plöt­zlich nicht mehr da sind. Das Apotheken­ster­ben hat lei­der längst begonnen, deshalb brauchen die Apotheken vor Ort unsere Hil­fe!” An der Apotheken­re­form des Bun­des müsse an eini­gen Stellen noch nachgebessert wer­den, etwa in der Vergü­tungsstruk­tur – „jet­zt und nicht irgend­wann später!”.

Pressemit­teilung

Apothekenreform im Fokus

Foto: CSU-Fraktion

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Die Sitzung des Arbeit­skreis­es für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion stand Anfang Dezem­ber ganz im Zeichen der Apotheken­re­form. Der neue Entwurf aus dem Bun­des­ge­sund­heitsmin­is­teri­um sorgt aktuell für Verärgerung unter den Apothek­erin­nen und Apothek­ern auch in Bay­ern. Die Präsi­dentin der Bay­erischen Apothek­erkam­mer, Franziska Scharpf, unter­strich: „Seit Jahren arbeit­en Apotheken am Lim­it. Der Entwurf bleibt deut­lich hin­ter dem Koali­tionsver­trag zurück. Trotz klar­er Zusagen bleibt eine Anpas­sung des Hon­o­rars weit­er aus.” Bern­hard Sei­de­nath betonte als Vor­sitzen­der des Arbeit­skreis­es: „Wir ste­hen an der Seite unser­er Apothek­erin­nen und Apothek­er und wer­den uns in Berlin weit­er­hin nach­drück­lich für Nachbesserun­gen des vorgelegten Entwurfs einsetzen.“
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Springerdienste: Belastung der Pflegekräfte reduzieren

Foto: CSU-Fraktion

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In der jüng­sten Sitzung des Arbeit­skreis­es Gesund­heit, Pflege und Präven­tion stand erneut der Sach­stand der Ver­hand­lun­gen in der Selb­stver­wal­tung zu den Springer­di­en­sten im Mit­telpunkt. Springer­di­en­ste sind flex­i­bel ein­set­zbare Pflege-Teams, die in Ein­rich­tun­gen ein­sprin­gen, wenn reg­uläres Per­son­al kurzfristig aus­fällt – als Gege­nen­twurf zur Lei­har­beit. Bay­ern hat­te im Rah­men eines Pilot­pro­jek­ts mit rund 5,7 Mil­lio­nen Euro ins­ge­samt 32 Springerkonzepte in 65 Langzeitpflegeein­rich­tun­gen gefördert. Die Hochschule Kempten hat in einem Gutacht­en bestätigt: Springerkonzepte kön­nen die Belas­tung der Pflegekräfte deut­lich reduzieren und zugle­ich den Ein­satz von Lei­har­beit ver­ringern. AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath betonte: „Pflegeper­son­al erwartet zu Recht ver­lässliche Dien­st­pläne und ein Aus­fal­lkonzept, das nicht darauf basiert, dass Beschäftigte in ihrer Freizeit ein­sprin­gen müssen.” Hel­mut Schnotz ergänzte: “Das ‚Holen aus dem Frei‘ ist für Pflegekräfte bisweilen ein Grund, ihren Job an den Nagel zu hän­gen. Das wollen wir unbe­d­ingt verhindern!“
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Werkstattgespräch zur Substitutionsbehandlung

Foto: CSU-Fraktion

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Depotmedika­tion als Chance für eine bessere Versorgung?
Die aktuellen Her­aus­forderun­gen der Dro­gen-Sub­sti­tu­tions­be­hand­lung haben bei einem Werk­stattge­spräch der CSU-Frak­tion Exper­tin­nen und Experten aus Medi­zin, Forschung, Jus­tiz, Ver­sorgung und Krankenkassen disku­tiert. Im Mit­telpunkt stand die Frage, wie Depot-Medika­mente – nur noch wöchentliche oder gar monatliche statt tägliche Ver­gabe – Ver­sorgungslück­en schließen und Behan­dler wie Pati­entin­nen und Patien­ten ent­las­ten kön­nen. Deutsch­land liegt mit einem Depot-Anteil von rund 2,7 Prozent weit hin­ter Län­dern wie Schwe­den oder Finn­land zurück. Bern­hard Sei­de­nath, gesund­heit­spoli­tis­ch­er Sprech­er, betonte die Bedeu­tung klar­er Rah­menbe­din­gun­gen: „Zahlre­iche suchtkranke Men­schen brauchen Sub­sti­tu­tion, um ein möglichst nor­males Leben auch mit Dro­gen­ab­hängigkeit haben zu kön­nen. Hier kann Depotmedika­tion eine Rolle spie­len.” “Wir brauchen aber noch mehr Rechtssicher­heit, weniger Bürokratie und eine faire Vergü­tung“, wie auch Thorsten Freuden­berg­er unterstrich.
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Gespräch zur Mütter- und Säuglingssterblichkeit

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

In ein­er gemein­samen Sitzung der Gesund­heits- und Pflege­poli­tik­er der Regierungs­frak­tio­nen CSU und FW standen die Müt­ter- und Säuglingssterblichkeit im Mit­telpunkt – und was für deren weit­ere Senkung getan wer­den kann. Bay­ern hat dank ein­er starken Schwan­geren­vor­sorge sehr niedrige Sterblichkeit­srat­en. Bern­hard Sei­de­nath betonte als Vor­sitzen­der des Arbeit­skreis­es für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion den­noch: „Müt­ter­sterblichkeit ist ein Gradmess­er für die Qual­ität unseres Gesund­heitswe­sens. Bay­ern ste­ht gut da – und genau deshalb dür­fen wir jet­zt nicht nach­lassen.” Zum Gespräch­sergeb­nis resümierte Dr. Andrea Behr: “Wir müssen die Dat­en, die wir schon haben, intel­li­gent nutzen. Unser Ziel ist Klarheit, nicht mehr Bürokratie.“
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Hilfsmittelrecycling: nachhaltig und versorgungssicher

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

In einem Werk­stattge­spräch hat sich der Arbeit­skreis Gesund­heit, Pflege und Präven­tion mit dem The­ma Hil­f­s­mit­tel­re­cy­cling auseinan­derge­set­zt. Im Mit­telpunkt stand die Frage, wie medi­zinis­che Hil­f­s­mit­tel – etwa Orthe­sen, Roll­stüh­le, Rol­la­toren oder andere Mobil­ität­shil­fen – nach­haltiger genutzt und wieder­auf­bere­it­et wer­den können.
Ziel ist es, Ressourcen zu scho­nen und die Ver­sorgung effizien­ter zu gestal­ten. Disku­tiert wur­den dabei Rechts­grund­la­gen, Haf­tungs­fra­gen, die Patien­ten­sicher­heit, ökol­o­gis­che Aspek­te und die in den Mit­glied­staat­en sehr unter­schiedliche Ausle­gung der europäis­chen Vor­gaben. AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath unter­strich: „Nach­haltigkeit und Ver­sorgungssicher­heit gehören zusam­men. Unser Ziel ist es, gemein­sam mit Her­stellern, Leis­tungser­bringern und Kos­ten­trägern tragfähige Lösun­gen für eine nach­haltige, rechtssichere und patien­tenori­en­tierte Hil­f­s­mit­telver­sorgung zu entwick­eln. Dazu wer­den wir uns dafür ein­set­zen, die Medi­z­in­pro­duk­te-Richtlin­ie anzu­passen und prax­is­näher auszugestalten.“

Erschöpfungssyndrom ME/CFS im Fokus

Foto: CSU-Fraktion

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Seit Jahren beschäftigt sich der Arbeit­skreis Gesund­heit, Pflege und Präven­tion mit der chro­nis­chen Fatigue ME/CFS, die „wie keine andere Erkrankung die Leben­squal­ität der Betrof­fe­nen ein­schränkt“, wie AK-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath betont. In der jüng­sten Sitzung waren Prof. Dr. Uta Behrends, Lei­t­erin der Spezial­sprech­stun­den für LONG COVID und des MRI Chro­nis­che Fatigue Cen­trum (MCFC) für junge Men­schen, Katha­ri­na Jung und Clau­dia Lau als Vertreterin­nen von „Nicht gene­sen Bay­ern“ sowie Jose­fine Sostak und Kathrin Hansen-Broeger von der Car­i­tas München-West, zu Gast. Die stel­lvertre­tende AK-Vor­sitzende Car­oli­na Traut­ner machte deut­lich: „Wir brauchen ein abges­timmtes, bun­desweites Vorge­hen, das Forschung, Ver­sorgung und soziale Unter­stützung verbindet.“
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Physician Assistants (PA) für die Versorgung der Zukunft

Foto: CSU-Fraktion

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Medi­zinis­che Ver­sorgung stärken
Der AK GPP hat sich zum zweit­en Mal in einem Werk­stattge­spräch mit der Weit­er­en­twick­lung des Berufs­bilds „Physi­cian Assis­tant“ (PA) befasst. PAs übernehmen unter ärztlich­er Auf­sicht und Del­e­ga­tion vielfältige medi­zinis­che Auf­gaben – ins­beson­dere im sta­tionären, zunehmend aber auch im ambu­lanten Bere­ich. „Physi­cian Assis­tants kön­nen einen wichti­gen Beitrag leis­ten, die medi­zinis­che Ver­sorgung zu stärken und Ärztin­nen und Ärzte zu ent­las­ten – voraus­ge­set­zt, Aus­bil­dung, Ver­ant­wor­tung und Vergü­tung sind klar geregelt”, stellte Ste­fan Mey­er fest. “Der Arbeit­skreis wird den Prozess weit­er begleit­en – mit dem Ziel, den PAs eine klare Rolle im Ver­sorgung­steam zu geben und so die Gesund­heitsver­sorgung in Bay­ern zukun­fts­fest aufzustellen“, betonte Bern­hard Sei­de­nath, Vor­sitzen­der des Arbeitskreises.

Organspende schenkt Leben – vielleicht Ihr eigenes!“

Foto: CSU-Fraktion

Foto: CSU-Frak­tion

Der Arbeit­skreis für Gesund­heit, Pflege und Präven­tion hat sich mit Dr. Jut­ta Weiss, Geschäfts­führende Ärztin der Region Bay­ern der Deutschen Stiftung Organtrans­plan­ta­tion (DSO), aus­ge­tauscht. Sie hat­te erfreuliche Nachricht­en dabei: Die Zahl der post­mor­tal gespende­ten Organe lag 2024 um 38,1 Prozent höher als im Vor­jahr. Gle­ich­wohl liegt der Bedarf an Spenderor­ga­nen in Deutsch­land weit­er­hin weit über dem tat­säch­lichen Ange­bot. Die CSU-Land­tags-Gesund­heit­spoli­tik­er mit Bern­hard Sei­de­nath und Car­oli­na Traut­ner an der Spitze war­ben deshalb beim Ter­min erneut für eine Änderung des Trans­plan­ta­tion­srechts und für die Ein­führung der Widerspruchslösung.
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Unterwegs im Landkreis Passau

Im Kinderclub der Eltern-Kind-Klinik – (v. l.) MdL Stefan Meyer, Landrat Raimund Kneidinger, Klinikleiterin Ingrid Burk, die stellvertretende Klinikleiterin Bettina ZwirnerMdL Bernhard Seidenath, Bürgermeister Wolfgang Lindmeier und Geschäftsführerin Nadine Espey. Foto: Stefanie Starke

Im Kinder­club der Eltern-Kind-Klinik – (v. l.) MdL Ste­fan Mey­er, Lan­drat Raimund Knei­dinger, Kliniklei­t­erin Ingrid Burk, die stel­lvertre­tende Kliniklei­t­erin Bet­ti­na Zwirn­er
MdL Bern­hard Sei­de­nath, Bürg­er­meis­ter Wolf­gang Lind­meier und Geschäfts­führerin Nadine Espey. Foto: Ste­fanie Starke

Eltern-Kind-Kuren
Die Mut­ter- & Vater-Kind-Klinik Inntaler Hof bei Neuburg am Inn ist eine von zwölf Ein­rich­tun­gen im bun­desweit­en Ver­bund der Arbeits­ge­mein­schaft Eltern & Kind Kliniken. Der Haupt­sitz des Ver­bunds befind­et sich im Land­kreis Pas­sau, von wo aus die Bele­gung aller Kliniken koor­diniert wird. Bei einem Besuch informierten sich MdL Ste­fan Mey­er, Lan­drat Raimund Knei­dinger, Bürg­er­meis­ter Wolf­gang Lind­meier und MdL Bern­hard Sei­de­nath über die Arbeit der Klinik.

Seit über 30 Jahren unter­stützt die Ein­rich­tung Eltern und ihre Kinder mit präven­tiv­en und reha­bil­i­ta­tiv­en Ange­boten. Behan­delt wer­den u. a. Herz-Kreis­lauf‑, Atemwegs‑, Stof­fwech­sel- und psy­cho­so­ma­tis­che Erkrankun­gen. Zusät­zlich set­zt der Inntaler Hof beson­dere Schw­er­punk­te, etwa bei Kuren nach ein­er Kreb­serkrankung der Mut­ter oder bei AD(H)S. Zunehmend nehmen auch Väter das Ange­bot in Anspruch. AK GPP-Vor­sitzen­der Bern­hard Sei­de­nath betonte die große Bedeu­tung der Mut­ter- und Vater-Kind-Kuren für Präven­tion und Gesund­heits­förderung: Frühzeit­ige Unter­stützung könne Leid ver­hin­dern und das Gesund­heitssys­tem langfristig entlasten.

Bürokratieabbau im Gesundheitswesen: Enquete-Kommission legt neue Empfehlungen vor

Kaum ein Bere­ich berührt die Men­schen so direkt wie Gesund­heit und Pflege. Entsprechend hoch ist der Hand­lungs­druck. Unter dem Vor­sitz des Abge­ord­neten Stef­fen Vogel (CSU) hat die Enquete-Kom­mis­sion Bürokratieab­bau des Bay­erischen Land­tags neue Hand­lungsempfehlun­gen vorgelegt. Im Mit­telpunkt ste­hen prax­is­na­he Vorschläge, damit Ärztin­nen und Ärzte, Pflegekräfte und Fach­per­son­al mehr Zeit für ihre Pati­entin­nen und Patien­ten haben.
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